SAP-Beratung in Deutschland: So finden Sie den richtigen Partner für S/4HANA, Implementierung und Support

 

WWelche SAP-Beratung passt wirklich zu Ihrem S/4HANA-Projekt? Dieser Leitfaden zeigt, worauf Unternehmen bei Migration, Implementierung, Delivery-Modell und langfristigem SAP Support achten sollten.

SAP-Beratung in Deutschland: So finden Sie den richtigen Partner für S/4HANA, Implementierung und Support

Wer nach einer SAP-Beratung in Deutschland sucht, findet schnell eine lange Liste von Anbietern: lokale Beratungshäuser, spezialisierte SAP-Boutiquen, internationale Systemintegratoren, große Consulting-Gruppen und Managed-Service-Provider.

Das eigentliche Problem ist deshalb selten, überhaupt einen SAP-Dienstleister zu finden.

Schwieriger ist die Frage:

Welcher Partner passt zu unserem konkreten SAP-Projekt?

Ein Unternehmen, das SAP ECC technisch nach SAP S/4HANA konvertieren möchte, braucht andere Kompetenzen als ein Mittelständler, der seine Prozesse im Rahmen einer Greenfield-Implementierung neu aufsetzt. Ein internationaler Rollout stellt andere Anforderungen an Delivery und Governance als ein deutsches Einzelprojekt. Und ein guter Implementierungspartner ist nicht automatisch auch das beste Team für einen langfristigen 24/7-Betrieb.

Hinzu kommt der Zeitfaktor. SAP hält für die Kernanwendungen der SAP Business Suite 7 die Mainstream Maintenance bis Ende 2027 aufrecht. Danach ist für den Zeitraum 2028 bis Ende 2030 optional Extended Maintenance vorgesehen; SAP nennt dafür einen Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die Maintenance-Basis.

2027 ist also nicht der Tag, an dem jedes ECC-System plötzlich aufhört zu funktionieren.

Aber für Unternehmen, die noch vor einer größeren S/4HANA-Transformation stehen, wird das verfügbare Zeitfenster enger.

Und damit wird die Auswahl des richtigen SAP-Partners zunehmend zu einer strategischen Entscheidung.

SAP-Beratung in Deutschland: Die Kurzantwort

Welche SAP-Beratung geeignet ist, hängt zunächst vom Projekt ab.

Vorhaben Worauf beim SAP-Partner besonders achten?
ECC → S/4HANA System Conversion Conversion-Erfahrung, Custom Code, Daten, Integrationen, Cutover
S/4HANA Greenfield Prozessdesign, Fit-to-Standard, SAP Activate, Change Management
Selective Data Transition Kombination aus Transformation und Datenmigration
SAP Cloud ERP Cloud-ERP-Erfahrung, Standardisierung, Extensions, Integration
Globaler SAP-Rollout Skalierbarkeit, Ländererfahrung, Governance, Template-Management
SAP BTP / Integration Architektur, APIs, Integration Suite, Security, Clean Core
SAP AMS SLA, Application Ownership, Release- und Change-Prozesse
SAP Support Reaktionsmodell, Expertise, Eskalation, Verfügbarkeit

Für eine S/4HANA-Transformation reicht es daher nicht, dass ein Anbieter grundsätzlich „SAP kann“.

Die bessere Frage lautet:

Hat der Partner genau die Art von Projekt schon umgesetzt, die wir planen – in vergleichbarer Größenordnung, Architektur und organisatorischer Komplexität?

SAP selbst beschreibt die Rolle seiner Partner über einen breiten Lebenszyklus: Sie können Unternehmen bei Auswahl, Entwicklung, Implementierung, Support und Betrieb von SAP-Lösungen unterstützen.

Das bedeutet aber nicht, dass jeder SAP-Partner in allen fünf Bereichen gleich stark ist.

Warum die Wahl des SAP-Partners 2026 besonders relevant ist

Viele SAP-Auswahlprozesse beginnen mit einer Excel-Tabelle.

Name des Anbieters.
Tagessatz.
Anzahl Berater.
Referenzen.
Standort.

Diese Informationen sind nützlich.

Aber sie beantworten nicht die entscheidende Frage:

Wie groß ist unser Transformationsrisiko – und kann dieser Partner es tatsächlich beherrschen?

Gerade rund um SAP S/4HANA gewinnt diese Frage an Bedeutung.

SAP bestätigt weiterhin Mainstream Maintenance für die Kernanwendungen der Business Suite 7 bis Ende 2027. Für Kunden mit längeren Transformationsphasen gibt es optional Extended Maintenance bis Ende 2030.

Das erzeugt mehrere praktische Effekte.

Die Projektpipeline wird dichter

Viele Unternehmen befinden sich gleichzeitig in:

  • S/4HANA Assessments,
  • Brownfield Conversions,
  • Greenfield-Programmen,
  • Cloud-ERP-Projekten,
  • globalen Rollouts.

Damit wird nicht nur die Verfügbarkeit eines Beratungshauses relevant.

Es geht um die Verfügbarkeit der richtigen Personen.

Ein Anbieter kann theoretisch 2.000 SAP-Berater beschäftigen und trotzdem für Ihr Projekt keinen erfahrenen Solution Architect zum benötigten Zeitpunkt verfügbar haben.

Schlechte Architekturentscheidungen werden teuer

Unter Zeitdruck entsteht leicht der Wunsch:

„Wir migrieren zuerst und optimieren später.“

Das kann sinnvoll sein.

Es kann aber genauso bedeuten, dass:

  • unnötiger Custom Code übernommen,
  • überholte Integrationen repliziert,
  • Datenprobleme verschoben,
  • Altprozesse technologisch konserviert

werden.

Die Partnerwahl beeinflusst deshalb nicht nur die Geschwindigkeit der Migration.

Sie beeinflusst, welche SAP-Landschaft nach der Migration übrig bleibt.

Support muss früher mitgedacht werden

Eine S/4HANA-Transformation endet nicht mit dem Cutover.

Das zukünftige Modell für:

  • Incident Management,
  • Releases,
  • Extensions,
  • Integrationen,
  • Security,
  • Performance,
  • kontinuierliche Optimierung

sollte bereits während der Implementierung berücksichtigt werden.

Sonst entscheidet ein Unternehmen wenige Wochen vor Go-live über seinen zukünftigen Betrieb.

Das ist spät.

Was macht eine SAP-Beratung eigentlich?

„SAP-Beratung“ kann sehr unterschiedliche Leistungen bedeuten.

