Das Ende der SAP-Transaktion? Wie AI Agents die Benutzeroberfläche verändern

AI Agents und SAP Joule könnten die größte Veränderung der SAP-Benutzeroberfläche seit SAP Fiori auslösen – doch was bedeutet das für SAP-Transaktionen?

Einleitung

Wer seit Jahren mit SAP arbeitet, kennt sie auswendig:

ME21N.

VA01.

MM03.

FB60.

SAP-Transaktionen sind seit Jahrzehnten das Fundament der Interaktion mit SAP-Systemen. Millionen Anwender nutzen täglich T-Codes, um Bestellungen anzulegen, Kundenaufträge zu bearbeiten, Stammdaten zu pflegen oder Finanzprozesse auszuführen.

Doch genau dieses Prinzip könnte vor der größten Veränderung seit der Einführung von SAP Fiori stehen.

Mit SAP Joule, SAP Business AI und den neuesten Entwicklungen im Bereich Agentic AI verändert sich die Art und Weise, wie Menschen mit Unternehmenssoftware interagieren.

Anwender müssen künftig möglicherweise nicht mehr wissen, welche Transaktion sie öffnen oder welchen Prozess sie manuell starten müssen.

Stattdessen beschreiben sie ein Ziel.

Das System übernimmt die Ausführung.

Anstatt eine Bestellung über ME21N anzulegen, könnte ein Mitarbeiter künftig einfach sagen:

„Bestelle 500 Stück Material X für das Werk München und berücksichtige dabei den bevorzugten Lieferanten.“

Ein AI Agent analysiert die Anfrage, prüft die relevanten Daten, bereitet die Bestellung vor und stößt die notwendigen Prozessschritte an.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob künstliche Intelligenz in SAP-Systemen Einzug hält.

Diese Entwicklung hat bereits begonnen.

Die spannendere Frage lautet:

Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch SAP-Transaktionen, um mit ERP-Systemen zu arbeiten?

In diesem Artikel analysieren wir, wie AI Agents, SAP Joule und Agentic AI die Benutzeroberfläche von SAP verändern könnten, welche Prozesse sich zuerst wandeln werden und warum die Zukunft von ERP-Systemen möglicherweise deutlich weniger transaktionszentriert sein wird als heute.

Warum die SAP-Transaktion seit Jahrzehnten das Herzstück von SAP ist

Um zu verstehen, warum AI Agents die Interaktion mit SAP-Systemen verändern könnten, lohnt sich zunächst ein Blick auf das bestehende Modell.

Denn SAP-Transaktionen sind keineswegs ein veraltetes Relikt aus der Vergangenheit.

Sie gehören zu den wichtigsten Gründen, warum SAP-Systeme über Jahrzehnte hinweg zuverlässig und skalierbar in Unternehmen eingesetzt werden konnten.

Die Logik hinter dem T-Code

Seit den frühen Tagen von SAP R/3 basiert die Interaktion mit dem System auf Transaktionen.

Jede Transaktion wurde entwickelt, um einen klar definierten Geschäftsprozess oder Prozessschritt abzubilden.

Bekannte Beispiele sind:

  • ME21N für Bestellungen
  • VA01 für Kundenaufträge
  • MM03 für Materialstammdaten
  • FB60 für Kreditorenrechnungen
  • ME23N für die Anzeige von Bestellungen

Dieses Konzept bietet einen entscheidenden Vorteil:

Jeder Prozess besitzt einen klar definierten Einstiegspunkt.

Dadurch entstehen Transparenz, Standardisierung und Prozesssicherheit.

Warum Power User SAP-Transaktionen lieben

Für erfahrene SAP-Anwender bieten T-Codes eine außergewöhnlich hohe Effizienz.

Wer täglich mit Einkauf, Vertrieb, Logistik oder Finanzen arbeitet, kann viele Prozesse deutlich schneller über Transaktionen ausführen als über grafische Menüs oder Suchfunktionen.

Gerade in Unternehmen mit hohen Transaktionsvolumina ist diese Effizienz ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Deshalb nutzen viele Unternehmen auch heute noch intensiv SAP GUI, obwohl moderne Benutzeroberflächen längst verfügbar sind.

Von SAP GUI zu SAP Fiori

Die erste große Veränderung der SAP-Benutzeroberfläche begann mit der Einführung von SAP Fiori.

Anstelle komplexer Menüs und zahlreicher T-Codes rückten rollenbasierte Anwendungen in den Mittelpunkt.

Das Ziel bestand darin, Anwendern genau die Funktionen bereitzustellen, die sie für ihre jeweilige Aufgabe benötigen.

Die zugrunde liegenden Prozesse blieben jedoch weitgehend unverändert.

Auch in einer Fiori-Welt startet der Nutzer einen Prozess bewusst selbst.

Er entscheidet, welche Anwendung geöffnet wird und welcher Prozessschritt ausgeführt werden soll.

Das bisherige Prinzip: Der Mensch steuert den Prozess

Unabhängig davon, ob Unternehmen SAP GUI, Fiori oder moderne Cloud-Anwendungen nutzen, folgt die Interaktion bislang demselben Grundmuster:

Der Mensch kennt sein Ziel.

Der Mensch kennt den richtigen Prozess.

Der Mensch startet die passende Anwendung.

