LeverX Insights | Artikel zu SAP-Strategien, ERP & digitaler Transformation

SAP-Partner Deutschland: So finden Unternehmen den richtigen SAP-Dienstleister

Geschrieben von LeverX-Team | 26.06.2026 16:15:00

Die Wahl des richtigen SAP-Partners beeinflusst Projektrisiken, Kosten und den langfristigen Erfolg einer SAP-Transformation. Dieser Leitfaden zeigt, nach welchen Kriterien Unternehmen SAP-Dienstleister vergleichen sollten und welche Fragen im Auswahlprozess entscheidend sind.

Warum die Wahl des richtigen SAP-Partners entscheidend ist

Kurzantwort: Der richtige SAP-Partner ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren einer SAP-Transformation. Neben technischer Expertise sollte er über Branchenerfahrung, ein strukturiertes Projektvorgehen sowie Kompetenzen in Implementierung, Integration und langfristigem Support verfügen. So lassen sich Projektrisiken reduzieren und nachhaltige Geschäftsergebnisse erzielen.

Die Einführung oder Modernisierung einer SAP-Landschaft gehört zu den strategisch wichtigsten IT-Initiativen eines Unternehmens. Ob die Einführung von SAP S/4HANA, die Erweiterung mit SAP Business Technology Platform (SAP BTP) oder die Integration von SAP Business AI – der Projekterfolg hängt nicht allein von der Software ab, sondern maßgeblich von dem SAP-Partner, der das Vorhaben begleitet.

Viele Unternehmen konzentrieren sich bei der Auswahl eines SAP-Dienstleisters in Deutschland zunächst auf Tagessätze oder die Größe des Beratungshauses. Diese Faktoren spielen zwar eine Rolle, sagen jedoch wenig darüber aus, ob der Partner die Anforderungen des Projekts tatsächlich erfüllen kann. Entscheidend sind unter anderem Erfahrung mit vergleichbaren Transformationsprojekten, Branchenkenntnisse, eine bewährte Implementierungsmethodik sowie die Fähigkeit, Geschäftsprozesse ganzheitlich zu betrachten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit über den eigentlichen Go-live hinaus. SAP-Systeme entwickeln sich kontinuierlich weiter – durch neue Releases, gesetzliche Anforderungen und Innovationen wie Künstliche Intelligenz oder Cloud-Services. Unternehmen profitieren daher von einem SAP-Implementierungspartner, der nicht nur die Einführung begleitet, sondern auch langfristige Optimierung, Support und Weiterentwicklung sicherstellen kann.

Dieser Leitfaden zeigt, nach welchen Kriterien Unternehmen einen SAP-Partner in Deutschland objektiv bewerten können, welche Fragen im Auswahlprozess gestellt werden sollten und welche typischen Fehler sich vermeiden lassen. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für CIOs, IT-Leiter, Fachbereiche und Einkaufsteams zu schaffen – unabhängig davon, ob ein neues SAP-System eingeführt, eine bestehende Landschaft modernisiert oder ein langfristiger Beratungspartner gesucht wird.

Auf einen Blick: Die Auswahl eines SAP-Partners sollte nicht allein auf Preis oder Unternehmensgröße basieren. Wichtige Kriterien sind nachweisbare Projekterfahrung, Branchenkompetenz, SAP-Zertifizierungen, methodisches Vorgehen, technologische Expertise sowie die Fähigkeit, Unternehmen auch nach der Implementierung langfristig zu unterstützen.

Was ist ein SAP-Partner und welche Aufgaben übernimmt er?

Kurzantwort: Ein SAP-Partner unterstützt Unternehmen bei der Planung, Einführung, Integration, Weiterentwicklung und dem Betrieb von SAP-Lösungen. Je nach Spezialisierung umfasst das Leistungsspektrum strategische Beratung, Implementierung, individuelle Entwicklung, Systemintegration sowie langfristigen Application Management Support (AMS).

SAP-Partner sind von SAP anerkannte Beratungs- und Implementierungsunternehmen, die Organisationen bei der Digitalisierung und Optimierung ihrer Geschäftsprozesse begleiten. Je nach Projekt können sie einzelne Fachbereiche unterstützen oder die komplette Transformation einer SAP-Systemlandschaft übernehmen – von der Strategie über die Implementierung bis hin zum laufenden Betrieb.

Für Unternehmen in Deutschland ist ein SAP-Partner häufig nicht nur technischer Dienstleister, sondern auch strategischer Berater. Er hilft dabei, Geschäftsanforderungen mit den Möglichkeiten moderner SAP-Lösungen in Einklang zu bringen und Projekte strukturiert sowie risikoarm umzusetzen.

Strategische SAP-Beratung

Am Beginn eines SAP-Projekts steht die Analyse der bestehenden Prozesse und der zukünftigen Unternehmensziele. Ein erfahrenes SAP-Beratungshaus unterstützt dabei,

  • bestehende Geschäftsprozesse zu analysieren,
  • Optimierungspotenziale zu identifizieren,
  • eine passende SAP-Zielarchitektur zu entwickeln,
  • den Projektumfang realistisch zu definieren und
  • eine Roadmap für die Transformation zu erstellen.

Gerade bei einer Migration auf SAP S/4HANA oder der Einführung eines Cloud-ERP ist eine fundierte Strategie entscheidend, um unnötige Komplexität und spätere Projektänderungen zu vermeiden.

Implementierung und Systemintegration

Die eigentliche Implementierung umfasst deutlich mehr als die technische Installation eines Systems. Ein SAP-Implementierungspartner übernimmt unter anderem:

  • Konfiguration und Customizing der SAP-Lösung,
  • Migration von Stamm- und Bewegungsdaten,
  • Integration mit bestehenden IT-Systemen,
  • Entwicklung notwendiger Erweiterungen,
  • Testmanagement und Qualitätssicherung,
  • Schulung der Anwender sowie
  • Unterstützung beim Go-live.

Abhängig von den Anforderungen können sowohl Greenfield-, Brownfield- als auch selektive Transformationsansätze umgesetzt werden.

Branchenspezifische SAP-Expertise

Nicht jedes SAP-Projekt stellt die gleichen Anforderungen. Während in der Fertigungsindustrie Themen wie Produktionsplanung, Supply Chain und Instandhaltung im Vordergrund stehen, sind im Handel beispielsweise Omnichannel-Prozesse, Bestandsmanagement und Logistik entscheidend.