Ein Unternehmen kann beispielsweise Unterstützung benötigen bei:

  • SAP-Strategie,
  • Prozessdesign,
  • Architektur,
  • Implementierung,
  • Migration,
  • Integration,
  • Entwicklung,
  • Testmanagement,
  • Datenmigration,
  • Change Management,
  • Application Management,
  • Support.

SAP beschreibt Service-Partner selbst als Unternehmen, die unter anderem strategische Beratung, Systemdesign, Solution Integration und Implementierung übernehmen und Kunden anschließend auch beim laufenden Betrieb und der Weiterentwicklung unterstützen können.

In der Praxis sollte man deshalb zwischen mehreren Partnerprofilen unterscheiden.

Welche Arten von SAP-Dienstleistern gibt es?

Die Grenzen sind nicht immer sauber. Viele Anbieter kombinieren mehrere Modelle.

Trotzdem hilft die Unterscheidung.

Lokales SAP-Beratungshaus

Ein lokales SAP-Beratungshaus arbeitet häufig mit einem relativ kompakten Team und engem Kundenkontakt.

Stärken können sein:

  • kurze Kommunikationswege,
  • regionale Präsenz,
  • gute persönliche Kontinuität,
  • Kenntnisse des lokalen Marktes,
  • direkter Zugang zu Senior Consultants.

Das kann besonders für:

  • nationale Implementierungen,
  • kleinere Transformationen,
  • mittelständische Unternehmen,
  • fachlich klar abgegrenzte Projekte

interessant sein.

Die mögliche Grenze zeigt sich, wenn plötzlich 30 zusätzliche Spezialisten für einen internationalen Rollout benötigt werden.

Spezialisierte SAP-Boutique

Eine Boutique kann in einem bestimmten Bereich deutlich tiefer sein als ein viel größerer Generalist.

Beispiele:

  • SAP EWM,
  • SAP TM,
  • SAP Ariba,
  • SAP SuccessFactors,
  • SAP BTP,
  • Finance,
  • Security,
  • Basis.

Für einen klar abgegrenzten Workstream kann das hervorragend funktionieren.

Die Frage ist nur:

Wer übernimmt die End-to-End-Verantwortung, wenn mehrere dieser Bereiche voneinander abhängen?

Internationaler SAP-Systemintegrator

Ein Systemintegrator wird besonders interessant, wenn SAP nicht isoliert betrachtet werden kann.

Zum Beispiel:

SAP S/4HANA

MES

PLM

CRM

SAP Ariba

BTP

externe Anwendungen

Dann wird Integrationskompetenz genauso wichtig wie Modulkompetenz.

Internationale Anbieter können zudem größere Teams über Länder und Zeitzonen hinweg skalieren.

Große Management- und Technologieberatung

Große Consulting-Gruppen sind vor allem dann relevant, wenn das SAP-Projekt Teil einer weitreichenden Transformation ist.

Beispielsweise:

  • Finance Operating Model,
  • Shared Services,
  • globale Organisationsveränderung,
  • M&A,
  • Supply-Chain-Transformation,
  • Compliance-Programme.

Dafür entstehen häufig größere Governance-Strukturen und entsprechend höhere Projektkosten.

End-to-End SAP-Partner

Dieses Modell kombiniert mehrere Phasen:

Advisory → Implementierung → Integration → Migration → Run

Der Vorteil:

Weniger Übergaben zwischen verschiedenen Anbietern.

Der Nachteil:

Man sollte genau prüfen, ob die behauptete End-to-End-Kompetenz in jedem relevanten Bereich tatsächlich vorhanden ist.

„Alles aus einer Hand“ ist nur dann ein Vorteil, wenn die Hand für jede kritische Aufgabe ausreichend kompetent ist.

SAP-Partner oder SAP-Beratungshaus: Gibt es einen Unterschied?

Im Alltag werden die Begriffe oft synonym verwendet.

Nicht jedes Beratungsunternehmen ist jedoch automatisch offizieller SAP-Partner.

SAP betreibt dafür sein Partnerprogramm und den SAP Partner Finder. SAP beschreibt Partner als Unternehmen, die Kunden unter anderem beim Kaufen, Implementieren, Entwickeln, Supporten und Betreiben von SAP-Lösungen unterstützen.

Das SAP PartnerEdge-Programm unterscheidet aktuell beispielsweise Engagement-Modelle wie Build, Sell, Service und Run.

Für Kunden ist der Partnerstatus ein nützlicher Prüfpunkt.

Er ersetzt aber nicht die Projektprüfung.

Auch unter offiziellen SAP-Partnern unterscheiden sich:

  • Kompetenzen,
  • Teamgrößen,
  • Branchen,
  • Referenzen,
  • Delivery-Modelle,
  • technologische Schwerpunkte.

Deshalb sollte die Frage nicht lauten:

Ist das Unternehmen SAP-Partner?

Sondern:

Ist es ein geeigneter SAP-Partner für unser Projekt?

Welcher SAP-Partner passt zu einer S/4HANA-Migration?

„Wir haben S/4HANA-Erfahrung“ reicht als Antwort nicht.

Zuerst muss klar sein, welche Transformation geplant ist.

Brownfield: SAP System Conversion

Bei einer System Conversion wird die vorhandene SAP-ECC-Landschaft technisch auf SAP S/4HANA überführt.

Das bedeutet nicht „einfach Upgrade klicken“.

Ein Partner sollte unter anderem sicher mit Themen umgehen können wie:

  • SAP Readiness Check,
  • Simplification Items,
  • Custom Code,
  • Business Partner / CVI,
  • Add-ons,
  • Datenvolumen,
  • Schnittstellen,
  • technische Conversion,
  • Testzyklen,
  • Cutover,
  • Downtime.

SAP Readiness Check analysiert vorhandene SAP-Systeme zur Vorbereitung einer Transformation; SAP empfiehlt ihn auch, um für eine Conversion relevante Simplification Items zu identifizieren.

Gute Partnerfrage

Nicht:

„Haben Sie Brownfield-Erfahrung?“

Sondern:

„Zeigen Sie uns eine Conversion mit ähnlich komplexem Custom Code, vergleichbarer Datenmenge und ähnlicher Integrationslandschaft.“

Das liefert eine wesentlich bessere Antwort.

Greenfield: SAP S/4HANA neu implementieren

Greenfield ist fachlich ein anderes Projekt.

Das Ziel ist nicht, die vorhandene ECC-Welt technisch möglichst unverändert zu retten.