Das System führt die gewünschte Aktion aus.

Dieses Modell hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Es ist nachvollziehbar, kontrollierbar und effizient.

Warum dieses Modell zunehmend unter Druck gerät

Mit der wachsenden Verbreitung von SAP Business AI, Joule und Agentic AI entstehen jedoch neue Möglichkeiten.

Zum ersten Mal können Systeme nicht nur einzelne Prozessschritte ausführen, sondern den Geschäftskontext verstehen, Informationen zusammenführen und Handlungsempfehlungen vorbereiten.

Dadurch stellt sich eine grundsätzliche Frage:

Muss der Anwender künftig überhaupt noch wissen, welche Transaktion oder Anwendung für einen bestimmten Prozess benötigt wird?

Genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche Transformation der SAP-Benutzeroberfläche.

Nicht weil SAP-Transaktionen ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Sondern weil AI Agents künftig einen Teil der Prozessnavigation und Prozesssteuerung übernehmen könnten.

Von Transaktionen zu Absichten: Was sich gerade verändert

Über Jahrzehnte hinweg war die Interaktion mit SAP-Systemen relativ einfach aufgebaut.

Der Anwender wusste, welches Ziel er erreichen wollte.

Er kannte die passende Transaktion oder Anwendung.

Anschließend führte er den Prozess selbst aus.

Mit dem Aufkommen von SAP Joule, AI Agents und den neuesten Entwicklungen im Bereich SAP Business AI beginnt sich dieses Modell jedoch grundlegend zu verändern.

die-evolution-der-sap-interaktion

Das bisherige Modell

Der klassische SAP-Prozess folgt einer klaren Logik:

Der Nutzer kennt den Weg.

Das System führt die Anweisung aus.

Beispielsweise:

  • ME21N öffnen
  • Lieferant auswählen
  • Material auswählen
  • Mengen eingeben
  • Bestellung anlegen

Der Anwender navigiert den gesamten Prozess Schritt für Schritt selbst.

Das System reagiert auf seine Eingaben.

Das neue Modell

Im zukünftigen Interaktionsmodell beschreibt der Nutzer nicht mehr den Weg.

Er beschreibt das Ziel.

Beispielsweise:

„Bestelle 500 Stück Material X für das Werk München und berücksichtige den bevorzugten Lieferanten.“

Der Anwender muss nicht mehr entscheiden:

  • welche Transaktion geöffnet werden soll
  • welche Datenquellen benötigt werden
  • welche Prozessschritte erforderlich sind

Stattdessen analysiert das System die Anfrage und leitet die notwendigen Aktionen ein.

Von der Prozesssteuerung zur Zielsteuerung

Genau hier liegt der eigentliche Unterschied.

Bisher steuert der Mensch den Prozess.

Künftig beschreibt der Mensch die Absicht.

Das System übernimmt einen Teil der Ausführung.

Diese Entwicklung wird häufig als Intent-Based ERP bezeichnet.

Der Begriff beschreibt einen grundlegenden Wandel:

Nicht die Benutzeroberfläche steht im Mittelpunkt.

Sondern das gewünschte Geschäftsergebnis.

Warum dieser Wandel möglich wird

Frühere ERP-Systeme konnten Prozesse ausführen.

Moderne AI-Systeme können zusätzlich:

  • Kontext verstehen
  • Informationen aus verschiedenen Quellen kombinieren
  • Handlungsmöglichkeiten bewerten
  • Empfehlungen erstellen
  • Prozessschritte koordinieren

Erst durch diese Fähigkeiten entsteht die Grundlage für eine neue Form der Interaktion.

Ein AI Agent kann beispielsweise erkennen,

  • welche Daten fehlen,
  • welche Risiken bestehen,
  • welche Alternativen verfügbar sind und
  • welche nächsten Schritte sinnvoll wären.

Die Rolle von Joule

Genau hier setzt SAP Joule an.

Joule wurde nicht entwickelt, um eine weitere Benutzeroberfläche bereitzustellen.

Vielmehr dient Joule als zentraler Einstiegspunkt für die Interaktion mit SAP-Anwendungen.

Anstatt zahlreiche Transaktionen, Apps und Menüs zu durchsuchen, können Anwender ihre Anfrage in natürlicher Sprache formulieren.

Der eigentliche Mehrwert entsteht dabei nicht durch die Konversation selbst.

Der Mehrwert entsteht dadurch, dass AI Agents die Anfrage verstehen und in konkrete Geschäftsprozesse übersetzen können.

Das Ende der Navigation?

Viele Diskussionen rund um AI Agents konzentrieren sich auf die Frage, ob SAP-Transaktionen verschwinden werden.

Die spannendere Frage lautet möglicherweise:

Was passiert, wenn Anwender künftig nicht mehr durch Prozesse navigieren müssen?

Denn genau darin könnte die größte Veränderung liegen.

Nicht jede Transaktion wird verschwinden.

Nicht jede Anwendung wird ersetzt.

Aber die Art und Weise, wie Anwender diese Anwendungen finden und nutzen, könnte sich grundlegend verändern.

Die eigentliche Revolution

Die eigentliche Innovation von AI Agents besteht nicht darin, Prozesse schneller auszuführen.

Sie besteht darin, die Komplexität von ERP-Systemen für den Anwender zu reduzieren.

