Dieser Artikel zeigt, wovon die Kosten einer SAP S/4HANA Migration wirklich abhängen, welche typischen Kostentreiber berücksichtigt werden müssen – und wie Unternehmen zu einer realistischen Budgetplanung gelangen.
Die Frage nach den Kosten einer SAP S/4HANA Migration gehört zu den zentralen Entscheidungskriterien vieler Unternehmen. Gleichzeitig kursieren am Markt sehr unterschiedliche Einschätzungen – von pauschalen Richtwerten bis hin zu unrealistisch niedrigen Projektbudgets.
In der Praxis hängen die tatsächlichen SAP S/4HANA Migration Kosten jedoch von einer Vielzahl technischer, organisatorischer und strategischer Faktoren ab. Systemgröße, Custom-Code-Anteil, gewählter Migrationsansatz, Infrastrukturmodell und interne Ressourcen beeinflussen den Projektumfang maßgeblich.
Wer ausschließlich auf kurzfristige Projektkosten blickt, unterschätzt häufig die langfristigen Auswirkungen auf Betrieb, Wartbarkeit und Innovationsfähigkeit. Deshalb ist neben den initialen Investitionen auch der Total Cost of Ownership (TCO) ein entscheidender Bewertungsmaßstab.
Dieser Artikel zeigt, wovon die Kosten einer SAP S/4HANA Migration wirklich abhängen, welche typischen Kostentreiber berücksichtigt werden müssen – und wie Unternehmen zu einer realistischen Budgetplanung gelangen.
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Was bedeutet „Kosten“ bei einer SAP S/4HANA Migration wirklich?
Wenn von SAP S/4HANA Migration Kosten gesprochen wird, sind häufig nur die direkten Projektkosten gemeint – also Beratungsleistungen, technische Umsetzung und Testphasen. Diese Betrachtung greift jedoch zu kurz.
In der Praxis lassen sich die Kosten einer SAP S/4HANA Migration in drei Ebenen unterscheiden:
1. Einmalige Projektkosten
Dazu zählen Analyse, Konzeption, technische Migration, Tests, Cutover und Go-Live-Unterstützung. Diese Kosten sind zeitlich begrenzt, können jedoch je nach Komplexität stark variieren.
2. Infrastruktur- und Betriebskosten
Ob On-Premise, Private Cloud oder Public Cloud – das gewählte Betriebsmodell beeinflusst Lizenzstruktur, Hosting-Kosten, Wartung und laufenden Support erheblich.
3. Langfristige Gesamtkosten (TCO)
Der Total Cost of Ownership (TCO) berücksichtigt neben den initialen Projektkosten auch Betrieb, Weiterentwicklung, Wartbarkeit, Releasefähigkeit und zukünftige Innovationsprojekte.
Gerade bei strategischen ERP-Transformationen ist daher nicht nur entscheidend, was die Migration heute kostet – sondern welche wirtschaftlichen Auswirkungen sie in den kommenden fünf bis zehn Jahren hat.
Eine isolierte Betrachtung der Projektkosten kann zu Fehlentscheidungen führen. Erst die Kombination aus initialem Budget, laufenden Betriebskosten und langfristigem TCO ergibt ein realistisches Bild.
Die wichtigsten Kostentreiber einer SAP S/4HANA Migration
Die tatsächlichen SAP S/4HANA Migration Kosten werden maßgeblich durch die Ausgangssituation und strategische Entscheidungen im Projekt beeinflusst. Im Folgenden sind die zentralen Kostentreiber aufgeführt, die bei einer realistischen Budgetplanung berücksichtigt werden sollten.
1. Ausgangssituation des bestehenden SAP ECC Systems
Die Komplexität der bestehenden Systemlandschaft ist einer der größten Einflussfaktoren.
Relevante Aspekte:
- Anzahl der Mandanten
- Systemgröße und Datenvolumen
- Historische Systemanpassungen
- Integrationen zu Drittsystemen
- Technischer Reifegrad
Je gewachsener und individueller das bestehende SAP ECC System ist, desto höher ist in der Regel der Analyse-, Test- und Anpassungsaufwand.
2. Gewählter Migrationsansatz
Der strategische Ansatz hat direkte Auswirkungen auf Projektumfang und Kostenstruktur.