Das Ziel kann sein:

  • Prozesse neu zu gestalten,
  • Standardisierung zu erhöhen,
  • Customizing zu reduzieren,
  • Altstrukturen zu verlassen,
  • ein neues Datenmodell aufzubauen.

Hier wird Prozesskompetenz wichtiger.

Ein Partner muss Workshops moderieren können, in denen nicht jede bestehende Sonderregel automatisch wieder Teil der Zielarchitektur wird.

SAP Activate ist die offizielle Implementierungsmethodik für SAP S/4HANA-Projekte und strukturiert Implementierungen über Phasen, Aufgaben und Deliverables. Die Methodik umfasst Discover, Prepare, Explore, Realize, Deploy und Run.

Ein Greenfield-Partner sollte daher nicht nur SAP konfigurieren können.

Er sollte auch sagen können:

„Diesen Prozess würden wir nicht neu bauen. Hier liefert der Standard bereits eine bessere Lösung.“

Selective Data Transition

Selective Data Transition liegt zwischen klassischem Greenfield und Brownfield.

Unternehmen wollen bestimmte:

  • Strukturen,
  • Daten,
  • Prozesse

bewahren, andere Teile aber bewusst verändern.

Das klingt attraktiv.

Es ist jedoch technisch und konzeptionell anspruchsvoll.

Denn für jedes Element muss entschieden werden:

übernehmen, transformieren oder zurücklassen?

Ein geeigneter Partner benötigt deshalb starke Kompetenzen in:

  • Datenmigration,
  • Transformation,
  • Prozessdesign,
  • technischer Architektur.

Nicht nur in einem dieser Bereiche.

Welcher SAP-Partner eignet sich für eine Neuimplementierung?

Bei einer SAP-Implementierung werden häufig zuerst Modulzertifikate geprüft.

FI? Ja.
CO? Ja.
SD? Ja.
MM? Ja.

Das ist wichtig.

Aber die größten Schwierigkeiten entstehen oft zwischen den Modulen.

Ein Order-to-Cash-Prozess endet nicht an der SD-Grenze.

Ein Source-to-Pay-Prozess verbindet:

  • Procurement,
  • Finance,
  • Supplier Management,
  • Inventory,
  • Integration.

Ein Produktionsprozess verbindet:

  • Planung,
  • Material,
  • Fertigung,
  • Qualität,
  • Logistik,
  • Finance.

Deshalb würde ich bei einer Implementierung sieben Dinge prüfen.

1. Prozesskompetenz

Kann das Team erklären, wie ein Geschäftsprozess End-to-End funktioniert?

Oder spricht jeder Consultant nur über sein Modul?

2. Fit-to-Standard

Kann der Partner zwischen echtem Business Requirement und historischer Gewohnheit unterscheiden?

3. Architektur

Wie werden:

  • S/4HANA,
  • BTP,
  • Satellitensysteme,
  • Non-SAP-Lösungen,
  • Datenplattformen

verbunden?

4. Datenmigration

Wie werden Daten:

  • analysiert,
  • bereinigt,
  • gemappt,
  • validiert,
  • getestet?

„Wir laden sie ins neue System“ ist keine Datenstrategie.

5. Testing

Wie werden nicht nur einzelne Funktionen, sondern komplette Geschäftsprozesse getestet?

6. Change Management

Wie werden Nutzer und Fachbereiche auf neue Prozesse vorbereitet?

7. Hypercare

Was passiert nach dem Go-live?

Eine SAP-Implementierung ist nicht erfolgreich, weil das System Montagmorgen erreichbar ist. Sie ist erfolgreich, wenn Montagmorgen die kritischen Geschäftsprozesse funktionieren.

Welche SAP-Beratung passt zum deutschen Mittelstand?

Die Antwort lautet nicht:

die günstigste.

Und auch nicht automatisch:

die kleinste.

„Mittelstand“ beschreibt eine Unternehmensstruktur.

Nicht zwingend die technische Komplexität.

Ein deutsches Produktionsunternehmen kann beispielsweise:

  • 4.000 Mitarbeiter,
  • 15 Werke,
  • internationale Tochtergesellschaften,
  • mehrere ERP-Instanzen,
  • komplexe Supply Chains,
  • hunderte Schnittstellen

haben.

Das Unternehmen ist möglicherweise Mittelstand.

Das SAP-Projekt ist trotzdem Enterprise-Level.

Mittelstand beschreibt die Unternehmensgröße – nicht automatisch die SAP-Komplexität.

Trotzdem gibt es typische Anforderungen.

Was Mittelständler häufig brauchen

Direkten Senior-Zugang

Wenn das interne SAP-Team klein ist, kann nicht jede Entscheidung über fünf Governance-Ebenen laufen.

Pragmatischen Scope

Ein Mittelständler braucht selten ein Transformationsprogramm, das größer wird als die Organisation selbst.

Transparente Kosten

Budgets sind häufig enger.

Unklare Change Requests werden deshalb schneller kritisch.

Branchenverständnis

Ein Fertigungsunternehmen braucht Consultants, die nicht erst lernen müssen, wie:

  • Produktionsplanung,
  • Materialfluss,
  • Lager,
  • Qualität

zusammenhängen.

Flexibles Team

Nicht 40 Berater von Tag eins.

Sondern die richtigen Spezialisten dann, wenn sie gebraucht werden.

Lokaler oder internationaler SAP-Partner?

Das wird häufig als Entweder-oder diskutiert.

In der Praxis ist die beste Antwort oft:

beides.

Ein lokaler Partner kann Vorteile haben bei:

  • Workshops,
  • deutscher Kommunikation,
  • lokalen Anforderungen,
  • Management-Abstimmung,
  • kurzfristiger Vor-Ort-Unterstützung.

Ein internationaler Partner kann Vorteile haben bei:

  • globalen Rollouts,
  • großen Teams,
  • Spezialisten-Pool,
  • 24/7-Modellen,
  • mehreren Ländern,
  • skalierbarer Delivery.

Für viele deutsche Unternehmen ist deshalb ein hybrides Modell attraktiv:

Lokale Projektführung und Business-Nähe in Deutschland plus internationale Delivery-Kapazität.

Das sollte aber operationalisiert werden.

Fragen Sie:

  • Wer sitzt tatsächlich in Deutschland?
  • Wer führt Workshops?
  • Wo sitzen Entwickler?
  • Wo sitzt Integration?
  • Wer übernimmt Cutover?
  • Welche Zeitzonen gelten für Support?