Wenn Nutzer ihr Ziel beschreiben können und das System den optimalen Weg selbst ermittelt, verliert die Transaktion als Einstiegspunkt an Bedeutung.

Genau deshalb diskutieren viele Experten aktuell nicht über das Ende von ERP-Systemen.

Sie diskutieren über das Ende des transaktionszentrierten ERP.

Welche SAP-Prozesse sich zuerst verändern werden

Nicht jeder SAP-Prozess eignet sich gleichermaßen für den Einsatz von AI Agents.

Die größten Veränderungen werden voraussichtlich dort stattfinden, wo Anwender heute viel Zeit mit Recherche, Navigation, Datensuche und manueller Koordination verbringen.

Genau dort entsteht der größte Mehrwert durch natürliche Sprache, Kontextverständnis und intelligente Prozessunterstützung.

Einkauf: Von ME21N zur Beschaffungsabsicht

Der Einkauf gehört zu den Bereichen mit dem höchsten Potenzial.

Heute müssen Anwender häufig verschiedene Systeme, Lieferanteninformationen und Bestellprozesse manuell koordinieren.

Ein zukünftiges Szenario könnte so aussehen:

„Bestelle das benötigte Material für den Produktionsauftrag und berücksichtige dabei Preis, Lieferzeit und bevorzugte Lieferanten.“

Ein AI Agent analysiert die Situation, prüft relevante Daten in SAP Ariba und SAP S/4HANA, erstellt einen Vorschlag und bereitet den Beschaffungsprozess vor.

Der Mitarbeiter überprüft lediglich das Ergebnis.

Vertrieb: Weniger VA01, mehr Kundenkontext

Auch im Vertrieb verbringen Mitarbeiter viel Zeit mit Datensuche und Prozessnavigation.

Statt einzelne Transaktionen aufzurufen, könnten Vertriebsmitarbeiter künftig Fragen stellen wie:

„Welche Kundenaufträge sind durch aktuelle Lieferengpässe gefährdet?"

Ein AI Agent kombiniert Informationen aus verschiedenen Quellen und liefert nicht nur Daten, sondern konkrete Handlungsempfehlungen.

Finance: Von Dateneingabe zu Entscheidungsunterstützung

Finanzprozesse enthalten zahlreiche wiederkehrende Aufgaben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Rechnungsprüfung
  • Zahlungsfreigaben
  • Budgetüberwachung
  • Analyse von Abweichungen

AI Agents können diese Informationen künftig automatisch zusammenführen, Auffälligkeiten identifizieren und Handlungsempfehlungen vorbereiten.

Dadurch verschiebt sich der Fokus von manueller Datenerfassung hin zu Analyse und Entscheidungsfindung.

Supply Chain: Komplexität beherrschbar machen

Kaum ein Bereich profitiert stärker von Kontextverständnis als die Supply Chain.

Planer müssen heute zahlreiche Faktoren berücksichtigen:

  • Nachfrage
  • Bestände
  • Lieferzeiten
  • Produktionskapazitäten
  • Risiken

Mit Lösungen wie SAP IBP entstehen bereits heute datengetriebene Planungsprozesse.

AI Agents könnten künftig zusätzlich Risiken identifizieren, Szenarien simulieren und konkrete Maßnahmen empfehlen.

HR: Von administrativen Aufgaben zu Mitarbeitererlebnissen

Auch HR-Prozesse verändern sich.

Anstatt Formulare, Genehmigungen und Informationen manuell zu suchen, könnten Mitarbeiter und Führungskräfte ihre Anliegen direkt formulieren.

In Verbindung mit SAP SuccessFactors könnten AI Agents beispielsweise:

  • Urlaubsanfragen unterstützen
  • Weiterbildungsempfehlungen geben
  • HR-Richtlinien erklären
  • Mitarbeiterinformationen bereitstellen

Dadurch reduziert sich der Aufwand für Routineanfragen erheblich.

Was diese Prozesse gemeinsam haben

Die ersten erfolgreichen Einsatzbereiche für AI Agents werden wahrscheinlich nicht dort entstehen, wo Prozesse besonders komplex sind.

Sie werden dort entstehen, wo Anwender heute viel Zeit damit verbringen,

  • Informationen zu suchen,
  • zwischen Anwendungen zu wechseln,
  • Daten zusammenzuführen und
  • Entscheidungen vorzubereiten.

Genau hier entfalten AI Agents ihren größten Nutzen.

Nicht indem sie Fachwissen ersetzen.

Sondern indem sie die Komplexität von ERP-Systemen für den Anwender reduzieren.

Die eigentliche Veränderung

Wenn diese Entwicklung eintritt, wird sich die Rolle der SAP-Transaktion grundlegend verändern.

Die Transaktion bleibt weiterhin Teil des Prozesses.

Sie verliert jedoch zunehmend ihre Rolle als primärer Einstiegspunkt für den Anwender.

Stattdessen rückt das Geschäftsziel in den Mittelpunkt.

Und genau das könnte die größte Veränderung der SAP-Nutzung seit Jahrzehnten sein.

Erfahren Sie, welche SAP-Prozesse in Ihrem Unternehmen das größte Potenzial für AI Agents bieten.
Mit einem SAP-Experten sprechen

Warum SAP-Transaktionen nicht vollständig verschwinden werden

Nach all den Diskussionen über AI Agents, SAP Joule und natürliche Sprache könnte leicht der Eindruck entstehen, dass SAP-Transaktionen bald überflüssig werden.