Deshalb sollten Unternehmen prüfen, ob ein SAP-Dienstleister bereits vergleichbare Projekte in ihrer Branche erfolgreich umgesetzt hat. Branchenerfahrung erleichtert die Standardisierung von Prozessen und reduziert den Aufwand für individuelle Entwicklungen.

Innovation mit SAP BTP und SAP Business AI

Moderne SAP-Projekte enden heute selten mit der Einführung eines ERP-Systems. Viele Unternehmen erweitern ihre SAP-Landschaft kontinuierlich – beispielsweise durch individuelle Anwendungen auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP), Integrationsszenarien oder den Einsatz von SAP Business AI.

Ein erfahrener SAP-Partner unterstützt dabei,

  • Geschäftsprozesse zu automatisieren,
  • KI-gestützte Funktionen einzuführen,
  • Daten systemübergreifend zu integrieren,
  • bestehende SAP-Systeme sicher zu erweitern und
  • eine Clean-Core-Strategie umzusetzen.

Dadurch bleibt die SAP-Landschaft flexibel und kann auch zukünftige Geschäftsanforderungen unterstützen.

Application Management Services (AMS) und langfristiger Support

Die Zusammenarbeit mit einem SAP-Partner endet idealerweise nicht mit dem Go-live. Neue SAP-Releases, gesetzliche Anforderungen, Sicherheitsupdates und sich verändernde Geschäftsprozesse machen eine kontinuierliche Betreuung erforderlich.

Viele Unternehmen entscheiden sich daher für SAP Application Management Services (AMS). Dazu gehören unter anderem:

  • Incident- und Problemmanagement,
  • Systemüberwachung,
  • Performance-Optimierung,
  • kontinuierliche Prozessverbesserungen,
  • Release- und Upgrade-Unterstützung sowie
  • Beratung bei neuen SAP-Innovationen.

Ein Partner, der sowohl Implementierung als auch langfristigen Support anbietet, sorgt für eine konsistente Weiterentwicklung der SAP-Landschaft und reduziert den Aufwand bei zukünftigen Projekten.

Praxis-Tipp: Achten Sie bei der Auswahl eines SAP-Partners darauf, dass Beratung, Implementierung und langfristiger Support aus einer Hand möglich sind. Dadurch gehen Projektwissen und technische Expertise nach dem Go-live nicht verloren und Optimierungen können schneller umgesetzt werden.

Welche Arten von SAP-Dienstleistern gibt es?

Kurzantwort: Nicht jeder SAP-Partner eignet sich für jedes Projekt. Je nach Unternehmensgröße, Projektumfang und strategischen Zielen kommen unterschiedliche Arten von SAP-Dienstleistern infrage – vom spezialisierten Beratungshaus bis zum internationalen Implementierungspartner mit globalen Delivery-Kapazitäten.

Die Wahl des passenden SAP-Dienstleisters sollte sich nicht allein an der Unternehmensgröße oder dem Bekanntheitsgrad orientieren. Entscheidend ist vielmehr, welcher Partner am besten zu den fachlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen Ihres Projekts passt.

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Partnertypen sowie ihre typischen Einsatzgebiete.

Partnertyp Stärken Mögliche Einschränkungen Besonders geeignet für
Lokales SAP-Beratungshaus Nähe zum Kunden, persönliche Betreuung, gute Kenntnis regionaler Anforderungen Begrenzte Ressourcen für internationale Rollouts oder hochspezialisierte Themen Mittelständische Unternehmen mit nationalem Fokus
Internationaler SAP-Partner Skalierbare Teams, globale Projekterfahrung, internationale Rollouts, mehrsprachige Beratung Größere Projektorganisation kann komplexer sein Internationale Unternehmen und Konzerne
Branchenspezialisierter SAP-Dienstleister Tiefes Prozessverständnis in bestimmten Industrien Oft geringere Abdeckung anderer Branchen oder SAP-Lösungen Unternehmen mit komplexen branchenspezifischen Anforderungen
Technologiespezialist Tiefes Know-how in einzelnen SAP-Produkten wie SAP BTP, SAP EWM oder SAP Ariba Deckt häufig nicht den gesamten Projektlebenszyklus ab Einzelprojekte oder spezialisierte Erweiterungen
End-to-End-SAP-Partner Beratung, Implementierung, Integration, Support und Optimierung aus einer Hand Nicht jeder Anbieter verfügt in allen Bereichen über die gleiche Tiefe Unternehmen, die eine langfristige Partnerschaft anstreben

Lokale oder internationale SAP-Beratung?

Viele Unternehmen bevorzugen zunächst einen lokalen Ansprechpartner. Das ist insbesondere bei kleineren Projekten oder regulatorischen Fragestellungen sinnvoll.

Bei komplexeren Transformationsprojekten – etwa einer internationalen Einführung von SAP S/4HANA, einem konzernweiten Rollout oder einer globalen Prozessharmonisierung – profitieren Unternehmen jedoch häufig von einem internationalen SAP-Partner. Dieser kann auf größere Expertenteams, Erfahrungen aus unterschiedlichen Märkten und standardisierte Projektmethoden zurückgreifen.

Wichtig ist dabei, dass internationale Delivery-Strukturen nicht zulasten der Kundennähe gehen. Idealerweise kombiniert ein SAP-Partner lokale Ansprechpartner mit globalen Delivery- und Support-Kapazitäten.

Generalist oder Spezialist?

Auch die fachliche Ausrichtung eines SAP-Dienstleisters spielt eine wichtige Rolle.

Ein spezialisierter Anbieter kann die richtige Wahl sein, wenn beispielsweise ausschließlich ein Projekt rund um SAP EWM, SAP Ariba oder SAP Business Technology Platform (SAP BTP) geplant ist.

Geht es hingegen um eine umfassende Unternehmenstransformation mit mehreren SAP-Lösungen, Integrationen und einer langfristigen Roadmap, ist häufig ein Partner mit einem breiten SAP-Portfolio sinnvoll. Dadurch lassen sich verschiedene Projekte koordinieren, Schnittstellen vereinfachen und Synergien zwischen den einzelnen SAP-Lösungen besser nutzen.