- System Conversion (Brownfield): Technische Konvertierung mit Übernahme bestehender Prozesse
- Greenfield-Ansatz: Neuimplementierung mit Prozessneugestaltung
- Selective Data Transition: Hybridmodell mit selektiver Datenübernahme
Während eine System Conversion häufig geringere Initialkosten verursacht, kann ein Greenfield-Ansatz langfristig zu optimierten Prozessen und niedrigeren Betriebskosten führen.
3. Custom Code und Add-ons
Viele Unternehmen verfügen über umfangreiche kundeneigene Entwicklungen (Z-Code).
Kostenrelevante Faktoren:
- Umfang und Komplexität des Custom Codes
- Kompatibilität mit SAP S/4HANA
- Drittanbieter-Add-ons
- Anpassungs- und Testaufwand
Je höher der Individualisierungsgrad, desto größer ist der technische Anpassungsbedarf.
4. Infrastruktur- und Betriebsmodell
Die Entscheidung zwischen On-Premise, Private Cloud oder Public Cloud beeinflusst sowohl Investitions- als auch Betriebskosten.
- Hardware- und Hosting-Kosten
- Lizenzmodelle
- Skalierbarkeit
- Wartungsaufwand
Diese Entscheidung wirkt sich nicht nur auf die Projektkosten, sondern maßgeblich auf den langfristigen SAP S/4HANA TCO aus.
5. Teststrategie und Downtime-Anforderungen
Unterschätzt werden häufig die Kosten für Tests und Business Continuity.
- Anzahl der Testzyklen
- Integrations- und Regressionstests
- Cutover-Komplexität
- Anforderungen an minimale Downtime
Eine reduzierte Downtime kann zusätzlichen technischen Aufwand bedeuten, senkt jedoch das wirtschaftliche Risiko im Produktivbetrieb.
6. Interne Ressourcen und Organisationsstruktur
Nicht alle Kosten entstehen extern.
- Verfügbarkeit von Key Usern
- IT-Kapazitäten
- Projektmanagement
- Change-Management-Aufwand
Unzureichende interne Ressourcen führen häufig zu Verzögerungen und erhöhen indirekt die Gesamtkosten der Migration.
SAP S/4HANA TCO: Warum die günstigste Migration selten die wirtschaftlichste ist
Bei der Bewertung der SAP S/4HANA Migration Kosten konzentrieren sich viele Unternehmen zunächst auf das Projektbudget. Entscheidend für die langfristige Wirtschaftlichkeit ist jedoch der Total Cost of Ownership (TCO).
Der SAP S/4HANA TCO umfasst nicht nur die einmaligen Migrationskosten, sondern sämtliche Aufwände über den gesamten Lebenszyklus des Systems hinweg.
Was fließt in den SAP S/4HANA TCO ein?
- Laufende Infrastruktur- und Hosting-Kosten
- Lizenzmodelle und Subscriptions
- Wartung und Support
- Releasefähigkeit und Updateaufwand
- Weiterentwicklungen und Innovationen
- Interne Betriebsressourcen
Eine vermeintlich günstige Migration kann langfristig höhere Betriebskosten verursachen – etwa durch komplexe Systemlandschaften, nicht bereinigten Custom Code oder fehlende Standardisierung.
Umgekehrt kann ein strukturierter, sauber geplanter Transformationsansatz initial höhere Projektkosten verursachen, jedoch die Wartbarkeit verbessern, Releasezyklen vereinfachen und zukünftige Innovationsprojekte beschleunigen.
Strategische Perspektive
Unternehmen, die ausschließlich auf kurzfristige Projektkosten fokussieren, riskieren versteckte Folgekosten im Betrieb. Eine ganzheitliche TCO-Betrachtung hilft dabei:
- Investitionsentscheidungen fundierter zu treffen
- Budgetrisiken zu minimieren
- Betriebskosten transparent zu machen
- die langfristige Systemarchitektur zukunftsfähig auszurichten
Gerade bei ERP-Kernsystemen sollte die Frage daher nicht lauten:
„Was kostet die Migration?“
sondern:
„Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat unsere Entscheidung in den nächsten fünf bis zehn Jahren?“
Planen Sie nicht nur Projektkosten – sondern den langfristigen SAP S/4HANA TCO.
Wir unterstützen Sie bei einer ganzheitlichen Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbewertung.
Typische Kostenfehler bei SAP S/4HANA Migrationsprojekten
Viele Budgetüberschreitungen entstehen nicht durch unerwartete technische Probleme, sondern durch strukturelle Fehlannahmen in der Planungsphase. Die folgenden Fehler treten in der Praxis besonders häufig auf.
