Der SAP S/4HANA Readiness Check zeigt, wie migrationsbereit Ihr System wirklich ist – und welche Risiken Sie vor Projektstart kennen sollten.
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Der SAP S/4HANA Readiness Check zeigt, was Ihr ECC-System vor der Migration wirklich bremst – von Simplification Items über Custom Code bis zur Add-on-Kompatibilität. Für viele Unternehmen ist das spätestens mit Blick auf das Wartungsende von SAP ECC (2027) keine optionale Vorarbeit mehr, sondern die Grundlage für eine belastbare Migrationsentscheidung.
Der Check ist nicht verpflichtend, aber in der Praxis der schnellste Weg, um Risiken, Aufwand und Abhängigkeiten datenbasiert zu quantifizieren. Technisch basiert er auf SAP Readiness Check 2.0 und nutzt u. a. die in SAP Note 2913617 beschriebene Vorgehensweise zur Datensammlung und Auswertung.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- welche Prüfbereiche der SAP S/4HANA Readiness Check konkret abdeckt
- wie Custom Code, Add-ons und Simplification Items bewertet werden
- welche technischen Voraussetzungen vor der Durchführung erfüllt sein müssen
- wie die Ergebnisse interpretiert und in eine realistische Roadmap überführt werden
- worin der Unterschied zwischen einem technischen Readiness Check und einem umfassenden Readiness Assessment liegt
Der Fokus liegt auf praxisrelevanten Informationen für Entscheider, die ihre S/4HANA-Transformation strukturiert, risikoarm und strategisch vorbereitet angehen möchten.
Warum wird Custom Code bei der S/4HANA Migration zum Risiko?
Was bedeutet „Readiness Check“ im SAP-Kontext?
Der Begriff SAP S/4HANA Readiness Check bezeichnet ein von SAP bereitgestelltes Analyseverfahren, mit dem Unternehmen ihre bestehende SAP-ERP-Landschaft systematisch auf die Migration nach SAP S/4HANA vorbereiten. Ziel ist es, Transparenz über technische Voraussetzungen, funktionale Anpassungsbedarfe und potenzielle Risiken zu schaffen.
Im Kern handelt es sich um eine datenbasierte Voranalyse: Relevante Systeminformationen werden aus dem bestehenden ECC- oder SAP-ERP-System extrahiert, in ein SAP-Analyse-Tool geladen und dort strukturiert ausgewertet. Das Ergebnis ist ein interaktives Dashboard, das Handlungsfelder priorisiert und quantifiziert.
Technischer Readiness Check vs. S/4HANA Readiness Assessment
In der Praxis werden die Begriffe häufig synonym verwendet. Dennoch ist zu unterscheiden:
- S/4HANA Readiness Check
Technisches Tool von SAP zur Analyse von Systemdaten. - S/4HANA Readiness Assessment
Erweiterte, methodische Bewertung inklusive Strategie-, Prozess- und Organisationsaspekten.
Während der Readiness Check primär technische Fakten liefert, beantwortet ein umfassendes Readiness Assessment zusätzlich Fragen wie:
- Welche Migrationsstrategie ist sinnvoll?
- Welche Prozesse sollten vorab harmonisiert werden?
- Wie hoch ist der realistische Projektaufwand?
Gerade für größere deutsche Unternehmen mit komplexen Systemlandschaften (z. B. mehrere Buchungskreise, internationale Rollouts, Eigenentwicklungen) reicht eine rein technische Betrachtung meist nicht aus.
Welche Bereiche analysiert der SAP S/4HANA Readiness Check?
Der Standard-Check umfasst typischerweise folgende Kernmodule:
| Analysebereich | Bedeutung für das Unternehmen |
| Simplification Items | Identifikation von Funktionen, die sich in S/4HANA ändern oder entfallen |
| Custom Code Analyse | Bewertung kundeneigener Entwicklungen hinsichtlich Anpassungsbedarf |
| Add-on-Kompatibilität | Prüfung, ob eingesetzte Drittanbieter-Lösungen S/4HANA-fähig sind |
| Datenvolumen & Sizing | Grundlage für Infrastruktur- und Architekturplanung |
| Prozessanalyse | Transparenz über Nutzung und Optimierungspotenziale |
Beispiel:
Ein mittelständischer Maschinenbauer mit stark angepasstem SD- und MM-Bereich erhält im Readiness Check eine hohe Anzahl kritischer Simplification Items. Gleichzeitig zeigt die Custom-Code-Analyse, dass ein erheblicher Teil der Eigenentwicklungen nicht mehr kompatibel ist. Ohne diese Transparenz würde das Projektbudget deutlich unterschätzt.
Typischer Ablauf im SAP-Kontext
Der Prozess folgt in der Regel diesen Schritten:
- Einspielen relevanter SAP Notes im Quellsystem
- Extraktion der Analyse-Daten
- Upload in das SAP-Analyseportal
- Auswertung des interaktiven Dashboards
- Ableitung von Maßnahmen und Migrationsoptionen
Wichtig: Der Readiness Check ist keine Migration – sondern eine Entscheidungsgrundlage. Er ersetzt weder Architekturdesign noch Projektplanung, sondern liefert belastbare Fakten für beide.
Für CIOs und IT-Leiter bedeutet das: Der SAP S/4HANA Readiness Check schafft objektive Transparenz über Ausgangslage und Risiken – und bildet damit die operative Basis für ein fundiertes S/4HANA Readiness Assessment sowie die weitere Transformationsstrategie.
Ziele und Nutzen eines S/4HANA Readiness Assessments
Ein strukturiertes S/4HANA Readiness Assessment verfolgt ein klares Ziel: maximale Transparenz vor Projektstart. Für Unternehmen in Deutschland, die vor der Transformation ihrer SAP-Landschaft stehen, ist es die Grundlage für belastbare Entscheidungen auf IT- und Managementebene. Während der technische S/4HANA Readiness Check Daten liefert, bewertet das Assessment diese Ergebnisse im strategischen Kontext des Unternehmens.