„Global Delivery“ ist ansonsten nur ein Marketingbegriff.

Nearshore, Offshore oder deutsches SAP-Team?

Auch diese Entscheidung sollte nicht ideologisch getroffen werden.

Ein Consultant muss nicht neben Ihnen sitzen, um ABAP-Code zu entwickeln.

Ein komplexer Finance-Design-Workshop funktioniert dagegen häufig besser mit direkter Interaktion.

Die sinnvolle Frage lautet daher:

Welche Aufgaben brauchen Business-Nähe – und welche brauchen skalierbare technische Kapazität?

Typisch lokal oder onsite sinnvoll

  • Process Design,
  • Executive Workshops,
  • Governance,
  • Discovery,
  • Change,
  • kritische Cutover-Phasen.

Typisch gut für Nearshore

  • Entwicklung,
  • Konfiguration,
  • Integration,
  • Migration,
  • Testing,
  • AMS.

Offshore

Kann bei:

  • großen Entwicklungsvolumen,
  • standardisierten Tätigkeiten,
  • 24/7-Support

wirtschaftlich sein.

Aber nur, wenn:

  • Kommunikation,
  • Übergaben,
  • Quality Gates,
  • Ownership

klar sind.

Der relevante KPI ist deshalb nicht:

Wie viel Prozent Nearshore?

Sondern:

Welche Delivery-Struktur liefert Qualität zum wirtschaftlich sinnvollen Gesamtpreis?

Was sollte ein SAP-Partner im Bereich Integration können?

Eine moderne SAP-Transformation endet nicht an S/4HANA.

Eine reale Architektur kann so aussehen:

SAP S/4HANA

SAP BTP

SAP Ariba

SuccessFactors

Salesforce

MES

PLM

Warehouse-Systeme

externe Plattformen

Ein Partner, der S/4HANA implementiert, aber Integrationen nur als „Schnittstellenthema“ behandelt, kann dadurch erhebliche Projektrisiken erzeugen.

Prüfen würde ich insbesondere:

  • SAP Integration Suite,
  • API-basierte Integration,
  • Events,
  • Non-SAP-Integration,
  • Security,
  • Monitoring,
  • Fehlerbehandlung,
  • Clean-Core-Prinzipien.

Ein guter Architect fragt früh:

Welches System besitzt die Information?

Nicht:

Wie übertragen wir möglichst viele Daten zwischen allen Systemen?

Was bedeutet Clean Core für die Partnerwahl?

Clean Core wird zunehmend zum Architekturprinzip für neue SAP-Transformationen.

Praktisch bedeutet es nicht:

keine Erweiterungen.

Es bedeutet eher:

bewusst entscheiden, wo Erweiterungen gebaut werden.

Ein Partner sollte bei jeder Sonderanforderung unterscheiden können zwischen:

  • Standardfunktion,
  • Konfiguration,
  • Erweiterung,
  • Side-by-Side Extension,
  • echter Modifikation.

Das verändert auch die Beratungslogik.

Der wirtschaftlich attraktivste Partner ist nicht unbedingt derjenige, der jedes Requirement am schnellsten programmiert.

Es kann derjenige sein, der zehn Requirements verhindert, weil acht davon unnötig sind.

SAP AMS und Support: Warum die Partnerwahl nicht beim Go-live endet

„SAP Support“ und „SAP AMS“ werden oft gleich verwendet.

Sie sind aber nicht zwingend dasselbe.

SAP Support

Support ist häufig reaktiv.

Problem tritt auf.

Ticket wird erstellt.

Problem wird analysiert und behoben.

SAP Application Management Services

AMS geht typischerweise weiter.

Dazu können gehören:

  • Incident Management,
  • Problem Management,
  • Change Requests,
  • Releases,
  • Enhancements,
  • Monitoring,
  • Performance-Optimierung,
  • kontinuierliche Verbesserung,
  • Wissenstransfer.

LeverX beschreibt sein eigenes AMS-Angebot beispielsweise als Kombination aus Support, Performance-Optimierung, Wartung und Weiterentwicklung bestehender SAP-Landschaften.

Für die Partnerauswahl ist die Unterscheidung wichtig.

Wenn Sie lediglich:

„jemanden für Tickets“

brauchen, ist das ein anderes Modell als:

„ein externes Team soll Teile unserer SAP-Anwendungen dauerhaft verantworten.“

Kann derselbe Partner implementieren und später AMS übernehmen?

Ja.

Das kann sogar Vorteile haben.

Das Implementierungsteam kennt:

  • Architektur,
  • Customizing,
  • Integrationen,
  • Entscheidungen,
  • bekannte Risiken.

Der Übergang in den Betrieb kann dadurch einfacher werden.

Aber es gibt eine Gefahr:

Ein Unternehmen kann sich unnötig abhängig machen.

Daher sollte bereits während der Implementierung geregelt werden:

  • Dokumentation,
  • Knowledge Transfer,
  • Ownership,
  • Exit-Modell,
  • Zugänge,
  • Source Code,
  • Betriebshandbücher.

Der beste AMS-Übergang beginnt Monate vor dem Go-live – nicht zwei Wochen danach.

Welche SLA sollte ein SAP-Support-Partner anbieten?

Es gibt kein universell richtiges SLA.

Ein Produktionswerk, das aufgrund eines SAP-Problems nicht ausliefern kann, braucht andere Service Levels als eine interne Reporting-Anwendung.

Bewertet werden sollten unter anderem:

  • Supportzeiten,
  • 8x5 / 24x7,
  • Severity Levels,
  • Response Time,
  • Zielzeiten,
  • Eskalationsmodell,
  • Sprachen,
  • Monitoring,
  • Reporting,
  • Service Manager.

Noch wichtiger:

Was bedeutet „Resolution“?

Wenn das SLA nur eine schnelle Erstreaktion verspricht, sagt es wenig über die tatsächliche Problemlösung.

Was kostet SAP-Beratung in Deutschland?

Das ist eine der wichtigsten Fragen.

Und eine der schwierigsten.

Einen seriösen Universalpreis für „SAP-Beratung Deutschland“ gibt es nicht.

Ein Tagessatz hängt unter anderem ab von:

  • Rolle,
  • Seniorität,
  • Spezialisierung,
  • Standort,
  • Delivery-Modell,
  • Vertragsumfang,
  • Laufzeit.

Aber Tagessätze erklären nur einen Teil der Projektkosten.