Projektgröße und Skalierbarkeit berücksichtigen

Nicht jeder SAP-Dienstleister verfügt über die personellen und organisatorischen Ressourcen, um große Transformationsprogramme zu begleiten.

Vor allem Unternehmen mit mehreren Standorten oder internationalen Niederlassungen sollten prüfen,

  • ob der Partner parallele Projektteams bereitstellen kann,
  • welche Erfahrungen mit internationalen Rollouts bestehen,
  • wie Wissen zwischen den Teams dokumentiert wird,
  • ob Support in mehreren Sprachen verfügbar ist und
  • wie die Zusammenarbeit nach dem Go-live organisiert wird.

Diese Faktoren gewinnen insbesondere dann an Bedeutung, wenn SAP schrittweise in mehreren Gesellschaften oder Ländern eingeführt werden soll.

Langfristige Zusammenarbeit statt einmaliger Implementierung

Viele Unternehmen betrachten die Auswahl eines SAP-Partners zunächst als Entscheidung für ein einzelnes Implementierungsprojekt. Tatsächlich entwickelt sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit häufig über viele Jahre weiter.

Nach der Einführung folgen oftmals weitere Vorhaben, beispielsweise:

  • Erweiterungen mit SAP Business AI,
  • Integrationen über SAP BTP,
  • Optimierungen bestehender Prozesse,
  • internationale Rollouts,
  • Release-Upgrades oder
  • kontinuierliche Unterstützung durch SAP Application Management Services (AMS).

Ein Partner, der diese Entwicklung langfristig begleiten kann, trägt dazu bei, Know-how im Projekt zu erhalten und zukünftige Veränderungen effizienter umzusetzen.

Entscheidungshilfe: Der beste SAP-Partner ist nicht zwangsläufig der größte oder bekannteste Anbieter. Entscheidend ist, dass seine Erfahrung, sein Leistungsportfolio und seine Arbeitsweise zu Ihren Unternehmenszielen, Ihrer Branche und der Komplexität Ihres SAP-Projekts passen.

Die 10 wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines SAP-Partners

Kurzantwort: Ein geeigneter SAP-Partner überzeugt nicht nur durch technisches Know-how. Entscheidend sind nachweisbare Projekterfahrung, Branchenkompetenz, ein strukturiertes Vorgehen, moderne SAP-Technologien sowie die Fähigkeit, Unternehmen auch langfristig zu begleiten.

Die Auswahl eines SAP-Dienstleisters ist eine strategische Entscheidung mit langfristigen Auswirkungen auf Kosten, Projektrisiken und die zukünftige Entwicklung der gesamten SAP-Landschaft. Deshalb lohnt es sich, potenzielle Partner anhand objektiver Kriterien zu vergleichen.

1. SAP-Expertise und Zertifizierungen

Ein qualifizierter SAP-Partner sollte nachweisen können, über fundierte Kenntnisse der eingesetzten SAP-Lösungen zu verfügen. Dazu gehören nicht nur offizielle SAP-Zertifizierungen einzelner Berater, sondern auch nachweisbare Projekterfahrung und anerkannte Partnerschaften innerhalb des SAP-Ökosystems.

Prüfen Sie beispielsweise:

  • Welche SAP-Lösungen gehören zum Kerngeschäft?
  • Wie viele zertifizierte SAP-Berater stehen zur Verfügung?
  • Welche Partnerstufe besitzt das Unternehmen?
  • Gibt es Spezialisierungen für bestimmte SAP-Produkte?

2. Erfahrung mit vergleichbaren Projekten

Ein SAP-Projekt verläuft selten nach einem Standardmuster. Deshalb ist es hilfreich, wenn der Implementierungspartner bereits ähnliche Projekte erfolgreich umgesetzt hat.

Achten Sie insbesondere auf:

  • Unternehmensgröße
  • internationale Rollouts
  • Projektkomplexität
  • Cloud- oder On-Premises-Erfahrung
  • Greenfield-, Brownfield- oder Hybrid-Transformationen

Referenzen aus vergleichbaren Projekten liefern häufig einen besseren Eindruck als allgemeine Unternehmenszahlen.

3. Branchenkompetenz

Geschäftsprozesse unterscheiden sich erheblich zwischen Fertigungsunternehmen, Handel, Logistik, Energieversorgern oder Life Sciences.

Ein SAP-Beratungshaus mit fundierter Branchenerfahrung kennt typische Herausforderungen bereits vor Projektbeginn und kann Best Practices gezielt einsetzen. Dadurch lassen sich individuelle Entwicklungen reduzieren und Standardprozesse effizienter nutzen.

Fragen Sie nach konkreten Referenzen in Ihrer Branche und nach Projekten mit ähnlichen Geschäftsprozessen.

4. Methodik und Projektvorgehen

Ein strukturiertes Projektvorgehen reduziert Risiken und schafft Transparenz für alle Beteiligten.

Viele SAP-Projekte orientieren sich heute an SAP Activate, ergänzt durch agile oder hybride Projektmethoden.

Klären Sie unter anderem:

  • Wie erfolgt die Projektplanung?
  • Welche Meilensteine sind vorgesehen?
  • Wie werden Risiken dokumentiert?
  • Wie wird mit Änderungsanforderungen umgegangen?
  • Welche Qualitätssicherungsmaßnahmen kommen zum Einsatz?

Ein klar definiertes Vorgehen erleichtert die Zusammenarbeit und verbessert die Planbarkeit des Projekts.

5. Technologische Kompetenz

Die Anforderungen an moderne SAP-Projekte gehen weit über ein klassisches ERP-System hinaus.

Je nach Digitalisierungsstrategie sollte ein SAP-Partner Erfahrung mit Technologien wie

  • SAP S/4HANA,
  • SAP Business Technology Platform (SAP BTP),
  • SAP Business AI,
  • SAP Integration Suite,
  • SAP Fiori,
  • SAP Analytics Cloud

sowie weiteren relevanten SAP-Lösungen mitbringen.

Ein breites Technologieverständnis hilft dabei, zukünftige Erweiterungen bereits während der Implementierung zu berücksichtigen.

6. Integrations- und Architekturkompetenz

In den meisten Unternehmen arbeitet SAP nicht isoliert. ERP-Systeme müssen mit CRM-, MES-, PLM-, E-Commerce-, HR- oder Drittanwendungen verbunden werden.