Strategische Ziele für CIO und Geschäftsführung
Auf C-Level steht nicht die technische Detailfrage im Vordergrund, sondern die Steuerbarkeit des Gesamtprojekts. Ein professionelles Readiness Assessment schafft:
- Planungssicherheit hinsichtlich Budget, Ressourcen und Zeitrahmen
- Risikotransparenz (z. B. kritischer Custom Code oder nicht kompatible Add-ons)
- Klarheit zur Migrationsstrategie (Brownfield, Greenfield oder Selective Data Transition) Brownfield vs. Greenfield im Detail
- Entscheidungsgrundlage für Cloud-Optionen (Private vs. Public Cloud)
Beispiel:
Ein international tätiger Automobilzulieferer mit mehreren produktiven ECC-Systemen plant eine Harmonisierung. Das Assessment zeigt, dass eine reine Systemkonvertierung (Brownfield) aufgrund hoher Prozessdivergenzen langfristig zu ineffizienten Strukturen führen würde. Die strategische Empfehlung lautet daher: selektive Transformation mit Prozessstandardisierung.
Operativer Nutzen für IT- und SAP-Teams
Neben der strategischen Ebene liefert ein S/4HANA Readiness Assessment konkrete operative Mehrwerte:
| Ergebnis des Readiness Checks | Strategischer Mehrwert im Assessment |
| Custom Code Findings | Priorisierung und Bereinigung |
| Simplification Items | Anpassungsstrategie ableiten |
| Prozessbewertung | Identifikation nicht genutzter oder redundanter Funktionen |
| Datenanalyse | Vorbereitung auf Datenarchivierung und Bereinigung |
| Integrationsanalyse | Bewertung bestehender Schnittstellenlandschaften |
Gerade in deutschen Mittelstandsunternehmen ist die Anzahl historisch gewachsener Eigenentwicklungen häufig hoch. Ohne strukturierte Bewertung führt dies zu erheblichen Mehraufwänden im Projekt. Das Assessment ermöglicht hier eine frühzeitige Priorisierung: Welche Entwicklungen sind geschäftskritisch? Welche können entfallen?
Wirtschaftlicher Nutzen für CFO und Controlling
Für Finanzverantwortliche ist das zentrale Ziel die Vermeidung ungeplanter Kosten. Ein fundiertes S/4HANA Readiness Assessment unterstützt durch:
- realistischere Aufwandsschätzungen
- transparente Lizenz- und Infrastrukturimplikationen
- fundierte Investitionsentscheidungen
- belastbare Business-Case-Berechnungen
Typisches Szenario:
Ein Handelsunternehmen plant die Migration innerhalb von 18 Monaten. Das Assessment identifiziert hohe Datenvolumina im FI-Bereich, die eine zusätzliche Archivierungsstrategie erforderlich machen. Durch frühzeitige Planung können Infrastrukturkosten optimiert und Projektverzögerungen vermieden werden.
Fazit: Vom Analyseergebnis zur belastbaren Roadmap
Der eigentliche Nutzen eines S/4HANA Readiness Assessments liegt nicht im Reporting, sondern in der Ableitung konkreter Maßnahmen. Es übersetzt technische Analyseergebnisse in eine priorisierte Roadmap und schafft damit die Grundlage für eine kontrollierte, risikoarme Transformation.
Für deutsche Unternehmen mit komplexen SAP-Landschaften ist es daher weniger eine Option – sondern ein notwendiger Bestandteil jeder strukturierten S/4HANA-Strategie.
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Was wird beim S/4HANA Readiness Check geprüft?
Der SAP S/4HANA Readiness Check analysiert Ihr bestehendes ERP-System entlang klar definierter technischer und funktionaler Kriterien. Ziel ist es, den konkreten Anpassungsbedarf vor einer Systemkonvertierung oder Neuimplementierung transparent zu machen. Für deutsche Unternehmen mit gewachsenen Systemlandschaften liefert diese Analyse belastbare Fakten statt Annahmen.
Im Folgenden die zentralen Prüfbereiche eines typischen S/4HANA Readiness Checks:
1. Simplification Items
S/4HANA unterscheidet sich funktional in vielen Bereichen von SAP ECC. Der Readiness Check identifiziert sogenannte Simplification Items – also Funktionen oder Datenmodelle, die:
- entfallen,
- ersetzt oder
- grundlegend verändert wurden.
Beispiel:
Im Finanzbereich (FI) werden klassische Aggregate- und Indextabellen durch das Universal Journal ersetzt. Unternehmen mit umfangreichen Eigenreports müssen prüfen, ob diese weiterhin funktionieren oder angepasst werden müssen.
2. Custom Code Analyse
In vielen deutschen Industrie- und Handelsunternehmen sind über Jahre hinweg tausende kundenspezifische Entwicklungen entstanden. Der SAP S/4HANA Readiness Check bewertet:
- Anzahl und Nutzungshäufigkeit von Eigenentwicklungen
- technische Kompatibilität mit S/4HANA
- notwendige Code-Anpassungen
Typisches Szenario:
Ein Maschinenbauer stellt fest, dass 35 % des Custom Codes seit Jahren nicht produktiv genutzt wird. Das schafft Potenzial zur Bereinigung vor der Migration – und reduziert Projektaufwand signifikant.
3. Add-ons und Business Functions
Der Readiness Check prüft, ob eingesetzte:
- SAP Business Functions
- Industry Solutions
- Drittanbieter-Add-ons
mit S/4HANA kompatibel sind.
Gerade bei spezialisierten Branchenlösungen (z. B. Automotive, Pharma oder Retail) ist diese Analyse entscheidend, da nicht alle Erweiterungen automatisch S/4HANA-fähig sind.
4. Datenvolumen und Sizing
Eine weitere zentrale Komponente ist die Analyse von:
- Datenbankgröße
- Tabellenwachstum
- Archivierungsbedarf
- Hardware-Sizing
Diese Informationen sind essenziell für die Entscheidung zwischen On-Premise-, Private- oder Public-Cloud-Szenarien.
| Analysebereich | Relevanz für Entscheider |
| Datenvolumen | Infrastruktur- und Kostenplanung |
| Archivierungspotenzial | Performance-Optimierung |
| Wachstumstrends | Langfristige Kapazitätsplanung |
5. Integrationen und Schnittstellen
Unternehmen mit komplexen Systemlandschaften (z. B. CRM, MES, BW, externe Logistiksysteme) erhalten Transparenz über:
- bestehende IDoc- und RFC-Verbindungen
- kritische Integrationspunkte
- potenzielle Anpassungsbedarfe
Besonders für international tätige Unternehmen mit mehreren Tochtergesellschaften ist dies ein zentraler Risikofaktor.
6. Fiori- und Innovationspotenzial
Der Readiness Check zeigt außerdem:
- empfohlene SAP Fiori Apps
- Innovationsfunktionen, die im aktuellen System nicht genutzt werden
Damit wird deutlich, wo neben der technischen Migration auch strategische Modernisierungspotenziale bestehen – insbesondere im Hinblick auf eine ganzheitlich geplante S/4HANA-Migration, bei der Prozesse, Architektur und Zielbild frühzeitig definiert werden.