Ein vereinfachtes Modell lautet:

SAP-Projektkosten = Team × Dauer × Delivery-Modell × Komplexität × Projektrisiko

Ein sehr günstiger Consultant, der doppelt so lange benötigt oder Architekturfehler verursacht, ist nicht günstig.

Ein sehr teurer Senior Architect, der mehrere Monate Rework verhindert, kann dagegen wirtschaftlich sein.

Der niedrigste Tagessatz führt nicht automatisch zu den niedrigsten Projektkosten.

Welche Vertragsmodelle gibt es?

Time & Material

Bezahlung nach tatsächlichem Aufwand.

Gut, wenn Scope noch variabel ist.

Risiko:

Budget kann wachsen.

Fixed Price

Preis für klar definierten Scope.

Gut bei standardisierbaren Deliverables.

Risiko:

Unklare Annahmen führen später zu Change Requests.

Managed Service

Regelmäßige Fee für definierte Services und SLA.

Typisch für:

  • AMS,
  • Support,
  • Betrieb.

Hybrid

Zum Beispiel:

Fixed Price Discovery

T&M Realization

Managed Service Run

Kann bei komplexeren SAP-Programmen sinnvoller sein als ein einziges Vertragsmodell.

Zwölf Kriterien zur Auswahl eines SAP-Partners

Wenn mehrere SAP-Beratungsunternehmen im Rennen sind, würde ich nicht einfach Angebote nebeneinanderlegen.

Ich würde eine gewichtete Scorecard verwenden.

Kriterium Gewichtung Beispiel
Erfahrung mit vergleichbaren Projekten 15 %
S/4HANA-Kompetenz 10 %
Branchen- und Prozesskenntnis 10 %
Qualität des vorgeschlagenen Teams 15 %
Integration / Architektur 10 %
Datenmigration 8 %
Projektmethodik 7 %
Delivery-Modell 7 %
Testing / Quality Assurance 5 %
AMS / Support 5 %
Commercial Model 5 %
Zusammenarbeit / Cultural Fit 3 %

Die Gewichtung sollte je nach Projekt verändert werden.

Bei einer reinen Brownfield Conversion bekommt Migration mehr Gewicht.

Bei einem globalen Greenfield-Projekt:

  • Prozessdesign,
  • Change,
  • Rollout,
  • Governance.

1. Vergleichbare Projekterfahrung

Die wichtigste Frage.

Nicht:

Haben Sie SAP S/4HANA gemacht?

Sondern:

Haben Sie unser Projekt schon in ähnlicher Form gemacht?

2. Branchenkompetenz

SAP-Prozesse unterscheiden sich stark zwischen:

  • Manufacturing,
  • Retail,
  • Pharma,
  • Utilities,
  • Services.

Branchenerfahrung verkürzt Discovery.

3. Konkretes Projektteam

Verlangen Sie Namen.

Nicht nur Rollen.

Der Senior Architect in der Sales-Präsentation ist nutzlos, wenn er später zu fünf Prozent im Projekt arbeitet.

4. Integrationskompetenz

Wie werden Non-SAP-Systeme eingebunden?

5. Datenkompetenz

Wer besitzt Data Migration?

6. Methodik

SAP Activate strukturiert SAP-S/4HANA-Projekte über Phasen und Deliverables. Ein Partner sollte erklären können, wie er die Methodik praktisch nutzt – nicht nur „SAP Activate“ auf eine Folie schreiben.

7. Qualitätssicherung

Welche Quality Gates gibt es?

8. Delivery-Modell

Wer sitzt wo?

9. Kapazität

Kann der Anbieter skalieren?

10. Betrieb

Wie sieht das Modell nach Go-live aus?

11. Kommerzielle Transparenz

Was ist enthalten?

Was nicht?

12. Cultural Fit

SAP-Programme dauern häufig lange.

Ein Team kann fachlich brillant sein und trotzdem schlecht mit Ihrer Organisation funktionieren.

Welche Referenzen sollte man von einem SAP-Beratungshaus verlangen?

Die Größe des Kundenlogos ist nicht entscheidend.

Ein weltbekannter Konzern als Referenz klingt beeindruckend.

Wenn das Projekt dort aber ein kleines Fiori-Enhancement war und Sie eine globale S/4HANA-Transformation planen, ist die Referenz wenig relevant.

Fragen Sie stattdessen:

  • Welche SAP-Ausgangsversion?
  • Welcher Zielzustand?
  • Welche Branche?
  • Wie viele Länder?
  • Wie viele Nutzer?
  • Welche Module?
  • Welche Migration?
  • Wie viele Schnittstellen?
  • Wie groß war das Projektteam?
  • Welche Verantwortung hatte der Partner?
  • Was war das Resultat?

Die beste Referenz ist:

ein Projekt, das Ihrem eigenen gefährlich ähnlich sieht.

Welche Fragen gehören in einen SAP-Partner-RFP?

Viele RFPs fragen dutzende Seiten Unternehmensinformationen ab.

Einige der wertvollsten Fragen sind dagegen erstaunlich einfach.

Wer arbeitet tatsächlich an unserem Projekt?

Mit:

  • Namen,
  • Seniorität,
  • Verfügbarkeit.

Welche Annahmen liegen Ihrer Kalkulation zugrunde?

Diese Frage ist fast wichtiger als der Gesamtpreis.

Was ist ausdrücklich nicht im Scope?

Welche fünf größten Projektrisiken sehen Sie?

Ein Anbieter, der antwortet:

„Keine besonderen“

hat entweder das Projekt nicht verstanden oder möchte die Verkaufsphase nicht stören.

Welche Architekturentscheidungen müssen vor Projektstart getroffen werden?

Wie planen Sie Datenmigration?

Wie testen Sie End-to-End?

Wie stellen Sie Knowledge Transfer sicher?

Welche Arbeit erfolgt in Deutschland?

Welche Arbeit erfolgt Nearshore oder Offshore?

Was passiert nach dem Go-live?

Wie werden Change Requests bewertet?

Was passiert, wenn wichtige Ressourcen ausfallen?

Diese Fragen zeigen mehr als 20 Seiten Marketingmaterial.

Warnsignale bei der Auswahl einer SAP-Beratung

Einige Aussagen sollten zumindest Nachfragen auslösen.

„Das können wir alles im Standard lösen“

bevor Discovery stattgefunden hat.

Vielleicht stimmt es.

Aber woher weiß der Anbieter es?

„Der Go-live dauert exakt neun Monate“

ohne Systemanalyse.

Ein präziser Termin mit falschen Annahmen ist nicht präzise.