Deshalb sollte ein SAP-Partner Erfahrung mit

  • Systemintegration,
  • API-Management,
  • Cloud-Integration,
  • Datenmigration und
  • einer zukunftsfähigen Zielarchitektur

nachweisen können.

Eine saubere Architektur reduziert spätere Anpassungen und erleichtert zukünftige Innovationen.

7. Skalierbarkeit und internationale Delivery

Unternehmen wachsen, erschließen neue Märkte oder führen SAP schrittweise in weiteren Gesellschaften ein.

Prüfen Sie deshalb,

  • ob der Partner internationale Projekte begleitet,
  • mehrsprachige Teams bereitstellen kann,
  • über ausreichende Kapazitäten verfügt und
  • Projekte auch bei steigender Komplexität zuverlässig steuert.

Diese Faktoren gewinnen insbesondere bei internationalen Rollouts erheblich an Bedeutung.

8. Support und Betreuung nach dem Go-live

Die Implementierung markiert nicht das Ende eines SAP-Projekts.

Regelmäßige Updates, neue Geschäftsanforderungen, Sicherheitsaspekte und Optimierungen machen eine kontinuierliche Betreuung erforderlich.

Ein SAP-Dienstleister sollte daher auch Leistungen wie

  • Application Management Services (AMS),
  • Incident Management,
  • Performance-Optimierung,
  • Release-Unterstützung,
  • Continuous Improvement und
  • Anwendersupport

anbieten können.

Dadurch bleibt die SAP-Landschaft langfristig stabil und leistungsfähig.

9. Transparenz bei Kosten und Projektumfang

Ein seriöser SAP-Partner schafft frühzeitig Transparenz über Leistungsumfang, Verantwortlichkeiten und mögliche Projektrisiken.

Achten Sie insbesondere auf:

  • klar definierte Projektziele,
  • nachvollziehbare Aufwandsschätzungen,
  • transparente Preisstruktur,
  • realistische Zeitplanung,
  • eindeutige Verantwortlichkeiten.

Ein niedriger Projektpreis ist nicht automatisch wirtschaftlicher, wenn später zahlreiche Zusatzleistungen erforderlich werden.

10. Zusammenarbeit und kulturelle Passung

Neben fachlicher Kompetenz entscheidet häufig auch die Qualität der Zusammenarbeit über den Projekterfolg.

Ein guter SAP-Partner kommuniziert offen, trifft nachvollziehbare Entscheidungen und bindet Fachbereiche sowie IT frühzeitig in das Projekt ein.

Gerade bei langfristigen Transformationsprogrammen sollten Arbeitsweise, Unternehmenskultur und Kommunikationsstil zu Ihrem Unternehmen passen.

Entscheidungshilfe: Die wichtigsten Fragen im Auswahlprozess

Vor der Entscheidung für einen SAP-Partner sollten Unternehmen unter anderem folgende Fragen beantworten:

  • Verfügt der Partner über Erfahrung mit vergleichbaren Projekten?
  • Gibt es nachweisbare Referenzen in unserer Branche?
  • Beherrscht der Partner die für uns relevanten SAP-Lösungen?
  • Wie werden Risiken, Qualität und Projektsteuerung organisiert?
  • Welche Leistungen werden nach dem Go-live angeboten?
  • Ist der Partner auch für zukünftige Erweiterungen, internationale Rollouts und Innovationen geeignet?

Je mehr dieser Fragen eindeutig beantwortet werden können, desto belastbarer ist die Entscheidungsgrundlage für die Auswahl eines geeigneten SAP-Partners.

Bewertungsmatrix für SAP-Partner: So vergleichen Sie Anbieter objektiv

Kurzantwort: Eine strukturierte Bewertungsmatrix hilft dabei, SAP-Dienstleister nach einheitlichen Kriterien zu vergleichen und Entscheidungen nicht ausschließlich auf Preis oder Bekanntheit zu stützen.

Gerade bei größeren SAP-Projekten sind häufig mehrere Anbieter im Auswahlprozess beteiligt. Ohne einheitliche Bewertungskriterien entstehen Entscheidungen oft auf Basis subjektiver Eindrücke oder einzelner Präsentationen.

Eine Bewertungsmatrix schafft Transparenz und erleichtert es, verschiedene SAP-Partner objektiv miteinander zu vergleichen. Gleichzeitig hilft sie dabei, die Prioritäten des eigenen Unternehmens klar zu definieren.

Beispiel einer Bewertungsmatrix

Bewertungskriterium Gewichtung Anbieter A Anbieter B Anbieter C
Erfahrung mit vergleichbaren Projekten 20 % ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
Branchenkompetenz 15 % ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
SAP-Produktportfolio 15 % ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐
Projektmethodik & Governance 10 % ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
Integrationskompetenz 10 % ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Internationale Delivery 10 % ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
Application Management Services (AMS) 10 % ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Innovationskompetenz (SAP BTP & SAP Business AI) 5 % ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
Transparenz bei Aufwand und Kosten 5 % ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
Zusammenarbeit & Kommunikation 10 % ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐

Hinweis: Die Gewichtung sollte an die individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens angepasst werden. Ein international tätiger Konzern wird beispielsweise globale Delivery-Kapazitäten anders bewerten als ein mittelständisches Unternehmen mit einem nationalen Fokus.

Welche Kriterien sollten höher gewichtet werden?

Nicht jedes SAP-Projekt verfolgt dieselben Ziele. Deshalb empfiehlt es sich, die Gewichtung der Bewertungskriterien an den jeweiligen Projektkontext anzupassen.

Für eine SAP-S/4HANA-Transformation stehen häufig diese Aspekte im Vordergrund:

  • Erfahrung mit komplexen Transformationsprojekten
  • SAP-Activate-Know-how
  • Datenmigration
  • Integrationskompetenz
  • Change Management

Für ein internationales Rollout gewinnen zusätzlich an Bedeutung:

  • internationale Projektorganisation
  • mehrsprachige Teams
  • globale Governance
  • Erfahrung mit länderspezifischen Anforderungen
  • standardisierte Templates

Für Innovationsprojekte mit SAP BTP oder SAP Business AI sollten Unternehmen besonders auf folgende Kompetenzen achten:

  • Cloud-Architektur
  • API- und Integrations-Know-how
  • Entwicklung von Erweiterungen
  • Clean-Core-Strategie
  • Erfahrung mit KI-gestützten Geschäftsprozessen

Preis ist nur ein Bewertungskriterium

Ein häufiger Fehler im Auswahlprozess besteht darin, den günstigsten Anbieter automatisch als wirtschaftlichste Lösung zu betrachten.