Genau das wird jedoch wahrscheinlich nicht passieren.

Zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Denn die Stärke von SAP-Systemen basiert nicht ausschließlich auf ihrer Benutzeroberfläche.

Sie basiert auf klar definierten Prozessen, nachvollziehbaren Entscheidungen und kontrollierten Geschäftsabläufen.

Und genau diese Anforderungen bleiben auch in einer AI-gestützten Welt bestehen.

Komplexe Prozesse benötigen weiterhin Transparenz

Viele Geschäftsprozesse sind deutlich komplexer als eine einfache Anfrage in natürlicher Sprache.

Gerade in Bereichen wie:

  • Finance
  • Compliance
  • Qualitätsmanagement
  • Produktion
  • Regulierte Industrien

müssen Anwender genau nachvollziehen können,

  • welche Daten verwendet wurden,
  • welche Entscheidungen getroffen wurden,
  • welche Genehmigungen erfolgt sind und
  • welche Prozessschritte ausgeführt wurden.

Je höher die regulatorischen Anforderungen, desto wichtiger bleibt die Transparenz der zugrunde liegenden Prozesse.

Power User werden nicht verschwinden

SAP-Systeme werden weltweit von Millionen Anwendern genutzt.

Ein erheblicher Teil davon sind sogenannte Power User.

Diese Mitarbeiter arbeiten täglich mit komplexen Geschäftsprozessen und verfügen über tiefes Prozesswissen.

Für viele dieser Anwender bleiben spezialisierte Anwendungen, Fiori-Apps oder sogar klassische SAP-Transaktionen auch künftig die effizienteste Arbeitsweise.

Ein Einkaufsleiter, Produktionsplaner oder Finanzexperte wird nicht jede Aufgabe über eine Konversation mit einem AI Agent erledigen wollen.

Oft ist der direkte Zugriff auf Prozessdaten weiterhin schneller und präziser.

Governance erfordert Kontrollmöglichkeiten

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft Governance und Compliance.

Unternehmen müssen nachvollziehen können:

  • wer eine Entscheidung getroffen hat,
  • welche Daten verwendet wurden,
  • welche Regeln angewendet wurden und
  • welche Änderungen vorgenommen wurden.

Diese Anforderungen verschwinden nicht, nur weil AI Agents stärker in Geschäftsprozesse eingebunden werden.

Im Gegenteil:

Je autonomer Systeme agieren, desto wichtiger werden Nachvollziehbarkeit und Kontrolle.

Auch die beste AI benötigt strukturierte Prozesse

AI Agents können Prozesse unterstützen.

Sie können Informationen analysieren.

Sie können Empfehlungen aussprechen.

Doch die eigentliche Ausführung basiert weiterhin auf strukturierten Geschäftsprozessen innerhalb von SAP S/4HANA und anderen Unternehmensanwendungen.

Ohne definierte Prozesse, Datenmodelle und Berechtigungskonzepte kann auch die leistungsfähigste AI keinen nachhaltigen Mehrwert schaffen.

Wahrscheinlicher ist ein hybrides Modell

Die Zukunft wird daher vermutlich weder vollständig transaktionsbasiert noch vollständig konversationsbasiert sein.

Stattdessen entsteht ein hybrides Modell.

Einfache und häufig wiederkehrende Aufgaben werden zunehmend über AI Agents und natürliche Sprache gesteuert.

Komplexe Prozesse, Sonderfälle und detaillierte Analysen werden weiterhin über spezialisierte Anwendungen und Fachoberflächen erfolgen.

Die Rolle der Transaktion verändert sich

Die entscheidende Veränderung besteht deshalb nicht darin, dass SAP-Transaktionen verschwinden.

Ihre Rolle verändert sich.

Heute sind sie häufig der Ausgangspunkt eines Prozesses.

Künftig könnten sie stärker in den Hintergrund treten und zu einem technischen Baustein werden, der von AI Agents im Hintergrund genutzt wird.

Für den Anwender wird die Transaktion damit weniger sichtbar.

Für das Unternehmen bleibt sie jedoch ein wichtiger Bestandteil der Prozessarchitektur.

Das wahrscheinlichste Szenario

Die Zukunft von SAP wird nicht transaktionslos sein.

Sie wird jedoch deutlich weniger transaktionszentriert sein.

Und genau darin liegt vermutlich die größte Veränderung der SAP-Benutzeroberfläche seit der Einführung von SAP Fiori.

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Oberfläche

Viele Diskussionen über AI Agents konzentrieren sich auf die Benutzeroberfläche.

Werden Anwender künftig noch Transaktionen nutzen?

Wird natürliche Sprache klassische SAP-Masken ersetzen?

Welche Rolle wird SAP Joule spielen?

Diese Fragen sind wichtig.

Sie betreffen jedoch nicht die größte Herausforderung.

Die eigentliche Transformation beginnt dort, wo AI Agents Entscheidungen vorbereiten oder Prozesse eigenständig anstoßen.

Denn in diesem Moment verändert sich nicht nur die Benutzeroberfläche.

Es verändern sich Verantwortlichkeiten.

Wer trifft die Entscheidung?