Senior Experts verkaufen, Junior Team liefert

Sehr häufiger RFP-Risikopunkt.

Integration kommt später

Integration ist Architektur.

Nicht Projekt-Nacharbeit.

Datenmigration ist „ein technischer Stream“

Datenprobleme sind fast immer auch fachlich.

Jede Anforderung wird umgesetzt

Ein guter SAP-Partner sollte manchmal sagen:

Nein.

Kein klares Betriebsmodell

Wer besitzt das System sechs Monate nach Go-live?

Extrem niedriger Preis ohne Erklärung

Ein Anbieter kann wirklich effizienter sein.

Oder:

  • wichtige Leistungen fehlen,
  • Teamstruktur ist anders,
  • Annahmen sind aggressiv.

Ein detailliertes Angebot mit falschen Annahmen ist nicht genauer als eine grobe Schätzung – es sieht nur genauer aus.

Wie sieht ein guter Auswahlprozess für SAP-Partner aus?

Ich würde ihn in acht Schritte teilen.

Schritt 1: Business Scope definieren

Was soll sich geschäftlich verbessern?

Nicht zuerst:

Welche SAP-Produkte kaufen wir?

Schritt 2: Architektur grob definieren

Cloud?

On-premise?

S/4HANA?

BTP?

Integrationen?

Schritt 3: Partnerprofil definieren

Welche Fähigkeiten werden benötigt?

Schritt 4: Shortlist erstellen

SAP stellt hierfür unter anderem seinen Partner Finder bereit, über den Partner nach Kompetenzen und weiteren Qualifikationen recherchiert werden können.

Schritt 5: RFP und Workshops

Nicht nur Papier vergleichen.

Lassen Sie Partner konkrete Probleme bearbeiten.

Schritt 6: Referenzen prüfen

Idealerweise direkt mit Kunden sprechen.

Schritt 7: Team prüfen

Interviewen Sie zumindest:

  • Project Manager,
  • Solution Architect,
  • Lead Consultants.

Schritt 8: Angebote normalisieren

Ein Angebot über 1,5 Millionen und eines über 2 Millionen sind nicht vergleichbar, wenn im ersten:

  • Data Cleansing,
  • Testing,
  • Hypercare

nicht enthalten sind.

SAP-Partner-Angebote richtig vergleichen

Eine einfache Tabelle hilft.

Punkt Anbieter A Anbieter B
Gesamtpreis    
Included Scope    
Excluded Scope    
Team FTE    
Senioritätsmix    
Deutschland    
Nearshore    
Offshore    
Data Migration    
Integration    
Testing    
Change    
Hypercare    
AMS    
Risiken / Annahmen    

Erst danach lohnt es sich, auf den Preis zu schauen.

Ist ein deutscher Standort wichtig?

Er kann wichtig sein.

Aber er sollte nicht mit Delivery-Kompetenz verwechselt werden.

Ein Anbieter mit Büro in München kann das Projekt trotzdem überwiegend aus anderen Ländern liefern.

Ein internationaler Anbieter kann dagegen ein starkes deutsches Projektteam besitzen.

Deshalb:

Nicht fragen:

Haben Sie ein Büro in Deutschland?

Sondern:

Wie sieht unser konkretes Deutschland-Team aus?

Prüfen:

  • Sprache,
  • Zeitzone,
  • Vor-Ort-Verfügbarkeit,
  • lokale Projektleitung,
  • Vertragspartner,
  • Eskalation.

Welche SAP-Beratung passt für einen internationalen Rollout?

Ein internationaler Rollout stellt zusätzliche Anforderungen.

Der Partner sollte mit:

  • Global Template,
  • Localizations,
  • Fit-to-Template,
  • Rollout Waves,
  • lokalen Integrationen,
  • Datenmigration pro Land,
  • Hypercare

umgehen können.

Besonders wichtig:

Wer darf das globale Template verändern?

Ohne klare Governance entsteht schnell:

Global Template

→ Deutschland-Version
→ Polen-Version
→ Frankreich-Version
→ Schweiz-Version

und drei Jahre später existieren wieder vier unterschiedliche Systeme.

Ein erfahrener Rollout-Partner muss deshalb nicht nur technisch skalieren.

Er muss Standardisierung verteidigen können.

Wann sollte man mehrere SAP-Partner einsetzen?

Ein einzelner Partner ist nicht immer die beste Lösung.

Mehrere Partner können sinnvoll sein, wenn:

  • Spezialwissen benötigt wird,
  • Wettbewerb gewünscht ist,
  • interne Architektur stark ist,
  • Workstreams sauber getrennt werden können.

Beispiel:

S/4HANA SI

Ariba-Spezialist

Change Partner

Das kann hervorragend funktionieren.

Aber nur mit klarer Integrations-Governance.

Sonst entsteht:

„Das ist nicht unser Scope.“

an genau der Stelle, an der zwei Systeme zusammenkommen.

Wer sollte End-to-End-Verantwortung übernehmen?

Idealerweise ist diese Frage eindeutig.

Möglichkeiten:

  • interner CIO / Transformation Office,
  • Lead System Integrator,
  • Enterprise Architecture Team.

Das Entscheidende:

Jemand besitzt den Gesamtprozess.

Mehrere technisch gute Partner ohne zentrale Ownership können ein schlechteres Ergebnis liefern als ein etwas kleineres, aber klar geführtes Team.

Welcher SAP-Partner ist für Support und AMS geeignet?

Für AMS ändern sich die Auswahlkriterien.

Bei Implementierung fragen Sie:

Können Sie bauen?

Bei AMS:

Können Sie zuverlässig betreiben und verbessern?

Prüfen Sie:

  • Ticketvolumen,
  • SLA-Erfahrung,
  • 24/7-Fähigkeit,
  • Service Manager,
  • Knowledge Management,
  • L2/L3-Struktur,
  • Release Management,
  • Continuity,
  • Reporting.

Und:

Wie reduzieren Sie langfristig Tickets?

Ein AMS-Provider sollte nicht davon profitieren, dass dieselben Fehler jeden Monat wieder auftreten.

Wo passt LeverX in diesen Auswahlrahmen?

Diese Frage sollte erst hier beantwortet werden – nicht im ersten Absatz.

SAP Partner Finder führt LeverX aktuell als SAP Partner und SAP Global Strategic Supplier.