In der Praxis verursachen unklare Anforderungen, fehlende Branchenerfahrung oder mangelnde Projektsteuerung häufig deutlich höhere Kosten als ein vermeintlich günstiger Tagessatz.

Deshalb sollte der Preis stets im Zusammenhang mit Faktoren wie Projekterfahrung, Qualität, Risiko, Skalierbarkeit und langfristiger Zusammenarbeit bewertet werden.

Nutzen Sie einen strukturierten Auswahlprozess

Ein transparenter Bewertungsprozess hilft dabei,

  • Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren,
  • verschiedene Fachbereiche einzubeziehen,
  • Risiken frühzeitig zu erkennen,
  • Diskussionen auf objektive Kriterien zu stützen und
  • den passenden SAP-Partner langfristig auszuwählen.

Insbesondere wenn Einkauf, IT und Fachbereiche gemeinsam über einen SAP-Dienstleister entscheiden, schafft eine einheitliche Bewertungsmatrix eine fundierte Grundlage für die finale Auswahl.

Praxis-Tipp: Definieren Sie die Bewertungskriterien bereits vor den ersten Anbieterpräsentationen. So stellen Sie sicher, dass alle SAP-Partner anhand derselben Anforderungen bewertet werden und persönliche Eindrücke die Entscheidung nicht übermäßig beeinflussen.

Fragen, die Sie jedem SAP-Implementierungspartner stellen sollten

Kurzantwort: Die richtigen Fragen helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die tatsächliche Erfahrung eines SAP-Partners besser einzuschätzen. Neben Referenzen und technischer Expertise sollten Unternehmen auch Projektmethodik, Governance, Support und Innovationsfähigkeit hinterfragen.

Ein überzeugendes Angebot oder eine professionelle Präsentation allein reichen nicht aus, um die Eignung eines SAP-Dienstleisters zu beurteilen. Erst im persönlichen Austausch wird deutlich, wie ein Partner Projekte steuert, Herausforderungen löst und mit unerwarteten Änderungen umgeht.

Die folgenden Fragen eignen sich als Grundlage für Gespräche mit potenziellen SAP-Implementierungspartnern oder als Bestandteil einer Ausschreibung (RFP).

1. Welche vergleichbaren SAP-Projekte haben Sie bereits umgesetzt?

Bitten Sie nicht nur um Referenzen, sondern um Beispiele, die hinsichtlich Branche, Unternehmensgröße und Projektumfang mit Ihrem Vorhaben vergleichbar sind.

Achten Sie dabei auf:

  • eingesetzte SAP-Lösungen,
  • Projektgröße und Laufzeit,
  • Herausforderungen während der Implementierung,
  • erzielte Ergebnisse,
  • Rolle des SAP-Partners im Projekt.

2. Welche Projektmethodik setzen Sie ein?

Ein strukturierter Implementierungsansatz reduziert Risiken und verbessert die Planbarkeit.

Fragen Sie beispielsweise:

  • Arbeiten Sie nach SAP Activate?
  • Welche Projektphasen sind vorgesehen?
  • Wie erfolgt die Qualitätssicherung?
  • Wie werden Änderungen im Projekt gesteuert?
  • Welche Projektartefakte und Dokumentationen werden bereitgestellt?

3. Wer wird tatsächlich an unserem Projekt arbeiten?

In vielen Auswahlprozessen präsentieren sich erfahrene Experten, während die operative Umsetzung später von einem anderen Team übernommen wird.

Klären Sie daher frühzeitig,

  • wer Projektleiter wird,
  • welche Berater dauerhaft eingeplant sind,
  • wie hoch die Fluktuation im Projektteam ist,
  • welche Rollen intern und extern besetzt werden.

4. Wie gehen Sie mit Projektrisiken um?

Kein SAP-Projekt verläuft vollständig ohne Herausforderungen. Entscheidend ist daher nicht, ob Risiken auftreten, sondern wie mit ihnen umgegangen wird.

Fragen Sie nach:

  • Risikomanagement,
  • Eskalationsprozessen,
  • Governance-Strukturen,
  • Reporting,
  • Entscheidungswegen.

Ein professioneller SAP-Partner sollte diese Prozesse klar erläutern können.

5. Welche Erfahrung haben Sie mit unseren SAP-Lösungen?

Nicht jeder SAP-Dienstleister deckt das gesamte SAP-Portfolio gleichermaßen ab.

Je nach Projekt sollten Sie gezielt nach Erfahrungen mit Lösungen wie

  • SAP S/4HANA,
  • SAP Business Technology Platform (SAP BTP),
  • SAP Business AI,
  • SAP EWM,
  • SAP Ariba,
  • SAP Asset Management

fragen.

Lassen Sie sich konkrete Projekterfahrungen erläutern, anstatt sich ausschließlich auf allgemeine Aussagen zu verlassen.

6. Wie werden Integration und Datenmigration umgesetzt?

In nahezu jedem SAP-Projekt müssen bestehende Systeme integriert und Daten sicher übernommen werden.

Klären Sie unter anderem:

  • Welche Integrationsplattformen kommen zum Einsatz?
  • Wie wird die Datenqualität sichergestellt?
  • Welche Erfahrungen bestehen mit komplexen Migrationen?
  • Wie werden Tests organisiert?

Eine frühzeitige Planung dieser Themen reduziert das Risiko späterer Projektverzögerungen erheblich.

7. Wie unterstützen Sie uns nach dem Go-live?

Der Projektabschluss markiert den Beginn des produktiven Betriebs – nicht das Ende der Zusammenarbeit.

Fragen Sie deshalb:

  • Bieten Sie Application Management Services (AMS) an?
  • Wie schnell reagieren Sie auf Störungen?
  • Gibt es feste Service-Level-Agreements (SLAs)?
  • Unterstützen Sie Release-Wechsel und Optimierungen?
  • Welche Möglichkeiten für Continuous Improvement bieten Sie?

8. Wie bereiten Sie unsere Mitarbeitenden auf die neue SAP-Lösung vor?

Die Einführung eines neuen Systems verändert häufig etablierte Arbeitsweisen. Ohne ausreichende Schulung und Kommunikation kann dies die Akzeptanz im Unternehmen beeinträchtigen.