Zusammengefasst liefert der SAP S/4HANA Readiness Check eine faktenbasierte Bestandsaufnahme in sechs Kernbereichen. Für CIOs und IT-Leiter bedeutet das: Sie erhalten eine priorisierte Übersicht über Risiken, Anpassungsaufwand und Modernisierungschancen – und damit die operative Grundlage für eine fundierte Transformationsentscheidung.
Vorbereitung und Durchführung des Readiness Checks
Ein SAP S/4HANA Readiness Check liefert nur dann belastbare Ergebnisse, wenn Vorbereitung und Durchführung strukturiert erfolgen. In der Praxis zeigt sich: Die Qualität der Analyse hängt maßgeblich von der Systemvorbereitung, der Datenbasis und der klaren Zieldefinition ab. Für CIOs und IT-Leiter bedeutet das, den Check nicht als isolierte IT-Aktivität zu behandeln, sondern als gesteuerten Projektbaustein im Rahmen des gesamten S/4HANA Readiness Assessments.
Technische Voraussetzungen vor dem Start
Vor der eigentlichen Analyse müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:
- Einspielen relevanter SAP Notes im Quellsystem
- Sicherstellung eines aktuellen Support Package Stands
- Berechtigungen für Datenextraktion und Analyse
- Klärung, welches System analysiert wird (Produktiv-, QA- oder Kopiesystem)
Typisches Szenario:
Ein deutsches Handelsunternehmen plant die Migration aus einem stark modifizierten ECC-System. Vor dem Readiness Check wird zunächst eine Systemkopie genutzt, um Risiken im Produktivsystem zu vermeiden. Dadurch bleibt der operative Betrieb unbeeinträchtigt.
Ablauf der Durchführung
Der technische Prozess des S/4HANA Readiness Checks folgt klar definierten Schritten:
- Implementierung der Analyse-Notes im Quellsystem
- Start des Datensammlungsprogramms (Data Collection)
- Erzeugung der Analyse-Dateien
- Upload in das SAP-Analyseportal (z. B. SAP for Me / SAP Cloud ALM)
- Auswertung des interaktiven Dashboards
Wichtig: Der Check analysiert reale Systemdaten – keine Annahmen. Daher sollten vorab keine „Bereinigungen“ erfolgen, die ein verzerrtes Bild erzeugen.
Organisatorische Vorbereitung
Neben der technischen Vorbereitung ist die organisatorische Einbettung entscheidend. Empfohlen wird:
- Benennung eines fachlichen und technischen Projektverantwortlichen
- Einbindung von FI/CO-, Logistik- und Entwicklungsverantwortlichen
- Definition der Zielsetzung (z. B. reine Systemkonvertierung oder strategische Neuausrichtung)
Gerade bei mittelständischen Industrieunternehmen zeigt sich häufig, dass Fachbereiche erst durch die Ergebnisse des Readiness Checks erkennen, wie stark Eigenentwicklungen Prozesse beeinflussen.
Typische Herausforderungen in der Praxis
| Herausforderung | Praxisbeispiel | Lösungsansatz |
| Veraltete Systemstände | ECC ohne aktuelle Support Packages | Vorab technisches Upgrade einplanen |
| Unklare Systemlandschaft | Mehrere parallele Mandanten | Klare Scope-Definition vor Analyse |
| Hohe Custom-Code-Dichte | Tausende Eigenentwicklungen | Frühzeitige Priorisierung und Bereinigung |
Best Practices für deutsche Unternehmen
- Analyse nicht ausschließlich technisch interpretieren, sondern geschäftlich bewerten
- Ergebnisse gemeinsam mit Fachbereichen diskutieren
- Readiness Check als Entscheidungsinstrument nutzen – nicht als isoliertes Reporting
In der Praxis dauert die technische Durchführung meist nur wenige Tage. Die eigentliche Wertschöpfung entsteht jedoch in der strukturierten Auswertung und Einordnung der Ergebnisse im Rahmen eines umfassenden S/4HANA Readiness Assessments.
Für Unternehmen in Deutschland, die ihre Migration planbar und risikoarm gestalten möchten, ist die sorgfältige Vorbereitung des Readiness Checks daher ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Interpretation der Ergebnisse und Projektfolgen
Der eigentliche Mehrwert eines SAP S/4HANA Readiness Checks entsteht nicht im Reporting, sondern in der strukturierten Interpretation der Ergebnisse. Das Analyse-Dashboard liefert umfangreiche technische Detailinformationen – entscheidend ist jedoch, diese in konkrete Projektentscheidungen zu übersetzen. Für CIOs, IT-Leiter und CFOs bedeutet das: aus Daten eine belastbare Transformationsstrategie ableiten.
Ergebnisse richtig einordnen
Das Dashboard des S/4HANA Readiness Checks zeigt typischerweise:
- relevante Simplification Items und daraus entstehende Anpassungsbedarfe
- Hinweise zu Umfang und Kritikalität des Custom Codes
- den Kompatibilitätsstatus eingesetzter Add-ons
- Erkenntnisse zu Datenvolumen und Sizing als Grundlage für die Infrastrukturplanung
- Abhängigkeiten in der Integrations- und Schnittstellenlandschaft
Entscheidend ist die Priorisierung: Nicht jede technische Abweichung wirkt sich unmittelbar auf geschäftskritische Prozesse aus.
Beispiel:
Ein produzierendes Unternehmen findet im Readiness Check eine Vielzahl potenzieller Vereinfachungspunkte. In der gemeinsamen Bewertung mit den Fachbereichen zeigt sich, dass nur ein Teil davon tatsächlich die Produktions- und Kernprozesse betrifft. Ohne diese Differenzierung würde der notwendige Anpassungsaufwand zu hoch angesetzt.
Von der Analyse zur Migrationsstrategie
Die Ergebnisse beeinflussen maßgeblich die Wahl des Transformationsansatzes:
| Analyseergebnis | Mögliche Projektfolge |
| Geringer Custom-Code-Anteil | Brownfield-Konvertierung realistisch |
| Hohe Prozessdivergenz zwischen Gesellschaften | Greenfield oder selektive Transformation sinnvoll |
| Kritische Add-ons nicht kompatibel | Ersatzlösungen oder Re-Design notwendig |
| Sehr großes Datenvolumen | Archivierungsstrategie vor Migration |
Ein typisches Szenario in deutschen Unternehmensgruppen: Mehrere Landesgesellschaften arbeiten mit stark angepassten lokalen Prozessen. Das S/4HANA Readiness Assessment zeigt, dass eine reine Systemkonvertierung bestehende Ineffizienzen konservieren würde. Die Konsequenz: Strategische Prozessharmonisierung vor technischer Migration.