In einem klassischen SAP-Prozess ist die Situation eindeutig.

Ein Mitarbeiter startet eine Transaktion.

Er prüft die Daten.

Er führt die Aktion aus.

Die Verantwortung ist klar zugeordnet.

Mit AI Agents entsteht eine neue Situation.

Angenommen ein Mitarbeiter formuliert lediglich die Anfrage:

„Bestelle das benötigte Material für den Produktionsauftrag.“

Der AI Agent analysiert:

  • Bedarfe
  • Lieferanten
  • Preise
  • Lieferzeiten
  • Bestandsdaten

Anschließend erstellt er einen Vorschlag oder stößt den Prozess an.

Doch wer trägt in diesem Fall die Verantwortung?

Der Mitarbeiter?

Der Fachbereich?

Die IT?

Oder das System selbst?

Genau hier beginnen die eigentlichen Governance-Fragen.

Human-in-the-Loop wird zum Standard

Deshalb werden viele Unternehmen auf sogenannte Human-in-the-Loop-Modelle setzen.

Der AI Agent übernimmt:

  • Recherche
  • Analyse
  • Priorisierung
  • Vorbereitung

Der Mensch übernimmt:

  • Bewertung
  • Freigabe
  • Kontrolle
  • Verantwortung

Dieses Modell ermöglicht Produktivitätsgewinne, ohne die notwendige Kontrolle über geschäftskritische Prozesse zu verlieren.

Vertrauen wird wichtiger als Technologie

Viele Unternehmen beschäftigen sich derzeit intensiv mit neuen AI-Funktionen.

Langfristig wird jedoch eine andere Frage entscheidend sein:

Vertrauen Mitarbeiter den Ergebnissen eines AI Agents?

Denn selbst die beste Technologie wird keinen Mehrwert schaffen, wenn Nutzer Empfehlungen regelmäßig ignorieren oder zusätzliche Kontrollschritte einführen.

Vertrauen entsteht durch:

  • Transparenz
  • Nachvollziehbarkeit
  • Datenqualität
  • Governance
  • klare Verantwortlichkeiten

Warum Governance zum Wettbewerbsvorteil wird

Die Einführung von AI Agents ist deshalb weit mehr als ein Technologieprojekt.

Unternehmen müssen definieren:

  • welche Entscheidungen AI Agents vorbereiten dürfen
  • welche Aktionen sie eigenständig ausführen dürfen
  • welche Genehmigungen erforderlich sind
  • welche Daten genutzt werden dürfen

Je früher diese Regeln definiert werden, desto einfacher lassen sich neue AI-Funktionen später skalieren.

Die Zukunft gehört nicht den intelligentesten Agents

Viele Unternehmen konzentrieren sich derzeit auf die Leistungsfähigkeit neuer Modelle.

Die erfolgreichsten Organisationen werden jedoch wahrscheinlich nicht diejenigen sein, die die intelligentesten AI Agents einsetzen.

Sie werden diejenigen sein, die die besten Governance-Strukturen geschaffen haben.

Denn am Ende entscheidet nicht die Benutzeroberfläche darüber, ob Agentic AI erfolgreich wird.

Entscheidend ist, ob Unternehmen Kontrolle, Transparenz und Vertrauen sicherstellen können.

Und genau deshalb liegt die größte Veränderung nicht in der Transaktion selbst.

Sie liegt in der Art und Weise, wie Entscheidungen künftig vorbereitet, freigegeben und verantwortet werden.

Was Unternehmen heute vorbereiten sollten

Auch wenn die Vision einer stärker AI-gestützten SAP-Nutzung für viele Unternehmen noch nach Zukunftsmusik klingt, sollten die notwendigen Vorbereitungen bereits heute beginnen.

Denn die Einführung von AI Agents scheitert selten an der Benutzeroberfläche.

Sie scheitert häufig an Datenqualität, Prozesskomplexität, fehlender Governance oder einer Architektur, die nicht für neue Technologien ausgelegt ist.

Moderne ERP-Plattformen werden zur Grundlage

AI Agents benötigen Kontext.

Sie müssen verstehen,

  • welche Prozesse existieren,
  • welche Daten relevant sind,
  • welche Regeln gelten und
  • welche Abhängigkeiten berücksichtigt werden müssen.

Deshalb gewinnen moderne ERP-Plattformen wie SAP S/4HANA zunehmend an Bedeutung.

Sie schaffen eine konsistente Datenbasis und reduzieren die Komplexität historisch gewachsener Systemlandschaften.

Datenqualität wird zum Erfolgsfaktor

Die Qualität eines AI Agents hängt unmittelbar von der Qualität der verfügbaren Informationen ab.

Unvollständige Stammdaten, doppelte Datensätze oder inkonsistente Geschäftsregeln führen nicht nur zu schlechteren Ergebnissen.

Sie können auch falsche Entscheidungen begünstigen.

Deshalb wird Data Governance in einer AI-getriebenen ERP-Welt wichtiger denn je.

Clean Core wird zur Voraussetzung für Innovation

Viele Unternehmen betrachten Clean Core primär als technisches Architekturprinzip.

Im Zeitalter von AI Agents gewinnt das Thema jedoch eine zusätzliche strategische Bedeutung.