Fragen Sie deshalb,

  • welche Schulungskonzepte angeboten werden,
  • wie Key User eingebunden werden,
  • ob digitale Lernmaterialien bereitgestellt werden,
  • wie Change Management unterstützt wird.

9. Wie stellen Sie eine zukunftssichere SAP-Architektur sicher?

SAP-Systeme entwickeln sich kontinuierlich weiter. Daher sollte die Implementierung nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch zukünftige Erweiterungen ermöglichen.

Sinnvolle Fragen sind beispielsweise:

  • Wie berücksichtigen Sie eine Clean-Core-Strategie?
  • Welche Rolle spielen SAP BTP und Erweiterungen?
  • Wie werden zukünftige Innovationen integriert?
  • Welche Empfehlungen geben Sie für eine langfristige Roadmap?

10. Warum sind Sie für unser Projekt der passende Partner?

Diese offene Frage liefert häufig die aufschlussreichsten Antworten.

Ein erfahrener SAP-Partner sollte nachvollziehbar erklären können,

  • welchen Mehrwert er für Ihr Unternehmen bietet,
  • welche Risiken er frühzeitig erkennt,
  • welche Erfahrungen ihn von anderen Anbietern unterscheiden,
  • wie die Zusammenarbeit langfristig gestaltet wird.

Konkrete Beispiele und nachvollziehbare Projekterfahrungen sind dabei deutlich aussagekräftiger als allgemeine Marketingaussagen.

Praxis-Tipp: Dokumentieren Sie die Antworten aller Anbieter in einer einheitlichen Vorlage und beziehen Sie IT, Fachbereiche und Einkauf gleichermaßen in die Bewertung ein. So entsteht eine transparente Entscheidungsgrundlage, die fachliche Anforderungen und strategische Ziele gleichermaßen berücksichtigt.

Typische Fehler bei der Auswahl eines SAP-Dienstleisters

Kurzantwort: Die häufigsten Fehler entstehen nicht während der Implementierung, sondern bereits bei der Auswahl des SAP-Partners. Wer ausschließlich auf Preis, Unternehmensgröße oder einzelne Referenzen achtet, erhöht das Risiko von Verzögerungen, Budgetüberschreitungen und langfristigen Einschränkungen der SAP-Landschaft.

Die Wahl eines SAP-Partners beeinflusst den Projekterfolg oft über viele Jahre hinweg. Dennoch werden wichtige Auswahlkriterien in der Praxis häufig unterschätzt oder erst berücksichtigt, wenn bereits Probleme auftreten.

Die folgenden Fehler treten besonders häufig auf.

Fehler 1: Den Preis zum wichtigsten Entscheidungskriterium machen

Ein niedriger Tagessatz bedeutet nicht automatisch geringere Projektkosten.

Fehlende Erfahrung, unzureichende Planung oder zusätzliche Change Requests können die Gesamtkosten eines Projekts deutlich erhöhen.

Besser:

Bewerten Sie den Gesamtwert des Angebots – einschließlich Projekterfahrung, Methodik, Qualitätssicherung und langfristiger Unterstützung.

Fehler 2: Branchenerfahrung unterschätzen

SAP bildet Geschäftsprozesse ab, die sich je nach Branche erheblich unterscheiden.

Ein Partner mit Erfahrung in der Fertigungsindustrie kennt beispielsweise typische Anforderungen an Produktionsplanung, Qualitätsmanagement oder Supply Chain Management deutlich besser als ein Anbieter ohne entsprechende Projekterfahrung.

Besser:

Prüfen Sie Referenzprojekte, die hinsichtlich Branche, Unternehmensgröße und Prozesslandschaft mit Ihrem Unternehmen vergleichbar sind.

Fehler 3: Nur auf die Implementierung fokussieren

Viele Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf den Go-live.

Dabei beginnt der eigentliche Nutzen einer SAP-Lösung häufig erst danach – durch kontinuierliche Optimierung, neue Funktionen, Prozessverbesserungen und Innovationen.

Besser:

Berücksichtigen Sie bereits bei der Partnerauswahl, wie Support, Application Management Services (AMS) und die langfristige Weiterentwicklung organisiert werden.

Fehler 4: Die technische Architektur zu wenig berücksichtigen

Eine SAP-Einführung betrifft heute weit mehr als ein ERP-System.

Integration, Erweiterbarkeit, Cloud-Strategie und zukünftige Innovationen sollten bereits in der Architekturplanung berücksichtigt werden.

Besser:

Wählen Sie einen SAP-Partner mit Erfahrung in modernen Technologien wie SAP Business Technology Platform (SAP BTP), SAP Integration Suite und SAP Business AI, um eine zukunftssichere Systemlandschaft aufzubauen.

Fehler 5: Fachbereiche zu spät einbinden

SAP-Projekte betreffen nahezu alle Unternehmensbereiche – von Finanzen über Einkauf und Produktion bis hin zu Logistik und Vertrieb.

Wer ausschließlich die IT in den Auswahlprozess einbindet, riskiert, dass fachliche Anforderungen erst während der Implementierung sichtbar werden.

Besser:

Bilden Sie ein interdisziplinäres Projektteam aus IT, Fachbereichen, Einkauf und Management, das den Auswahlprozess gemeinsam begleitet.

Fehler 6: Den kulturellen Fit unterschätzen

Selbst technisch überzeugende Projekte können ins Stocken geraten, wenn Kommunikation, Entscheidungswege oder Erwartungen zwischen Kunde und SAP-Partner nicht zusammenpassen.

Gerade bei mehrjährigen Transformationsprojekten spielt die Zusammenarbeit eine zentrale Rolle.

Besser:

Achten Sie auf transparente Kommunikation, klare Verantwortlichkeiten und eine Arbeitsweise, die zu Ihrer Unternehmenskultur passt.

Fehler 7: Fehlende Zukunftsplanung

Ein SAP-Projekt endet nicht mit der erfolgreichen Einführung.

Neue Geschäftsanforderungen, gesetzliche Änderungen und Innovationen wie Künstliche Intelligenz oder zusätzliche Cloud-Services erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Besser:

Wählen Sie einen Partner, der Sie auch bei zukünftigen Themen wie SAP S/4HANA-Optimierung, SAP BTP, SAP Business AI oder internationalen Rollouts begleiten kann.