Budget-, Ressourcen- und Zeitfolgen
Die Ergebnisse wirken sich direkt auf zentrale Projektparameter aus:
- Budgetplanung: Der Anpassungsaufwand im Custom Code kann einen erheblichen Anteil am gesamten Projektvolumen ausmachen.
- Ressourcenplanung: Interne Entwicklerkapazitäten müssen frühzeitig eingeplant werden.
- Zeitplanung: Kritische Integrationen verlängern Test- und Cutover-Phasen.
Gerade für CFOs ist entscheidend, dass das Readiness Assessment eine realistische Kostenschätzung ermöglicht – und nicht auf groben Benchmarks basiert.
Typische Fehlinterpretationen vermeiden
In der Praxis treten häufig folgende Fehler auf:
- Technische Risiken werden ohne Business-Kontext bewertet
- Anzahl der Findings wird mit Projektrisiko gleichgesetzt
- Langfristige Innovationspotenziale werden nicht berücksichtigt
Beispiel:
Ein Handelsunternehmen fokussiert sich ausschließlich auf die Reduktion technischer Risiken. Gleichzeitig bleibt das Potenzial zur Einführung von SAP Fiori oder Embedded Analytics unberücksichtigt – strategische Mehrwerte werden verschenkt.
Fazit: Entscheidungsgrundlage statt Statusbericht
Der SAP S/4HANA Readiness Check ist kein Selbstzweck. Richtig interpretiert, bildet er die Grundlage für:
- eine priorisierte Maßnahmenliste
- eine belastbare Roadmap
- eine fundierte Entscheidung zur Transformationsstrategie
- eine realistische Budget- und Ressourcenplanung
Für deutsche Unternehmen mit komplexen SAP-Landschaften entscheidet daher nicht die Anzahl der Findings über den Projekterfolg – sondern die Qualität der strategischen Ableitung.
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Häufige Herausforderungen & Risiken im Readiness Check
Ein S/4HANA Readiness Assessment schafft Transparenz – bringt aber auch typische Schwachstellen ans Licht. Gerade in gewachsenen SAP-Landschaften deutscher Unternehmen zeigen sich wiederkehrende Herausforderungen, die frühzeitig adressiert werden sollten. Wer diese Risiken kennt, kann sie systematisch steuern.
1. Unvollständige oder verzerrte Datenbasis
Der SAP S/4HANA Readiness Check analysiert reale Systemdaten. Sind diese nicht aktuell oder technisch inkonsistent, leidet die Aussagekraft der Ergebnisse.
Typische Ursachen:
- Veraltete Support Package Stände
- Nicht eingespielte SAP Notes
- Analyse auf einem nicht repräsentativen Mandanten
- Historische Testentwicklungen im Produktivsystem
Beispiel:
Ein mittelständischer Zulieferer führt den Check zunächst auf einem nicht vollständig synchronisierten Qualitätssystem durch. Die Folge: Das Custom-Code-Volumen wird unterschätzt – was später zu Nachbudgetierungen führt.
Empfehlung:
Vor Durchführung sicherstellen, dass das analysierte System den realen Produktivstand widerspiegelt.
2. Unterschätzte Custom-Code-Komplexität
In vielen deutschen Industrieunternehmen wurden über Jahre hinweg umfangreiche Eigenentwicklungen aufgebaut. Das Readiness Assessment zeigt oft:
- hohe Anzahl nicht dokumentierter Entwicklungen
- fehlende Nutzungstransparenz
- Abhängigkeiten zu veralteten Tabellenstrukturen
| Risiko | Projektfolge |
| Hoher Anpassungsbedarf | Verlängerung der Entwicklungsphase |
| Fehlende Dokumentation | Zusätzlicher Analyseaufwand |
| Geschäftslogik im Code versteckt | Erhöhtes Migrationsrisiko |
Gerade bei familiengeführten Mittelständlern mit langjährigen internen Entwicklern ist Wissen häufig nicht formal dokumentiert. Verlässt ein Schlüsselmitarbeiter das Unternehmen, steigt das Projektrisiko erheblich.
3. Fehlende strategische Einordnung der Ergebnisse
Ein häufiges Risiko besteht darin, den S/4HANA Readiness Check rein technisch zu betrachten. Das führt zu:
- isolierter IT-Analyse ohne Fachbereichsbeteiligung
- Fokussierung auf Fehler statt auf Optimierungspotenziale
- Fehlender Bezug zur Unternehmensstrategie
Beispiel:
Ein Handelsunternehmen identifiziert zahlreiche Simplification Items im MM-Bereich. Ohne Einbindung des Einkaufs wird lediglich technisch angepasst – statt die Gelegenheit zur Prozessstandardisierung zu nutzen.
Best Practice:
Ergebnisse immer gemeinsam mit Fachbereichen bewerten und priorisieren.
4. Unklare Scope-Definition
In Konzernstrukturen mit mehreren Systemen stellt sich häufig die Frage:
- Welches System wird analysiert?
- Werden Tochtergesellschaften separat bewertet?
- Ist ein harmonisiertes Zielsystem geplant?
Fehlt eine klare Scope-Definition, entstehen widersprüchliche Analyseergebnisse und unrealistische Projektannahmen.
5. Unterschätzung von Integrationen und Abhängigkeiten
Viele deutsche Unternehmen verfügen über komplexe Integrationslandschaften – von MES-Systemen in der Produktion bis zu externen Logistikplattformen. Der Readiness Check identifiziert zwar Schnittstellen, bewertet aber nicht automatisch deren geschäftliche Kritikalität.
Risiko:
- Integrationsanpassungen werden erst spät berücksichtigt
- Testaufwand wird unterschätzt
- Cutover-Planung wird komplexer als erwartet
Fazit: Risiken frühzeitig steuern
Ein professionelles S/4HANA Readiness Assessment deckt Risiken auf – entscheidend ist, diese strukturiert zu adressieren. Die größten Gefahren entstehen nicht durch technische Findings, sondern durch:
- fehlende Vorbereitung
- mangelnde strategische Einordnung
- unzureichende Einbindung der Fachbereiche
Wer diese Faktoren berücksichtigt, reduziert Projektrisiken erheblich und schafft die Basis für eine kontrollierte, planbare S/4HANA-Transformation.