Eine konsequente Clean-Core-Strategie erleichtert:

  • die Einführung neuer SAP-Innovationen
  • die Nutzung von SAP Business AI
  • die Integration neuer Funktionen
  • die Skalierung von AI-Anwendungsfällen

Je stärker Unternehmen auf Standards setzen, desto einfacher können AI Agents Prozesse verstehen und unterstützen.

SAP BTP verbindet Prozesse, Daten und AI

In den meisten Unternehmen befinden sich relevante Informationen nicht ausschließlich im ERP-System.

Geschäftsprozesse verteilen sich über zahlreiche SAP- und Non-SAP-Anwendungen.

Die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) spielt deshalb eine zentrale Rolle.

Sie schafft die Grundlage für:

  • Integration
  • Erweiterungen
  • Automatisierung
  • Datenmanagement
  • AI-Anwendungen

Ohne eine leistungsfähige Integrationsschicht wird es schwierig, AI Agents den notwendigen Geschäftskontext bereitzustellen.

Governance sollte vor dem ersten Agent stehen

Viele Unternehmen diskutieren bereits konkrete Einsatzmöglichkeiten für AI Agents.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Frage:

Welche Regeln sollen für diese Agents gelten?

Unternehmen sollten frühzeitig definieren:

  • welche Entscheidungen automatisiert werden dürfen
  • welche Freigaben erforderlich sind
  • welche Daten genutzt werden dürfen
  • welche Verantwortlichkeiten gelten

Je früher Governance-Strukturen etabliert werden, desto einfacher lassen sich zukünftige AI-Initiativen kontrolliert skalieren.

Die eigentliche Vorbereitung beginnt heute

Die meisten Unternehmen müssen nicht sofort AI Agents produktiv einsetzen.

Sie sollten jedoch bereits heute die Grundlagen schaffen.

Organisationen, die jetzt in moderne Architektur, Datenqualität, Governance und Standardisierung investieren, werden deutlich schneller von den kommenden Innovationen profitieren.

Die wichtigste Erkenntnis

Die Frage lautet nicht, ob AI Agents die Interaktion mit SAP-Systemen verändern werden.

Viele der notwendigen Technologien sind bereits verfügbar.

Die entscheidende Frage lautet:

Ist Ihre SAP-Landschaft bereit für diese Veränderung?

Denn die Unternehmen, die morgen am stärksten von AI Agents profitieren, bereiten ihre Grundlagen bereits heute vor.

Prüfen Sie, ob Ihre SAP-Landschaft bereit für AI Agents, SAP Joule und die nächste Generation der SAP-Interaktion ist.
SAP AI Readiness Assessment anfragen

Die Zukunft der SAP-Benutzeroberfläche

Wie wird die Interaktion mit SAP-Systemen in fünf oder zehn Jahren aussehen?

Natürlich kann niemand diese Entwicklung mit Sicherheit vorhersagen.

Die aktuellen Trends rund um SAP Joule, AI Agents und SAP Business AI deuten jedoch auf eine klare Richtung hin.

Weniger Navigation, mehr Interaktion

Über viele Jahre bestand die Arbeit mit SAP-Systemen vor allem aus Navigation.

Anwender mussten wissen,

  • welche Transaktion benötigt wird,
  • welche Anwendung geöffnet werden muss,
  • wo relevante Informationen gespeichert sind und
  • welche Prozessschritte erforderlich sind.

Künftig könnte dieser Aufwand deutlich geringer werden.

Anstatt Menüs zu durchsuchen oder Transaktionen aufzurufen, beschreiben Anwender ihr Ziel direkt in natürlicher Sprache.

Das System übernimmt die Navigation im Hintergrund.

Die Benutzeroberfläche wird unsichtbarer

Interessanterweise könnte die wichtigste Veränderung darin bestehen, dass die Benutzeroberfläche selbst an Bedeutung verliert.

Nicht weil Anwendungen verschwinden.

Sondern weil Anwender immer seltener darüber nachdenken müssen, welche Anwendung sie überhaupt benötigen.

Der Fokus verschiebt sich von der Oberfläche zum Ergebnis.

Von Apps zu Geschäftszielen

Die heutige SAP-Welt ist stark an Anwendungen orientiert.

Anwender öffnen:

  • Fiori Apps
  • Dashboards
  • Reports
  • Transaktionen

Die zukünftige SAP-Welt könnte stärker an Geschäftszielen orientiert sein.

Beispielsweise:

„Zeige mir alle Risiken für die Produktion der nächsten zwei Wochen.“

Oder:

„Welche Kundenaufträge sind aktuell gefährdet und welche Maßnahmen empfiehlst du?"

Der Anwender formuliert eine Absicht.

Das System koordiniert die notwendigen Prozesse im Hintergrund.

SAP wird stärker konversationsbasiert

Mit SAP Joule entsteht erstmals eine zentrale Interaktionsschicht über verschiedene Anwendungen hinweg.

Dadurch könnte sich ERP langfristig von einer Sammlung einzelner Anwendungen zu einer stärker konversationsbasierten Plattform entwickeln.

Anwender interagieren dann nicht mehr primär mit Transaktionen oder Apps.

Sie interagieren mit dem Geschäftskontext.

Die Zukunft bleibt hybrid

Trotz aller Fortschritte wird die Zukunft wahrscheinlich nicht ausschließlich aus Konversationen mit AI Agents bestehen.