Fehler im Überblick

Häufiger Fehler Mögliche Auswirkungen Empfohlene Vorgehensweise
Fokus ausschließlich auf den Preis Höhere Gesamtkosten durch Nacharbeiten oder Projektverzögerungen Gesamtwert des Angebots bewerten
Fehlende Branchenerfahrung Zusätzlicher Anpassungsaufwand und längere Projektlaufzeiten Branchenspezifische Referenzen prüfen
Keine Planung für den Betrieb nach Go-live Höherer Supportaufwand und langsamere Weiterentwicklung AMS und langfristigen Support früh berücksichtigen
Architektur nicht zukunftssicher geplant Aufwendige spätere Erweiterungen und Integrationen Skalierbare Architektur und moderne SAP-Technologien einplanen
Fachbereiche nicht eingebunden Geringere Akzeptanz und spätere Änderungsanforderungen Interdisziplinäres Projektteam aufbauen
Zusammenarbeit nur kurzfristig betrachtet Wissensverlust und häufige Partnerwechsel Langfristige Partnerschaft berücksichtigen

Praxis-Tipp: Ein strukturierter Auswahlprozess reduziert nicht nur Projektrisiken, sondern schafft auch eine belastbare Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit. Dokumentieren Sie deshalb alle Bewertungskriterien, Anbieterantworten und Entscheidungsgründe nachvollziehbar – insbesondere bei größeren Transformationsprojekten.

Wann lohnt sich ein internationaler SAP-Partner?

Kurzantwort: Ein internationaler SAP-Partner ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Unternehmen mehrere Standorte, internationale Geschäftsprozesse oder langfristige Transformationsprogramme planen. Für kleinere, lokal begrenzte Projekte kann dagegen auch ein regionales SAP-Beratungshaus die passende Wahl sein.

Die Entscheidung zwischen einem lokalen und einem internationalen SAP-Partner hängt weniger von der Unternehmensgröße als von den strategischen Zielen des Projekts ab.

Während regionale SAP-Dienstleister häufig durch kurze Kommunikationswege und gute Kenntnisse lokaler Anforderungen überzeugen, verfügen internationale SAP-Partner oft über größere Delivery-Kapazitäten, Erfahrung mit globalen Rollouts und ein breiteres Technologieportfolio.

Wann ein internationaler SAP-Partner Vorteile bietet

Ein internationaler Implementierungspartner kann insbesondere in folgenden Situationen sinnvoll sein:

  • Einführung von SAP S/4HANA in mehreren Ländern oder Gesellschaften
  • Harmonisierung globaler Geschäftsprozesse
  • Einführung standardisierter Templates für internationale Standorte
  • Integration unterschiedlicher ERP- oder Drittsysteme
  • Unterstützung mehrsprachiger Projektteams
  • Langfristige Roadmaps mit mehreren SAP-Initiativen

In solchen Projekten profitieren Unternehmen häufig von standardisierten Methoden, internationaler Projekterfahrung und der Möglichkeit, Ressourcen flexibel über verschiedene Standorte hinweg einzusetzen.

Wann ein lokaler SAP-Dienstleister ausreichend sein kann

Nicht jedes Projekt erfordert eine internationale Projektorganisation.

Für Unternehmen mit einem einzelnen Standort oder einem klar abgegrenzten Vorhaben kann ein regionales SAP-Beratungshaus eine sehr gute Wahl sein – insbesondere wenn lokale Prozesse, nationale gesetzliche Anforderungen oder eine enge persönliche Zusammenarbeit im Vordergrund stehen.

Entscheidend ist, dass der Partner die fachlichen und technischen Anforderungen des Projekts zuverlässig erfüllen kann.

Lokale Nähe und globale Expertise kombinieren

Viele Unternehmen suchen heute bewusst nach einem Partner, der beide Vorteile miteinander verbindet:

  • deutschsprachige Ansprechpartner,
  • Kenntnisse regulatorischer Anforderungen,
  • internationale Projekterfahrung,
  • skalierbare Delivery-Teams,
  • Experten für verschiedene SAP-Lösungen,
  • Unterstützung über mehrere Zeitzonen hinweg.

Dieses Modell ermöglicht eine enge Zusammenarbeit im Tagesgeschäft und gleichzeitig den Zugriff auf spezialisierte SAP-Experten, wenn zusätzliche Kompetenzen benötigt werden.

Worauf Unternehmen bei internationalen Projekten achten sollten

Vor der Auswahl eines internationalen SAP-Partners empfiehlt es sich, folgende Fragen zu klären:

  • Hat der Partner Erfahrung mit internationalen Rollouts?
  • Wie wird die Zusammenarbeit zwischen lokalen und globalen Teams organisiert?
  • Welche Sprachen werden im Projekt unterstützt?
  • Wie werden Governance, Dokumentation und Qualitätssicherung sichergestellt?
  • Gibt es Erfahrungen mit länderspezifischen Compliance-Anforderungen?
  • Wie wird der Support nach dem Go-live über verschiedene Regionen hinweg organisiert?

Diese Aspekte tragen wesentlich dazu bei, internationale SAP-Projekte effizient zu steuern und eine einheitliche Systemlandschaft aufzubauen.

Entscheidungshilfe

Die folgende Übersicht kann als erste Orientierung dienen:

Projektsituation Lokaler SAP-Partner Internationaler SAP-Partner
SAP-Einführung an einem Standort ✓ Häufig ausreichend Möglich, wenn langfristiges Wachstum geplant ist
Internationale SAP-S/4HANA-Rollouts Eingeschränkt geeignet ✓ Empfehlenswert
Mehrsprachige Projektteams Teilweise möglich ✓ Häufig Standard
Einführung mehrerer SAP-Lösungen (z. B. SAP S/4HANA, SAP BTP, SAP EWM, SAP Ariba) Abhängig vom Portfolio ✓ Vorteil durch breitere Expertise
Langfristige Transformationsprogramme Abhängig von Ressourcen ✓ Hohe Skalierbarkeit
Kontinuierliche Optimierung und globaler Support Unterschiedlich ✓ Oft umfassendere Service- und AMS-Strukturen

Praxis-Tipp: Entscheiden Sie nicht nach der Größe eines SAP-Dienstleisters, sondern danach, ob seine Organisationsstruktur, Branchenkompetenz und Delivery-Modelle zu Ihren aktuellen und zukünftigen Anforderungen passen. Ein Partner sollte nicht nur das heutige Projekt unterstützen, sondern auch die nächsten Schritte Ihrer SAP-Roadmap begleiten können.