Unterschied: Readiness Check vs. Readiness Assessment
Die Begriffe SAP S/4HANA Readiness Check und S/4HANA Readiness Assessment werden im Markt häufig synonym verwendet. Tatsächlich unterscheiden sie sich jedoch deutlich in Tiefe, Zielsetzung und Aussagekraft. Für Entscheider ist diese Differenzierung wesentlich, da sie direkten Einfluss auf Projektumfang, Budget und Risikosteuerung hat.
Der SAP S/4HANA Readiness Check: Technische Systemanalyse
Der Readiness Check ist ein standardisiertes SAP-Tool. Er basiert auf einer automatisierten Analyse realer Systemdaten und liefert strukturierte Ergebnisse zu:
- Simplification Items
- Custom Code
- Add-ons
- Datenvolumen
- Integrationen
Er beantwortet primär die Frage:
„Was muss technisch angepasst werden, um eine Migration auf S/4HANA zu ermöglichen?“
Typischer Einsatz:
Ein mittelständisches Produktionsunternehmen möchte prüfen, ob eine Brownfield-Systemkonvertierung realistisch ist. Der SAP S/4HANA Readiness Check zeigt eine überschaubare Anzahl kritischer Anpassungen – die technische Migration erscheint machbar.
Der Check liefert also Fakten – aber keine strategische Bewertung.
Das S/4HANA Readiness Assessment: Ganzheitliche Entscheidungsgrundlage
Ein S/4HANA Readiness Assessment geht deutlich weiter. Es integriert die technischen Analyseergebnisse in einen geschäftlichen und strategischen Kontext. Zusätzlich werden bewertet:
- Prozessreife und Harmonisierungspotenzial
- Organisationsstruktur und Governance
- Zielarchitektur (On-Premise, Private Cloud, Public Cloud)
- Transformationsstrategie
- Business Case und Investitionsplanung
Es beantwortet die Frage:
„Wie sollte die Transformation strategisch gestaltet werden?“
Beispiel:
Ein international tätiger Handelskonzern erhält im Readiness Check moderate technische Findings. Das Assessment zeigt jedoch starke Prozessunterschiede zwischen Landesgesellschaften. Ergebnis: Statt reiner Konvertierung wird eine selektive Transformation mit Prozessstandardisierung empfohlen.
Gegenüberstellung der Unterschiede
| Kriterium | Readiness Check | Readiness Assessment |
| Fokus | Technische Analyse | Strategische Gesamtbewertung |
| Methodik | Automatisiertes SAP-Tool | Kombination aus Tool + Expertenanalyse |
| Ergebnis | Technisches Dashboard | Roadmap, Migrationsstrategie, Budgetrahmen |
| Zielgruppe | IT-Abteilung | CIO, CFO, Geschäftsführung |
Wann reicht welcher Ansatz?
In der Praxis hängt die Wahl vom Unternehmenskontext ab:
- Klar strukturierte, wenig angepasste Systeme:
Der SAP S/4HANA Readiness Check kann als Entscheidungsgrundlage ausreichend sein. - Komplexe Konzernstrukturen, hohe Eigenentwicklungsquote, strategische Neuausrichtung geplant:
Ein umfassendes S/4HANA Readiness Assessment ist empfehlenswert.
Gerade in deutschen Industrieunternehmen mit langjährig gewachsenen Systemlandschaften zeigt sich: Die technische Analyse allein unterschätzt oft organisatorische und prozessuale Herausforderungen.
Fazit: Tool vs. Entscheidungsprozess
Der SAP S/4HANA Readiness Check ist ein wichtiges Instrument – aber kein vollständiger Transformationsplan. Erst das S/4HANA Readiness Assessment übersetzt technische Ergebnisse in eine belastbare, strategische Entscheidungsgrundlage.
Für CIOs und CFOs bedeutet das: Wer nur das Tool nutzt, erhält Daten. Wer ein Assessment durchführt, erhält eine umsetzbare Transformationsstrategie.
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Warum ein unabhängiges Readiness Assessment sinnvoll ist
Der SAP S/4HANA Readiness Check liefert technische Fakten. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wer interpretiert diese Ergebnisse – und mit welchem Ziel? Ein unabhängiges S/4HANA Readiness Assessment stellt sicher, dass Analyseergebnisse objektiv bewertet und nicht ausschließlich aus Implementierungs- oder Tool-Perspektive eingeordnet werden.
Gerade bei Transformationsprojekten mit mehrjähriger Laufzeit und signifikanten Investitionen ist Neutralität ein zentraler Erfolgsfaktor.
Objektive Bewertung statt Projektbias
Ohne unabhängige Perspektive besteht das Risiko, dass:
- technische Findings dramatisiert oder relativiert werden
- bestimmte Migrationsstrategien bevorzugt werden
- Optimierungspotenziale nicht ausreichend berücksichtigt werden
Ein unabhängiges Assessment prüft hingegen:
- Welche Findings sind geschäftskritisch?
- Welche Anpassungen sind regulatorisch notwendig (z. B. im Finanzbereich)?
- Wo bestehen echte Innovationspotenziale?
Beispiel:
Ein deutsches Handelsunternehmen plant eine schnelle Brownfield-Konvertierung. Der SAP S/4HANA Readiness Check zeigt moderate Risiken. Ein unabhängiges Assessment identifiziert jedoch strukturelle Prozessineffizienzen im Einkauf, die bei einer reinen Konvertierung fortgeschrieben würden. Die Empfehlung lautet daher: gezielte Prozessharmonisierung vor der Migration.
Bessere Entscheidungsgrundlage für CIO und CFO
Ein unabhängiges Readiness Assessment unterstützt die Geschäftsleitung durch:
- realistische Budgeteinschätzungen
- transparente Risikoanalyse
- belastbare Business-Case-Argumentation
- klare Priorisierung von Maßnahmen
| Entscheidungsfrage | Mehrwert durch unabhängige Bewertung |
| Reicht eine Systemkonvertierung aus? | Objektive Bewertung der Prozessreife |
| Wie hoch ist der Anpassungsaufwand? | Plausibilisierung technischer Findings |
| Welche Cloud-Option ist sinnvoll? | Strategische Einordnung statt Tool-Fokus |
Für CFOs ist besonders relevant, dass Investitionsentscheidungen nicht allein auf technischen Dashboards basieren, sondern auf einer ganzheitlichen Bewertung von Kosten, Nutzen und Risiken.