Viele Fachanwender werden weiterhin spezialisierte Oberflächen benötigen.

Planer, Einkäufer, Controller oder Produktionsverantwortliche arbeiten häufig mit komplexen Informationen, die sich nicht vollständig über Sprache steuern lassen.

Deshalb spricht vieles für ein hybrides Modell:

  • AI Agents übernehmen Navigation und Routineaufgaben
  • Fachanwendungen unterstützen komplexe Analysen
  • Menschen treffen die finalen Entscheidungen

Die größte Veränderung seit SAP Fiori

Rückblickend war SAP Fiori ein wichtiger Schritt hin zu einer moderneren und benutzerfreundlicheren Interaktion.

AI Agents könnten jedoch einen noch größeren Wandel auslösen.

Nicht weil sie bestehende Anwendungen ersetzen.

Sondern weil sie verändern, wie Anwender diese Anwendungen finden, nutzen und miteinander kombinieren.

Die eigentliche Zukunft von ERP

Die spannendste Entwicklung besteht möglicherweise nicht darin, dass Menschen künftig mit AI sprechen.

Die spannendste Entwicklung besteht darin, dass Menschen sich immer weniger mit der Komplexität von ERP-Systemen beschäftigen müssen.

Wenn Anwender ihre Ziele formulieren können und das System den optimalen Weg selbst ermittelt, verändert sich die Rolle der Benutzeroberfläche grundlegend.

Und genau darin könnte die Zukunft von SAP liegen.

Die Zukunft der SAP-Benutzeroberfläche

Wie wird die Interaktion mit SAP-Systemen in fünf oder zehn Jahren aussehen?

Natürlich kann niemand diese Entwicklung mit Sicherheit vorhersagen.

Die aktuellen Trends rund um SAP Joule, AI Agents und SAP Business AI deuten jedoch auf eine klare Richtung hin.

Weniger Navigation, mehr Interaktion

Über viele Jahre bestand die Arbeit mit SAP-Systemen vor allem aus Navigation.

Anwender mussten wissen,

  • welche Transaktion benötigt wird,
  • welche Anwendung geöffnet werden muss,
  • wo relevante Informationen gespeichert sind und
  • welche Prozessschritte erforderlich sind.

Künftig könnte dieser Aufwand deutlich geringer werden.

Anstatt Menüs zu durchsuchen oder Transaktionen aufzurufen, beschreiben Anwender ihr Ziel direkt in natürlicher Sprache.

Das System übernimmt die Navigation im Hintergrund.

Die Benutzeroberfläche wird unsichtbarer

Interessanterweise könnte die wichtigste Veränderung darin bestehen, dass die Benutzeroberfläche selbst an Bedeutung verliert.

Nicht weil Anwendungen verschwinden.

Sondern weil Anwender immer seltener darüber nachdenken müssen, welche Anwendung sie überhaupt benötigen.

Der Fokus verschiebt sich von der Oberfläche zum Ergebnis.

Von Apps zu Geschäftszielen

Die heutige SAP-Welt ist stark an Anwendungen orientiert.

Anwender öffnen:

  • Fiori Apps
  • Dashboards
  • Reports
  • Transaktionen

Die zukünftige SAP-Welt könnte stärker an Geschäftszielen orientiert sein.

Beispielsweise:

„Zeige mir alle Risiken für die Produktion der nächsten zwei Wochen.“

Oder:

„Welche Kundenaufträge sind aktuell gefährdet und welche Maßnahmen empfiehlst du?"

Der Anwender formuliert eine Absicht.

Das System koordiniert die notwendigen Prozesse im Hintergrund.

SAP wird stärker konversationsbasiert

Mit SAP Joule entsteht erstmals eine zentrale Interaktionsschicht über verschiedene Anwendungen hinweg.

Dadurch könnte sich ERP langfristig von einer Sammlung einzelner Anwendungen zu einer stärker konversationsbasierten Plattform entwickeln.

Anwender interagieren dann nicht mehr primär mit Transaktionen oder Apps.

Sie interagieren mit dem Geschäftskontext.

Die Zukunft bleibt hybrid

Trotz aller Fortschritte wird die Zukunft wahrscheinlich nicht ausschließlich aus Konversationen mit AI Agents bestehen.

Viele Fachanwender werden weiterhin spezialisierte Oberflächen benötigen.

Planer, Einkäufer, Controller oder Produktionsverantwortliche arbeiten häufig mit komplexen Informationen, die sich nicht vollständig über Sprache steuern lassen.

Deshalb spricht vieles für ein hybrides Modell:

  • AI Agents übernehmen Navigation und Routineaufgaben
  • Fachanwendungen unterstützen komplexe Analysen
  • Menschen treffen die finalen Entscheidungen

Die größte Veränderung seit SAP Fiori

Rückblickend war SAP Fiori ein wichtiger Schritt hin zu einer moderneren und benutzerfreundlicheren Interaktion.

AI Agents könnten jedoch einen noch größeren Wandel auslösen.

Nicht weil sie bestehende Anwendungen ersetzen.

Sondern weil sie verändern, wie Anwender diese Anwendungen finden, nutzen und miteinander kombinieren.

Die eigentliche Zukunft von ERP

Die spannendste Entwicklung besteht möglicherweise nicht darin, dass Menschen künftig mit AI sprechen.

