Führungskräfte aus der Wirtschaft, Technologieexperten und politische Entscheidungsträger trafen sich in Frankfurt, um die Chancen und Herausforderungen zu erörtern, die die Zukunft der KI-gestützten Industrie in Deutschland und ganz Europa prägen.
Am 25. Juni veranstaltete LeverX in Frankfurt die Veranstaltung „Eine neue Ära: Wie Europas Industrie mit KI-Anwendungen erfolgreich sein wird“ und brachte Führungskräfte aus der Wirtschaft, Technologieexperten, politische Entscheidungsträger und Fachleute aus der Industrie zusammen, um darüber zu diskutieren, wie Künstliche Intelligenz die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und das Wachstum der deutschen und europäischen Industrie prägt.
Die Veranstaltung fand in einem der führenden Finanz- und Technologiezentren Europas statt und bot eine Plattform für den Austausch von Perspektiven zu Innovation, digitaler Transformation, industrieller Wettbewerbsfähigkeit und den praktischen Realitäten der KI-Einführung in Wirtschaft und Gesellschaft.
Im Laufe des Abends beleuchteten Referenten und Teilnehmer mehrere zentrale Themen:
- Der Übergang vom Experimentieren mit KI zur praktischen Umsetzung
- Die Rolle der KI bei der Stärkung der deutschen und europäischen Industrie
- Die Bedeutung digitaler Infrastruktur, der Vorbereitung der Arbeitskräfte und verantwortungsvoller Innovation
- Die Notwendigkeit, KI in reale Geschäftsprozesse, Betriebsabläufe und Entscheidungsprozesse zu integrieren
- Der Wert der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Technologieanbietern, Forschern und politischen Entscheidungsträgern
Das Programm begann mit einer Reihe von Keynote-Vorträgen, in denen KI aus der Perspektive von Wirtschaft, Industrie und Politik beleuchtet wurde.

Die Eröffnungsrede hielt Dr. Victor Lozinski, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender von LeverX, der über das rasante Tempo des technologischen Wandels und dessen Auswirkungen auf die Transformation von Unternehmen reflektierte. Ausgehend von den Erfahrungen von LeverX bei der Unterstützung von Initiativen zur digitalen Transformation in verschiedenen Branchen betonte er, dass sich Unternehmen zunehmend nicht darauf konzentrieren, was KI in der Zukunft leisten könnte, sondern darauf, wo sie bereits heute einen bedeutenden Unterschied bewirken kann.
Dr. Lozinski merkte an : „Die Veränderungen, die wir erleben, sind nichts Neues. Neu ist jedoch das Tempo dieser Veränderungen. Das schafft enorme Chancen, aber auch Unsicherheit.“ In seiner Keynote hob er hervor, dass die langfristige Wettbewerbsfähigkeit davon abhängen wird, wie effektiv Unternehmen KI in praktischen Geschäftsnutzen umsetzen.
In ihrer Eröffnungsrede betonte Juliane Nagel, Geschäftsführerin der FORIMPACT GmbH, dass künstliche Intelligenz zu einer strategischen Frage für die Zukunft Europas geworden sei.

„Wenn wir über KI sprechen, reden wir nicht mehr über einen Zukunftstrend. Wir sprechen über Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Souveränität und letztlich darüber, wo morgen in Deutschland Wertschöpfung stattfinden und über Jahrzehnte hinweg aufrechterhalten werden wird“, sagte sie.
Juliane Nagel hob zudem die einzigartigen Stärken Europas in der globalen KI-Landschaft hervor und wies darauf hin, dass das industrielle Know-how, die ingenieurtechnische Exzellenz und die etablierten Wertschöpfungsketten des Kontinents eine solide Grundlage für die nächste Generation KI-gestützter Innovationen bilden.
Das Programm wurde mit einer Keynote von Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessens Ministerin für Digitalisierung und Innovation, fortgesetzt, die Deutschlands Engagement für die Stärkung digitaler Innovationen, die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Industrie sowie die Schaffung der Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI in der gesamten Wirtschaft betonte.

Im Anschluss an die Keynote-Vorträge nahmen die Teilnehmer an einem „Fireside Chat“ teil, der von Dr. Hauke Hansen, Rechtsanwalt und Partner bei der FPS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG, moderiert wurde. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die rechtlichen und regulatorischen Auswirkungen von KI, die Bedeutung einer verantwortungsvollen KI-Governance sowie die sich wandelnde Compliance-Landschaft. Ferdinand Gehringer, Lead Defense & Security Director bei FTI Consulting, teilte seine Sichtweise auf KI unter den Gesichtspunkten Resilienz, Sicherheit und langfristiger strategischer Planung. Christian Herold von Springer Nature erörterte unterdessen, wie KI die Wissensarbeit verändert, und hob die Bedeutung der Akzeptanz durch die Mitarbeiter sowie des Veränderungsmanagements hervor.

Der Abend endete mit einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Tamara Braun, geschäftsführende Gesellschafterin bei LeverX. An der Diskussion nahmen Prof. Dr. Kristina Sinemus sowie Experten aus den Bereichen Unternehmenssoftware, Fertigung, Energie, Verlagswesen und Beratung teil, um praktische Einblicke in die Einführung von KI in Unternehmen zu geben.
Anja Schneider, SVP und Leiterin des Bereichs Customer Engagement & Adoption MEE bei SAP SE, erläuterte, wie Unternehmen die Einführung von KI durch die Kombination von Cloud-Technologien mit vertrauenswürdigen Geschäftsdaten ausweiten. Georg Rollmann, Global Head of Artificial Intelligence bei Siemens Energy, gab Einblicke in die Integration von KI in komplexe industrielle Umgebungen. Thomas Meinel, Senior Vice President und Leiter des indirekten Einkaufs bei Evonik, reflektierte über die praktische Anwendung von KI im Einkauf und im Unternehmensbetrieb, während Dr. Andreas Schwarzer, Vice President Digital Strategy, Governance & PMO bei FUCHS SE, die Bedeutung von Governance und organisatorischer Bereitschaft für eine erfolgreiche KI-Einführung hervorhob.
Obwohl die Referenten aus unterschiedlichen Branchen und Fachgebieten stammten, kristallisierte sich im Laufe der Diskussionen eine gemeinsame Botschaft heraus: Eine erfolgreiche KI-Einführung hängt von weit mehr als nur der Technologie ab. Hochwertige Daten, vertrauenswürdige Governance, skalierbare Infrastruktur und Menschen, die bereit sind, Veränderungen anzunehmen, sind gleichermaßen wichtig, um KI in messbaren geschäftlichen Mehrwert umzuwandeln.
Zum Abschluss des Abends betonte Juliane Nagel, wie wichtig Zusammenarbeit ist, um KI-Ziele in konkrete Ergebnisse umzusetzen.
„Eines ist heute Abend ganz deutlich geworden: Sinnvolle Fortschritte hängen von der Zusammenarbeit ab“, schloss sie.
Wie die Diskussionen im Laufe des Abends zeigten, wird die Wettbewerbsfähigkeit Europas im KI-Zeitalter nicht nur von technologischer Innovation abhängen, sondern auch von der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Organisationen, die Innovation mit Umsetzung verbinden und in Menschen, Daten sowie vertrauenswürdige KI-Grundlagen investieren, werden in den kommenden Jahren am besten für den Erfolg gerüstet sein.