Reduktion langfristiger Projektrisiken
Viele S/4HANA-Projekte in Deutschland scheitern nicht an der Technik, sondern an:
- unklaren Zielbildern
- unterschätzter organisatorischer Komplexität
- fehlender Governance-Struktur
Ein unabhängiges S/4HANA Readiness Assessment adressiert genau diese Punkte. Es betrachtet neben Systemdaten auch:
- Organisationsstruktur
- Verantwortlichkeiten
- Prozessstandardisierung
- Change-Management-Bedarf
Typisches Szenario:
Ein produzierendes Unternehmen mit mehreren Standorten plant eine zentrale S/4HANA-Einführung. Das Assessment zeigt, dass unterschiedliche Prozessdefinitionen zwischen Werken zu erheblichen Harmonisierungskosten führen würden. Frühzeitige Klärung verhindert spätere Eskalationen im Projekt.
Fazit: Investition in Planungssicherheit
Ein unabhängiges Readiness Assessment bedeutet nicht zusätzlichen Aufwand, sondern zusätzliche Sicherheit. Es ergänzt den SAP S/4HANA Readiness Check um strategische Tiefe und schafft eine objektive Grundlage für:
- Transformationsstrategie
- Budgetplanung
- Ressourcensteuerung
-
Governance-StrukturFür deutsche Unternehmen mit komplexen SAP-Landschaften ist diese Unabhängigkeit oft der Unterschied zwischen einer reinen Systemumstellung und einer nachhaltig erfolgreichen Transformation.
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Warum LeverX für Ihren Readiness Check & Ihre Migration
Ein SAP S/4HANA Readiness Check liefert technische Transparenz. Entscheidend für den Projekterfolg ist jedoch, wie diese Erkenntnisse methodisch bewertet und in eine umsetzbare Transformationsstrategie überführt werden. LeverX verbindet technische Analysekompetenz mit strategischer Beratung – praxisorientiert, strukturiert und mit Fokus auf nachhaltige Ergebnisse.
Methodischer Ansatz: Vom Readiness Check zur Roadmap
LeverX versteht den S/4HANA Readiness Assessment-Prozess nicht als isolierte Tool-Auswertung, sondern als integralen Bestandteil einer klar definierten Transformationsarchitektur.
Der strukturierte Ansatz umfasst:
- Technische Analyse (Readiness Check, Custom-Code-Review, Add-on-Prüfung)
- Prozessbewertung (Harmonisierungspotenziale, Effizienzgewinne)
- Architektur- und Zielbilddefinition
- Migrationsstrategie & Roadmap-Erstellung
- Governance- und Risikoplanung
Für deutsche Unternehmen mit komplexen SAP-Landschaften bedeutet das: technische Findings werden nicht nur dokumentiert, sondern priorisiert, wirtschaftlich bewertet und in konkrete Maßnahmen übersetzt.
Erfahrung mit komplexen SAP-Landschaften
Viele Organisationen in Deutschland verfügen über:
- historisch gewachsene Systemlandschaften
- umfangreichen Custom Code
- mehrere Landesgesellschaften oder Werke
- branchenspezifische Add-ons
LeverX bringt Erfahrung aus internationalen S/4HANA-Programmen mit – von mittelständischen Fertigungsunternehmen bis zu global agierenden Konzernen.
Typisches Szenario:
Ein Maschinenbauunternehmen mit mehreren europäischen Standorten plant eine konzernweite Migration. Der SAP S/4HANA Readiness Check identifiziert hohe Anpassungsbedarfe im SD- und FI-Bereich. LeverX entwickelt darauf basierend eine selektive Transformationsstrategie, kombiniert Prozessharmonisierung mit technischer Konvertierung und reduziert dadurch langfristige Betriebskosten.
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Technologische Tiefe und SAP-Expertise
Als SAP-fokussierter Systemintegrator verfügt LeverX über:
- tiefgehende Expertise in Custom-Code-Transformation
- Erfahrung mit SAP Cloud ALM und SAP for Me
- branchenspezifisches Know-how (Industrie, Automotive, Handel, Pharma)
- fundierte Kenntnisse in Datenarchivierung und Sizing-Strategien
| Kompetenzbereich | Mehrwert für Ihr Projekt |
| Custom Code Transformation | Reduzierung technischer Schulden |
| Prozessharmonisierung | Effizienzsteigerung vor Migration |
| Integrationsmanagement | Minimierung von Cutover-Risiken |
| Cloud-Architektur | Zukunftssichere Zielplattform |
Fokus auf Entscheidungs- und Planungssicherheit
Für CIOs und CFOs stehen Planungssicherheit und Risikominimierung im Vordergrund. LeverX unterstützt dabei durch:
- transparente Aufwandsschätzungen
- realistische Budgetplanung
- strukturierte Risikoanalyse
- belastbare Projekt-Roadmaps
Ein S/4HANA Readiness Assessment mit LeverX bedeutet daher nicht nur eine Analyse des Ist-Zustands, sondern eine klare Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte.
Fazit
Der SAP S/4HANA Readiness Check ist der Ausgangspunkt – die strategische Umsetzung entscheidet über den Erfolg. LeverX kombiniert technische Expertise mit methodischer Beratung und unterstützt Unternehmen in Deutschland dabei, ihre S/4HANA-Transformation planbar, strukturiert und nachhaltig umzusetzen.
Checkliste: Ihr S/4HANA Readiness Assessment in 10 Schritten
Ein strukturiertes S/4HANA Readiness Assessment folgt keinem Zufallsprinzip. Die nachfolgende Checkliste bietet eine praxisbewährte Orientierung für deutsche Unternehmen, die ihre Transformation methodisch vorbereiten möchten. Sie kombiniert die technische Durchführung des SAP S/4HANA Readiness Checks mit strategischer Bewertung.
Phase 1: Vorbereitung und Scope-Definition
1. Zielbild definieren
Klären Sie, ob eine reine Systemkonvertierung, eine selektive Transformation oder ein Greenfield-Ansatz angestrebt wird.
2. Projektteam und Governance-Struktur festlegen
Benennen Sie IT-, Fachbereichs- und Finanzverantwortliche. Gerade in mittelständischen Unternehmen ist eine klare Rollenverteilung entscheidend.
3. Systemlandschaft und Analyseumfang definieren
Welche Mandanten oder Systeme werden betrachtet? In Konzernstrukturen sollten Landesgesellschaften klar abgegrenzt werden.