LeverX beschreibt für Deutschland einen Standort in Heidelberg und ein Leistungsportfolio von SAP-Beratung und S/4HANA-Migration über Implementierung und Integration bis zu Application Management. Die deutsche Website nennt aktuell mehr als 20 Jahre SAP-Erfahrung, über 900 Kunden weltweit, mehr als 2.200 SAP- und IT-Fachkräfte sowie über 500 zertifizierte SAP-Experten.

Damit ist LeverX insbesondere für Unternehmen relevant, bei denen mehrere dieser Anforderungen zusammenkommen:

  • S/4HANA-Transformation,
  • komplexe SAP- und Non-SAP-Integration,
  • mehrere SAP-Fachbereiche,
  • Deutschland plus internationale Standorte,
  • Implementierung und anschließender Betrieb,
  • Bedarf an lokalem Ansprechpartner und skalierbaren Delivery-Teams.

Die deutsche S/4HANA-Migrationsseite deckt beispielsweise Brownfield/System Conversion, Greenfield und End-to-End-Migrationsprojekte ab.

Das bedeutet nicht:

LeverX ist für jedes deutsche SAP-Projekt automatisch der beste Anbieter.

Ein kleines isoliertes Spezialprojekt kann bei einer hochspezialisierten Boutique sehr gut aufgehoben sein.

Ein rein lokales Projekt kann andere Delivery-Anforderungen haben als ein globaler Rollout.

Die relevante Frage bleibt dieselbe wie bei jedem anderen Anbieter:

Passen Projekterfahrung, konkretes Team, Delivery-Modell und Leistungsumfang zu Ihrem Vorhaben?

Checkliste: SAP-Beratung in Deutschland auswählen

Vor einer finalen Entscheidung sollten Sie diese Fragen mit Ja beantworten können.

Projekt

  • Hat der Partner vergleichbare SAP-Projekte umgesetzt?
  • Versteht er unseren Transformationsansatz?
  • Gibt es realistische Risiken und Annahmen?

Team

  • Kennen wir die Schlüsselpersonen?
  • Sind sie tatsächlich verfügbar?
  • Ist der Senioritätsmix plausibel?

Fachlichkeit

  • Versteht der Partner unsere Branche?
  • Versteht er End-to-End-Prozesse?

Technologie

  • Beherrscht er die relevante S/4HANA-Architektur?
  • Kann er Integrationen verantworten?
  • Hat er Datenmigration im Griff?
  • Versteht er Clean Core und BTP?

Delivery

  • Ist klar, welche Arbeit wo erbracht wird?
  • Passt die Sprache?
  • Kann das Team skalieren?

Governance

  • Sind Rollen und Entscheidungswege klar?
  • Sind Quality Gates beschrieben?
  • Ist Testing eingeplant?

Commercial

  • Sind Annahmen transparent?
  • Sind Exclusions sichtbar?
  • Ist das Change-Request-Modell klar?

Betrieb

  • Gibt es Hypercare?
  • Ist Knowledge Transfer geplant?
  • Gibt es ein AMS-/Support-Modell?

Wenn fünf oder sechs Punkte unklar bleiben, sollten sie vor Vertragsunterzeichnung geklärt werden.

Nicht nach Projektstart.

Häufige Fragen zur SAP-Beratung in Deutschland

Welcher SAP-Partner ist für S/4HANA in Deutschland geeignet?

Ein geeigneter SAP-S/4HANA-Partner sollte Erfahrung mit dem konkret geplanten Transformationsansatz haben – beispielsweise Brownfield/System Conversion, Greenfield oder Selective Data Transition. Zusätzlich sind Kompetenzen in Prozessdesign, Datenmigration, Integration, Testing und Cutover wichtig. Für internationale Unternehmen kommen globale Delivery- und Rollout-Fähigkeiten hinzu.

Wie finde ich eine gute SAP-Beratung in Deutschland?

Definieren Sie zunächst Projekt, SAP-Lösungen, Branchenanforderungen und Delivery-Modell. Erstellen Sie anschließend eine Shortlist und vergleichen Sie Anbieter anhand konkreter Projekterfahrung, des tatsächlich vorgeschlagenen Teams, Integration, Datenkompetenz, Projektmethodik, Kostenannahmen und Supportmodell. SAP stellt dafür auch einen offiziellen Partner Finder bereit.

Welche SAP-Beratung passt zum Mittelstand?

Für mittelständische Unternehmen sind häufig direkte Kommunikation, seniorer Zugriff, pragmatische Projektstrukturen, transparente Kosten und Branchenkenntnis entscheidend. Bei international tätigen Produktionsunternehmen können jedoch dieselben Skalierungs- und Integrationsanforderungen entstehen wie bei größeren Konzernen. Deshalb sollte nicht allein die Unternehmensgröße über den Partner entscheiden.

Was macht ein SAP-Beratungshaus?

Ein SAP-Beratungshaus kann Unternehmen je nach Spezialisierung bei Strategie, Prozessdesign, Architektur, Implementierung, Migration, Integration, Entwicklung, Testing, Datenmigration und Support unterstützen. Offizielle SAP Service Partner adressieren laut SAP unter anderem strategische Beratung, Systemdesign, Integration und Implementierung.

Was ist der Unterschied zwischen SAP-Partner und SAP-Beratung?

Ein SAP-Partner nimmt am SAP-Partnerökosystem teil. SAP-Beratung ist dagegen eine allgemeine Leistungsbezeichnung. Nicht jedes Beratungsunternehmen ist zwangsläufig offizieller SAP-Partner. Der Partnerstatus sollte trotzdem nur eines von mehreren Auswahlkriterien sein.

Wann endet die Wartung für SAP ECC?

Für die relevanten Kernanwendungen der SAP Business Suite 7 stellt SAP Mainstream Maintenance bis Ende 2027 bereit. Anschließend kann optional Extended Maintenance bis Ende 2030 genutzt werden; danach gibt es weitere kundenspezifische Wartungsoptionen.

Muss jedes Unternehmen bis 2027 von SAP ECC migrieren?

Nein. Ende 2027 bedeutet nicht, dass jedes ECC-System automatisch abgeschaltet wird. SAP bietet für die entsprechenden Business-Suite-7-Kernanwendungen optional Extended Maintenance bis Ende 2030 an. Unternehmen sollten die wirtschaftlichen, technischen und strategischen Auswirkungen ihrer eigenen Situation bewerten.

Welcher SAP-Partner eignet sich für eine Brownfield-Migration?

Ein Brownfield-Partner sollte Erfahrung mit System Conversion, SAP Readiness Check, Simplification Items, Custom Code, CVI/Business Partner, Add-ons, Integration, Testing und Cutover besitzen. Entscheidend sind Referenzen mit vergleichbarer Systemkomplexität.