1. Fokus ausschließlich auf Projektkosten
Wird ausschließlich das initiale Projektbudget betrachtet, bleiben laufende Betriebs- und Folgekosten unberücksichtigt. Dies führt häufig dazu, dass vermeintlich günstige Migrationsansätze langfristig höhere Gesamtaufwände verursachen.
Eine realistische Betrachtung der SAP S/4HANA Migration Kosten sollte daher immer den langfristigen TCO einbeziehen.
2. Unterschätzung von Custom Code und Add-ons
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass bestehende Entwicklungen problemlos übernommen werden können. In der Realität verursacht die Analyse, Bereinigung und Anpassung von Z-Code oft einen erheblichen Mehraufwand.
Nicht kompatible Add-ons oder unzureichend dokumentierte Anpassungen sind typische Kostentreiber.
3. Unzureichende Testplanung
Tests werden in frühen Planungsphasen häufig zu knapp kalkuliert. Fehlende Regressionstests oder unvollständige Integrationsprüfungen erhöhen jedoch das Risiko von Fehlern im Produktivbetrieb – mit entsprechend hohen Folgekosten.
Eine strukturierte Teststrategie reduziert spätere Stabilisierungskosten deutlich.
4. Unrealistische Zeitplanung
Zu optimistische Projektpläne führen zu erhöhtem Druck, Zusatzaufwänden und unvorhergesehenen Budgetanpassungen. Besonders komplexe Systemlandschaften erfordern ausreichend Zeit für Analyse, Validierung und Stabilisierung.
5. Vernachlässigung interner Ressourcen
Die Einbindung von Key Usern, Fachbereichen und internen IT-Teams wird häufig unterschätzt. Fehlende interne Kapazitäten führen zu Verzögerungen und steigenden Projektkosten.
6. Fehlende strategische Zieldefinition
Wird die Migration rein technisch betrachtet, ohne klare Zielarchitektur oder Innovationsstrategie, entstehen langfristig zusätzliche Optimierungsprojekte – mit entsprechendem Budgetbedarf.
Fazit dieser Fehleranalyse
Die meisten Budgetüberschreitungen bei SAP S/4HANA Projekten entstehen nicht durch die Technologie selbst, sondern durch unvollständige Planung, unklare Zieldefinition oder fehlende Transparenz bei den Kostentreibern.
Eine strukturierte Analyse vor Projektstart ist daher der wichtigste Schritt, um realistische und planbare SAP S/4HANA Migration Kosten zu gewährleisten.
Wie Sie die Kosten Ihrer SAP S/4HANA Migration realistisch ermitteln
Eine belastbare Einschätzung der SAP S/4HANA Migration Kosten entsteht nicht durch pauschale Richtwerte, sondern durch eine strukturierte Analyse der bestehenden Systemlandschaft.
Eine realistische Kostenbewertung umfasst in der Regel folgende Schritte:
1. Technische Systemanalyse
- Bewertung der aktuellen SAP ECC Architektur
- Analyse von Datenvolumen und Mandantenstruktur
- Identifikation von Integrationen und Abhängigkeiten
Ziel ist es, die technische Komplexität transparent zu machen.
2. Bewertung von Custom Code und Add-ons
- Umfang und Kritikalität kundeneigener Entwicklungen
- Kompatibilitätsprüfung mit SAP S/4HANA
- Identifikation notwendiger Anpassungen
Diese Analyse liefert eine realistische Einschätzung des Anpassungsaufwands.
3. Definition des Migrationsansatzes
Ob System Conversion, Greenfield oder hybrides Modell – der gewählte Ansatz beeinflusst Projektumfang, Ressourcenbedarf und TCO erheblich.
4. Infrastruktur- und Betriebsmodell
Die Entscheidung zwischen On-Premise, Private Cloud oder Public Cloud wirkt sich nicht nur auf Investitionskosten, sondern auch auf den langfristigen SAP S/4HANA TCO aus.
5. Berücksichtigung interner Ressourcen
Eine realistische Budgetplanung bezieht interne Projektkapazitäten, Fachbereichsbeteiligung und organisatorische Rahmenbedingungen mit ein.
Warum eine strukturierte Analyse entscheidend ist
Unternehmen, die vor Projektstart Transparenz über technische Komplexität, Ressourcenbedarf und strategische Ziele schaffen, vermeiden typische Budgetüberschreitungen.