Phase 2: Technische Durchführung des Readiness Checks
4. Technische Voraussetzungen schaffen
- Relevante SAP Notes einspielen
- Systemstand prüfen
- Berechtigungen klären
5. Datenerhebung durchführen
Start der Analyseprogramme im Quellsystem und Generierung der Datendateien.
6. Upload und erste Auswertung im Analyse-Dashboard
Überprüfung von Simplification Items, Custom Code und Add-ons.
Typisches Szenario:
Ein Handelsunternehmen stellt bereits in dieser Phase fest, dass mehrere Drittanbieter-Add-ons nicht kompatibel sind – eine frühzeitige Klärung vermeidet spätere Projektverzögerungen.
Phase 3: Fachliche und strategische Bewertung
7. Technische Findings priorisieren
Nicht jede Abweichung ist geschäftskritisch. Gemeinsam mit den Fachbereichen bewerten.
| Bewertungsfrage | Beispiel |
| Ist der Prozess geschäftskritisch? | FI-Abschlussprozesse |
| Gibt es regulatorische Anforderungen? | GoBD-relevante Datenhaltung |
| Besteht Optimierungspotenzial? | Reduktion nicht genutzter Reports |
8. Migrationsstrategie ableiten
Basierend auf Custom-Code-Volumen, Prozessreife und Integrationslandschaft die geeignete Transformationsstrategie definieren.
Phase 4: Planung und Roadmap
9. Budget-, Ressourcen- und Zeitplanung erstellen
- Anpassungsaufwand quantifizieren
- Interne Entwicklerkapazitäten berücksichtigen
- Test- und Cutover-Phasen realistisch einplanen
Gerade bei produzierenden Unternehmen mit saisonalen Produktionsspitzen muss der Migrationszeitpunkt sorgfältig abgestimmt werden.
10. Roadmap verabschieden und Governance etablieren
Definieren Sie Meilensteine, Entscheidungspunkte und Eskalationsmechanismen.
Fazit: Struktur schafft Planungssicherheit
Ein S/4HANA Readiness Assessment ist mehr als eine technische Analyse. Wer diese 10 Schritte systematisch durchläuft, schafft:
- Transparenz über Risiken
- belastbare Entscheidungsgrundlagen
- realistische Projektplanung
- klare Verantwortlichkeiten
Für deutsche Unternehmen mit komplexen SAP-Landschaften ist diese strukturierte Vorgehensweise ein wesentlicher Faktor für eine kontrollierte und erfolgreiche S/4HANA-Transformation.
Weiterführende Ressourcen
Ein fundiertes S/4HANA Readiness Assessment endet nicht mit dem Analysebericht. Für eine strukturierte Vorbereitung auf die Migration sollten Unternehmen ergänzende Informationsquellen, Tools und Leitfäden nutzen. Nachfolgend finden Sie praxisrelevante Ressourcen, die insbesondere für CIOs, IT-Leiter und SAP-Verantwortliche in Deutschland von Bedeutung sind.
Offizielle SAP-Ressourcen
Für die technische Durchführung des SAP S/4HANA Readiness Checks stellen SAP und die SAP-Community mehrere zentrale Plattformen bereit:
- SAP for Me – Zugriff auf das Readiness-Check-Dashboard und Systemanalysen
- SAP Cloud ALM – Unterstützung bei Projektsteuerung und Governance
- Simplification Item Catalog – Detaillierte Beschreibung funktionaler Änderungen in S/4HANA
- SAP Notes & Knowledge Base Articles – Technische Voraussetzungen und Aktualisierungen
Praxis-Tipp:
Viele Unternehmen unterschätzen den Umfang der Simplification Items. Eine frühzeitige Analyse einzelner Fachbereiche (z. B. FI/CO oder MM) hilft, den Anpassungsbedarf besser zu quantifizieren.
Methodische Leitfäden und Projektstandards
Neben den technischen Informationen sind strukturierte Vorgehensmodelle entscheidend. Empfehlenswert sind:
- SAP Activate Methodik – Phasenmodell für S/4HANA-Transformationen
- Interne IT-Governance-Richtlinien
- Branchenspezifische Best Practices (z. B. Automotive, Maschinenbau, Handel)
| Ressource | Nutzen im Projekt |
| SAP Activate | Strukturierte Projektphasen |
| Governance-Framework | Klare Entscheidungswege |
| Branchen-Benchmarks | Realistische Aufwandsschätzung |
Beispiel:
Ein produzierendes Unternehmen kombiniert den S/4HANA Readiness Check mit SAP Activate-Templates, um Projektmeilensteine und Quality Gates frühzeitig zu definieren.
Interne Vorbereitung und Dokumentation
Neben externen Quellen sind interne Dokumente entscheidend:
- Systemdokumentationen
- Custom-Code-Übersichten
- Prozessbeschreibungen
- Integrationslandkarten
Gerade bei mittelständischen Unternehmen ist die Dokumentationslage häufig unvollständig. Eine strukturierte Aufbereitung vor Projektstart reduziert Analyseaufwand und beschleunigt die Ableitung der Roadmap.
Vertiefende Themen für Entscheider
Für CIOs und CFOs sind zusätzlich folgende Fragestellungen relevant:
- Cloud-Strategie (Private vs. Public Cloud)
- Lizenzmodelle und Wartungsverträge
- Datenarchivierung und Compliance-Anforderungen
- Change-Management-Strategien
Ein umfassendes S/4HANA Readiness Assessment sollte diese Themen nicht isoliert, sondern integriert betrachten.
Fazit
Der SAP S/4HANA Readiness Check ist kein Selbstzweck – sondern der erste strukturierte Schritt, um aus einer technischen Analyse eine belastbare Transformationsstrategie zu entwickeln.
Spätestens mit dem Wartungsende von SAP ECC 2027 stehen viele Unternehmen vor strategischen Entscheidungen, die Budget, Architektur und Prozesslandschaft für die nächsten Jahre prägen. Eine fundierte Vorbereitung schafft dabei nicht nur Transparenz über Risiken, sondern ermöglicht eine realistische Priorisierung von Maßnahmen und Investitionen.
Wer technische Ergebnisse systematisch einordnet, reduziert Projektrisiken, vermeidet Nachbudgetierungen und erhöht die Planbarkeit der gesamten Transformation.
Bevor Budget und Zeitplan fixiert werden, lohnt sich eine strukturierte Einordnung der Ergebnisse.
Lassen Sie Ihren Readiness Check von LeverX bewerten – technisch fundiert, strategisch klar.
FAQ zum SAP S/4HANA Readiness Check
Was kostet ein SAP S/4HANA Readiness Check?