Welcher Partner eignet sich für eine Greenfield-Implementierung?

Bei Greenfield sind Prozessdesign, Fit-to-Standard, SAP Activate, Datenmigration, Clean Core, Integration und Change Management besonders wichtig. Der Partner sollte nicht lediglich ein bestehendes ECC-System funktional nachbauen.

Was kostet SAP-Beratung in Deutschland?

Die Kosten hängen von Scope, Teamgröße, Seniorität, Spezialisierung, Laufzeit und Delivery-Modell ab. Einzelne Tagessätze sind deshalb nur bedingt geeignet, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Wichtiger sind Gesamtaufwand, Annahmen, enthaltene Leistungen, Risiken und erwartete Projektdauer.

Was kostet eine S/4HANA-Migration?

Es gibt keinen seriösen Universalpreis. Systemgröße, Datenmenge, Custom Code, Anzahl der Schnittstellen, Migrationsansatz, Testaufwand und organisatorische Komplexität beeinflussen die Kosten erheblich. Ein belastbarer Preis benötigt zumindest eine strukturierte System- und Scope-Analyse.

Wie lange dauert eine S/4HANA-Migration?

Das hängt vom Transformationsansatz und der Landschaft ab. Eine technische Conversion eines überschaubaren Systems kann deutlich kürzer sein als eine globale Greenfield-Neuimplementierung mit Prozessharmonisierung, mehreren Ländern und umfangreicher Datenmigration.

Lokaler oder internationaler SAP-Partner?

Für lokale Projekte kann ein regionales Beratungshaus ausreichend sein. Internationale Programme benötigen häufiger skalierbare Teams, länderübergreifende Rollout-Erfahrung und einen größeren Spezialisten-Pool. Ein hybrides Modell aus lokaler Führung und internationaler Delivery kann beide Anforderungen verbinden.

Muss mein SAP-Partner in Deutschland sitzen?

Nicht zwingend. Entscheidend ist, ob deutsche Ansprechpartner, ausreichende Sprachkompetenz, passende Zeitzonen und gegebenenfalls Vor-Ort-Unterstützung vorhanden sind. Der Standort des Firmensitzes allein sagt wenig darüber aus, wo das konkrete Projektteam arbeitet.

Was ist SAP AMS?

SAP Application Management Services umfassen die laufende Betreuung und Weiterentwicklung von SAP-Anwendungen. Je nach Modell gehören dazu Incident und Problem Management, Changes, Releases, Performance-Optimierung, Monitoring und kontinuierliche Verbesserung.

Was ist der Unterschied zwischen SAP AMS und SAP Support?

SAP Support ist häufig stärker auf die Bearbeitung konkreter Incidents fokussiert. AMS kann zusätzlich proaktive und kontinuierliche Aufgaben wie Changes, Release Management, Monitoring, Optimierungen und Application Ownership umfassen.

Kann ein SAP-Partner Implementierung und Support übernehmen?

Ja. SAP beschreibt Service-Partner ausdrücklich über Implementierung, Integration und die weitere Unterstützung des Betriebs. Entscheidend ist, dass der Übergang zwischen Projekt- und Betriebsorganisation strukturiert geplant wird.

Welche Zertifizierungen sollte ein SAP-Partner haben?

Relevant sind Zertifizierungen und nachweisbare Kompetenzen für die SAP-Lösungen, die tatsächlich im Projekt verwendet werden. Noch wichtiger ist aber, ob die konkret eingesetzten Teammitglieder passende Erfahrung besitzen. Eine Unternehmenszertifizierung ersetzt keine Prüfung des Projektteams.

Wie vergleicht man Angebote verschiedener SAP-Dienstleister?

Normalisieren Sie zuerst den Scope. Vergleichen Sie anschließend Team, Seniorität, Delivery-Modell, Annahmen, Exclusions, Datenmigration, Integration, Testing, Hypercare und Support. Erst dann sollten die Gesamtpreise direkt miteinander verglichen werden.

Was ist wichtiger: SAP-Tagessatz oder Projekterfahrung?

Bei einfachen standardisierten Aufgaben kann der Tagessatz einen relativ hohen Stellenwert haben. Bei Transformationen ist Projekterfahrung häufig wichtiger, weil schlechte Entscheidungen zu Verzögerungen, Rework und deutlich höheren Gesamtkosten führen können.

Wann sollte ein Unternehmen den SAP-Partner wechseln?

Ein Wechsel kann sinnvoll werden, wenn Servicequalität dauerhaft nicht stimmt, kritische Kompetenzen fehlen, Eskalationen nicht funktionieren, Kostenstrukturen intransparent sind oder der aktuelle Partner zukünftige Anforderungen nicht abdecken kann. Der Wechsel sollte jedoch als strukturierter Knowledge-Transfer geplant werden, nicht als kurzfristiger Austausch von Ressourcen.

Fazit: Den SAP-Partner nach dem Projekt auswählen – nicht nach dem Logo

Die Frage nach der „besten SAP-Beratung in Deutschland“ hat keine allgemeingültige Antwort.

Ein Unternehmen mit einem mittelständischen Greenfield-Projekt braucht andere Fähigkeiten als ein internationaler Konzern mit einer komplexen ECC-System-Conversion.

Und ein Unternehmen, das einen Partner für 24/7 Application Management sucht, bewertet andere Kriterien als eines, das zunächst nur eine S/4HANA-Roadmap benötigt.

Der bessere Auswahlprozess lautet deshalb:

Projekt verstehen

benötigte Kompetenzen definieren

passendes Delivery-Modell bestimmen

konkretes Projektteam prüfen

vergleichbare Referenzen analysieren

Angebote auf denselben Scope normalisieren

Betriebsmodell von Anfang an mitdenken

Der richtige SAP-Partner ist damit nicht automatisch der größte Anbieter, der günstigste Anbieter oder der bekannteste Name.

Es ist der Anbieter, dessen Erfahrung, Team, Architekturkompetenz und Delivery-Modell am besten zu dem SAP-Projekt passen, das Sie tatsächlich durchführen müssen.

LeverX unterstützt Unternehmen in Deutschland bei SAP-Beratung, S/4HANA-Migration, Implementierung, Systemintegration sowie Application Management und betreibt einen Standort in Heidelberg. SAP Partner Finder führt LeverX als SAP Partner und SAP Global Strategic Supplier.

https://leverx.com/de/newsroom/sap-beratung-deutschland
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