Eine fundierte Kostenanalyse ermöglicht:
- realistische Budgetplanung
- bessere Entscheidungsgrundlagen
- transparente Kommunikation gegenüber Management und Stakeholdern
- reduzierte Projektrisiken
Warum die Wahl des richtigen Partners die Migrationskosten maßgeblich beeinflusst
Die SAP S/4HANA Migration Kosten werden nicht nur durch technische Rahmenbedingungen bestimmt, sondern maßgeblich durch die Qualität der Analyse, die Projektmethodik und die strategischen Architekturentscheidungen im Projektverlauf.
LeverX begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei komplexen SAP-Transformationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als SAP-Gold-Partner verfügen wir über tiefgehende Erfahrung in System Conversion, Greenfield-Implementierungen und hybriden Migrationsszenarien.
Unser Ansatz basiert auf:
- fundierter Analyse der bestehenden SAP ECC Systemlandschaft
- transparenter Bewertung aller Kostentreiber
- klarer Projektmethodik auf Basis von SAP Activate
- realistischen Aufwandsschätzungen
- strukturierter Risiko- und Downtime-Planung
- nachhaltiger Architektur mit Blick auf den langfristigen SAP S/4HANA TCO
Statt pauschaler Budgetschätzungen erstellen wir belastbare Kostenmodelle, die sowohl Projektaufwand als auch langfristige Betriebskosten berücksichtigen. Dadurch erhalten Unternehmen eine realistische Entscheidungsgrundlage – technisch, organisatorisch und wirtschaftlich.
Besonders bei geschäftskritischen ERP-Systemen ist entscheidend, dass Migration, Stabilität und zukünftige Innovationsfähigkeit zusammengedacht werden. LeverX verbindet technische Expertise mit strategischer Beratung und stellt sicher, dass SAP S/4HANA Migration Kosten nicht nur kalkuliert, sondern nachhaltig gesteuert werden.
Erhalten Sie eine realistische Einschätzung Ihrer SAP S/4HANA Migration Kosten.
Transparente Analyse. Klare Kostentreiber. Planbare Budgetstruktur.
Häufig gestellte Fragen zu den SAP S/4HANA Migration Kosten
1. Wie hoch sind die Kosten einer SAP S/4HANA Migration?
Die SAP S/4HANA Migration Kosten hängen stark von der bestehenden Systemlandschaft, dem Custom-Code-Anteil, der Datenmenge sowie dem gewählten Migrationsansatz ab. Pauschale Preise sind daher wenig belastbar. Eine realistische Kostenschätzung erfordert eine strukturierte Analyse der SAP ECC Umgebung und eine klare Definition von Projektumfang und Zielarchitektur.
2. Ist eine System Conversion günstiger als eine Greenfield-Migration?
Eine System Conversion (Brownfield) verursacht häufig geringere initiale Projektkosten, da bestehende Prozesse und Strukturen weitgehend übernommen werden. Ein Greenfield-Ansatz kann jedoch langfristig zu optimierten Prozessen und geringeren Betriebskosten führen. Welche Option wirtschaftlich sinnvoller ist, hängt von den strategischen Zielen und dem langfristigen SAP S/4HANA TCO ab.
3. Welche laufenden Kosten entstehen nach der Migration?
Neben den einmaligen Projektkosten entstehen laufende Aufwände für Infrastruktur, Lizenzen, Wartung, Support sowie Weiterentwicklungen. Diese Faktoren fließen in den Total Cost of Ownership (TCO) ein und sollten bei der Budgetplanung berücksichtigt werden.
4. Welche Rolle spielt der SAP S/4HANA TCO bei der Entscheidungsfindung?
Der SAP S/4HANA TCO betrachtet die Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus des Systems hinweg. Dazu gehören nicht nur Projektkosten, sondern auch Betrieb, Releasefähigkeit, Wartbarkeit und Innovationsfähigkeit. Eine isolierte Betrachtung der Migrationskosten kann daher zu langfristig höheren Gesamtaufwänden führen.
5. Warum unterscheiden sich Angebote zur SAP S/4HANA Migration so stark?
Unterschiedliche Angebote basieren häufig auf abweichenden Annahmen hinsichtlich Projektumfang, Analysephase, Teststrategie und Risikoplanung. Günstigere Angebote beinhalten teilweise keine tiefgehende Systemanalyse oder kalkulieren Risiken optimistisch. Eine transparente Kostenstruktur und klare Methodik sind entscheidend für eine realistische Budgetplanung.