Die Kosten eines SAP S/4HANA Readiness Checks lassen sich nicht pauschal beziffern, da sie stark von der jeweiligen Systemlandschaft abhängen. Entscheidende Einflussfaktoren sind:
- Anzahl der zu analysierenden Systeme und Mandanten
- Umfang und Komplexität des Custom Codes
- Anzahl und Kritikalität bestehender Integrationen
- Datenvolumen und technischer Systemstand
- gewünschte Tiefe der Auswertung (rein technisch oder strategisch erweitert)
Der technische SAP Readiness Check 2.0 ist ein von SAP bereitgestelltes Analyse-Tool. Aufwand entsteht vor allem durch:
- technische Vorbereitung und Datensammlung
- strukturierte Auswertung der Ergebnisse
- fachliche und strategische Einordnung
- Management-Präsentation und Ableitung von Handlungsempfehlungen
In der Praxis reicht das Spektrum von einer kompakten technischen Voranalyse bis zu einem umfassenden S/4HANA Readiness Assessment mit Roadmap-Definition.
Für eine belastbare Einschätzung empfiehlt sich eine individuelle Scope-Klärung. Auf dieser Basis kann der Aufwand transparent und realistisch bewertet werden.
Gerne prüfen wir Ihre Systemlandschaft in einem unverbindlichen Vorgespräch und geben Ihnen eine fundierte Ersteinschätzung.
Wie lange dauert ein S/4HANA Readiness Check?
Für die reine technische Durchführung des SAP Readiness Check 2.0 gibt SAP keine feste Zeitvorgabe an. Die Laufzeit hängt maßgeblich vom Datenvolumen, der Systemgröße und dem gewählten Analyseumfang ab.
In der Praxis dauert:
- die technische Datensammlung und Tool-Auswertung häufig mehrere Stunden bis wenige Tage,
- die vollständige Bewertung inklusive Vorbereitung, Analyse, Fachbereichsabstimmung und Management-Präsentation jedoch entsprechend länger.
Unternehmen sollten daher nicht nur die Laufzeit des Tools berücksichtigen, sondern auch die strukturierte Interpretation der Ergebnisse. Abhängig von Komplexität und Scope kann ein vollständiger S/4HANA Readiness Assessment-Prozess mehrere Wochen in Anspruch nehmen — insbesondere bei mehreren Systemen oder hoher Custom-Code-Dichte.
Entscheidend ist weniger die technische Ausführungsdauer als die fundierte Ableitung von Handlungsempfehlungen für Migrationsstrategie, Budget- und Zeitplanung.
Reicht ein Readiness Check für die Wahl der Migrationsstrategie aus?
Der SAP S/4HANA Readiness Check liefert eine fundierte technische Analyse Ihres bestehenden Systems. Er zeigt unter anderem relevante Simplification Items, Anpassungsbedarf im Custom Code, Add-on-Kompatibilität sowie Hinweise zu Datenvolumen und Integrationen.
Damit bildet er eine wichtige Entscheidungsgrundlage — insbesondere für die technische Machbarkeit einer Systemkonvertierung (Brownfield).
Für die Wahl der optimalen Migrationsstrategie reicht der Readiness Check allein jedoch in der Regel nicht aus. Strategische Fragestellungen wie:
- Prozessharmonisierung und Standardisierungsgrad
- organisatorische Auswirkungen
- Zielarchitektur (On-Premise, Private oder Public Cloud)
- Budget- und Zeitplanung im Gesamtkontext
- langfristige Transformationsziele
werden durch das Tool selbst nicht bewertet.
Für eine belastbare Entscheidung zwischen Brownfield, Greenfield oder selektiver Transformation empfiehlt sich daher eine erweiterte Bewertung im Rahmen eines S/4HANA Readiness Assessments, das technische Ergebnisse mit fachlichen und strategischen Aspekten verbindet.
Welche Risiken deckt der S/4HANA Readiness Check auf?
Der SAP S/4HANA Readiness Check identifiziert vor allem technische und strukturelle Risiken, die sich auf Aufwand, Zeitplan und Stabilität einer Migration auswirken können.
Dazu gehören insbesondere:
- Relevante Simplification Items
Funktionen oder Datenmodelle, die sich in S/4HANA ändern oder entfallen und Anpassungen erfordern. - Hohe Custom-Code-Dichte
Eigenentwicklungen, die technisch nicht kompatibel sind oder erheblichen Anpassungsaufwand verursachen können. - Nicht kompatible Add-ons oder Business Functions
Erweiterungen, die vor einer Migration aktualisiert, ersetzt oder neu bewertet werden müssen. - Großes Datenvolumen und fehlende Archivierungsstrategie
Risiken für Performance, Infrastrukturkosten und Cutover-Dauer. - Komplexe Integrations- und Schnittstellenlandschaften
Abhängigkeiten, die Testaufwände und Projektkomplexität erhöhen können.
Der Readiness Check zeigt damit, wo technische Anpassungen notwendig sind und wo potenzielle Projektrisiken liegen.
Nicht bewertet werden jedoch organisatorische Risiken, Governance-Strukturen oder Change-Management-Aspekte. Für eine ganzheitliche Risikobetrachtung empfiehlt sich daher eine ergänzende strategische Einordnung im Rahmen eines S/4HANA Readiness Assessments.
Welche Voraussetzungen müssen für einen S/4HANA Readiness Check erfüllt sein?
Für die Durchführung des SAP S/4HANA Readiness Checks müssen sowohl technische als auch organisatorische Voraussetzungen erfüllt sein.
Technische Voraussetzungen:
- Aktueller, unterstützter SAP-ERP- bzw. ECC-Systemstand
- Einspielen der relevanten SAP Notes für den SAP Readiness Check 2.0
- Ausreichende Berechtigungen zur Datensammlung im Quellsystem
- Stabile Systemperformance während der Analyse
- Klar definierter Mandant bzw. System-Scope
Der Readiness Check basiert auf einer systemseitigen Datenerhebung. Daher sollte das analysierte System den tatsächlichen Produktivstand widerspiegeln, um belastbare Ergebnisse zu erhalten.
Organisatorische Voraussetzungen:
- Klare Definition des Analyseumfangs (z. B. einzelne Mandanten oder mehrere Systeme)
- Benennung technischer und fachlicher Ansprechpartner
- Abstimmung über Zielsetzung (z. B. reine Systemkonvertierung oder strategische Transformationsbewertung)
Eine strukturierte Vorbereitung erhöht die Aussagekraft der Ergebnisse erheblich und reduziert spätere Nachanalysen.