Die spannendste Entwicklung besteht darin, dass Menschen sich immer weniger mit der Komplexität von ERP-Systemen beschäftigen müssen.

Wenn Anwender ihre Ziele formulieren können und das System den optimalen Weg selbst ermittelt, verändert sich die Rolle der Benutzeroberfläche grundlegend.

Und genau darin könnte die Zukunft von SAP liegen.

Bereiten Sie Ihre SAP-Landschaft auf die nächste Generation der SAP-Interaktion vor – von SAP S/4HANA und Clean Core bis hin zu AI Agents und SAP Joule.
SAP AI Potenziale bewerten

Häufig gestellte Fragen zu AI Agents und SAP-Transaktionen

Werden SAP-Transaktionen durch AI Agents ersetzt?

Wahrscheinlich nicht vollständig. AI Agents werden jedoch verändern, wie Anwender auf Prozesse zugreifen. Viele Aufgaben könnten künftig über natürliche Sprache gestartet werden, während die zugrunde liegenden Transaktionen und Geschäftsprozesse weiterhin im Hintergrund ausgeführt werden.


Wird SAP GUI in Zukunft verschwinden?

Kurzfristig ist das unwahrscheinlich. Viele Unternehmen nutzen SAP GUI weiterhin für komplexe Geschäftsprozesse und spezialisierte Anwendungsfälle. Langfristig könnte die Bedeutung klassischer Oberflächen jedoch zugunsten moderner, AI-gestützter Interaktionsmodelle abnehmen.


Welche Rolle spielt SAP Joule bei dieser Entwicklung?

SAP Joule dient als zentraler Einstiegspunkt für die Interaktion mit SAP-Anwendungen. Anwender können Anfragen in natürlicher Sprache formulieren, während Joule und AI Agents die erforderlichen Prozesse, Daten und Systeme im Hintergrund koordinieren.


Müssen Anwender künftig noch SAP-T-Codes kennen?

Für viele Standardaufgaben möglicherweise nicht mehr. Power User, Administratoren und Fachspezialisten werden jedoch weiterhin von einem direkten Zugriff auf Anwendungen, Fiori Apps und Transaktionen profitieren.


Was bedeutet Intent-Based ERP?

Intent-Based ERP beschreibt ein Interaktionsmodell, bei dem Anwender ihr Geschäftsziel formulieren, anstatt selbst durch Prozesse und Anwendungen zu navigieren. Das System ermittelt anschließend den optimalen Weg zur Umsetzung.


Welche SAP-Prozesse werden sich zuerst verändern?

Besonders großes Potenzial besteht in Bereichen mit hohem Recherche-, Analyse- und Koordinationsaufwand. Dazu gehören unter anderem Einkauf, Vertrieb, Supply Chain Management, Finance und HR.


Werden AI Agents eigenständig Entscheidungen treffen?

In vielen Fällen werden AI Agents zunächst Entscheidungen vorbereiten, Empfehlungen aussprechen oder Prozesse koordinieren. Für geschäftskritische Vorgänge werden Unternehmen in der Regel Human-in-the-Loop-Modelle etablieren, bei denen Menschen die finale Freigabe erteilen.


Welche Voraussetzungen benötigt eine SAP-Landschaft für AI Agents?

Zu den wichtigsten Voraussetzungen gehören eine moderne Architektur, hohe Datenqualität, klare Governance-Regeln, standardisierte Prozesse sowie Plattformen wie SAP S/4HANA und SAP BTP, die den notwendigen Geschäftskontext bereitstellen können.


Welche Rolle spielen SAP S/4HANA und Clean Core für AI Agents?

AI Agents profitieren von konsistenten Daten, standardisierten Prozessen und einer modernen ERP-Architektur. Deshalb gewinnen SAP S/4HANA und Clean-Core-Strategien zunehmend an Bedeutung, wenn Unternehmen neue AI-Funktionen skalierbar nutzen möchten.


Werden AI Agents SAP-Berater und Key User ersetzen?

Nein. AI Agents können Fachanwender unterstützen, Informationen schneller bereitstellen und Routineaufgaben reduzieren. Prozesswissen, Governance, Architekturentscheidungen und geschäftliche Verantwortung bleiben jedoch weiterhin Aufgaben von Menschen.


Was ist die größte Veränderung für SAP-Anwender?

Die größte Veränderung besteht wahrscheinlich darin, dass Anwender künftig weniger über Anwendungen, Transaktionen und Prozessschritte nachdenken müssen. Stattdessen beschreiben sie ihr Ziel – während AI Agents die Navigation und Prozesskoordination übernehmen.


Wie sieht die SAP-Benutzeroberfläche in fünf bis zehn Jahren aus?

Wahrscheinlich deutlich konversationsorientierter als heute. Transaktionen, Fiori Apps und spezialisierte Oberflächen werden weiterhin existieren, jedoch zunehmend durch AI Agents und natürliche Sprache ergänzt werden. Die Zukunft wird voraussichtlich hybrid sein – mit einer Kombination aus AI-gestützter Interaktion und klassischen Fachanwendungen.

https://leverx.com/de/newsroom/sap-transaktionen-ai-agents
Verpassen Sie keine wertvollen Einblicke und Trends aus der Technologiewelt
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Body-1