Warum endet die Auswahl des SAP-Partners nicht mit dem Go-live?

Kurzantwort: Ein erfolgreicher Go-live ist ein wichtiger Meilenstein – aber nicht das Ende eines SAP-Projekts. Erst im laufenden Betrieb zeigt sich, wie gut eine SAP-Lösung neue Geschäftsanforderungen unterstützt, Innovationen integriert und langfristig Mehrwert schafft.

Viele Unternehmen betrachten die Implementierung als abgeschlossen, sobald das neue SAP-System produktiv genutzt wird. Tatsächlich beginnt mit dem Go-live jedoch eine neue Phase: Prozesse werden weiter optimiert, neue Funktionen eingeführt und die Systemlandschaft kontinuierlich an geschäftliche und regulatorische Anforderungen angepasst.

Deshalb sollte die Auswahl eines SAP-Partners immer auch die Zeit nach der Implementierung berücksichtigen.

Kontinuierliche Optimierung statt einmaliger Einführung

Nach dem Go-live ergeben sich häufig neue Anforderungen, beispielsweise:

  • Optimierung von Geschäftsprozessen,
  • Einführung zusätzlicher SAP-Module,
  • Integration weiterer Anwendungen,
  • Anpassungen an gesetzliche Vorgaben,
  • Ausbau internationaler Rollouts.

Ein SAP-Partner mit langfristiger Betreuung kann vorhandenes Projektwissen nutzen und Änderungen effizienter umsetzen als ein neu eingebundenes Beratungshaus.

SAP entwickelt sich kontinuierlich weiter

SAP veröffentlicht regelmäßig neue Funktionen, Innovationen und technologische Weiterentwicklungen. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass ihre Systemlandschaft nicht nur stabil betrieben, sondern auch kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Dazu gehören unter anderem:

  • neue Funktionen in SAP S/4HANA,
  • Erweiterungen über SAP Business Technology Platform (SAP BTP),
  • Einsatz von SAP Business AI,
  • Optimierungen der Benutzeroberfläche mit SAP Fiori,
  • neue Integrationsmöglichkeiten und Cloud-Services.

Ein erfahrener SAP-Partner unterstützt dabei, diese Innovationen gezielt einzuführen und an den tatsächlichen Geschäftsanforderungen auszurichten.

Application Management Services als Grundlage für den laufenden Betrieb

Nach der Einführung benötigen viele Unternehmen Unterstützung beim Betrieb ihrer SAP-Landschaft.

Typische Leistungen im Rahmen von Application Management Services (AMS) sind:

  • Incident- und Problemmanagement,
  • Systemüberwachung,
  • Performance-Optimierung,
  • Release- und Patch-Management,
  • Benutzerunterstützung,
  • kontinuierliche Verbesserungen.

Durch klar definierte Serviceprozesse und feste Ansprechpartner lassen sich Ausfallzeiten reduzieren und neue Anforderungen schneller umsetzen.

Eine langfristige SAP-Roadmap schafft Planungssicherheit

Unternehmen investieren heute nicht nur in ein ERP-System, sondern in eine Plattform für ihre digitale Transformation.

Ein langfristig orientierter SAP-Partner unterstützt dabei,

  • Prioritäten für zukünftige Projekte zu definieren,
  • Investitionen strategisch zu planen,
  • Innovationen schrittweise einzuführen,
  • neue Geschäftsanforderungen zu berücksichtigen,
  • die SAP-Landschaft kontinuierlich zu modernisieren.

So entsteht eine Roadmap, die kurzfristige Projektziele mit langfristigen Unternehmenszielen verbindet.

Erfolgreiche Zusammenarbeit ist mehr als technische Unterstützung

Eine langfristige Partnerschaft zeichnet sich nicht nur durch technisches Know-how aus, sondern auch durch ein gemeinsames Verständnis der Geschäftsprozesse und strategischen Ziele.

Je besser ein SAP-Partner Ihr Unternehmen kennt, desto effizienter können Erweiterungen geplant, Risiken bewertet und neue Anforderungen umgesetzt werden. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von kürzeren Einarbeitungszeiten, konsistenten Standards und einer höheren Planungssicherheit für zukünftige Projekte.

Praxis-Tipp: Fragen Sie bereits im Auswahlprozess, wie ein SAP-Dienstleister den Betrieb nach dem Go-live organisiert. Ein klar definiertes Support- und Innovationskonzept ist ein wichtiger Indikator dafür, ob der Partner Ihr Unternehmen auch langfristig erfolgreich begleiten kann.

Checkliste: So wählen Sie den richtigen SAP-Partner

Die Auswahl eines SAP-Partners sollte auf klar definierten Kriterien basieren und nicht ausschließlich auf Preis oder Bekanntheit. Nutzen Sie die folgende Checkliste als Orientierung für Ihren Auswahlprozess.

Prüfkriterium Ja Nein
Verfügt der SAP-Partner über Erfahrung mit vergleichbaren Projekten?
Gibt es Referenzen aus unserer Branche?
Besitzt das Projektteam relevante SAP-Zertifizierungen?
Besteht Erfahrung mit den für uns relevanten SAP-Lösungen (z. B. SAP S/4HANA, SAP BTP, SAP EWM oder SAP Ariba)?
Ist das Projektvorgehen (z. B. SAP Activate) klar beschrieben?
Werden Integration, Datenmigration und Testmanagement nachvollziehbar geplant?
Gibt es transparente Aussagen zu Projektumfang, Verantwortlichkeiten und Kosten?
Werden Support und Application Management Services (AMS) nach dem Go-live angeboten?
Verfügt der Partner über ausreichende Kapazitäten für zukünftige Erweiterungen oder internationale Rollouts?
Passen Arbeitsweise, Kommunikation und Unternehmenskultur zu unserem Unternehmen?

Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantworten können, desto besser sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit.

Fazit

Die Wahl eines SAP-Partners in Deutschland ist weit mehr als eine Entscheidung über einen Implementierungsdienstleister. Sie beeinflusst den Erfolg Ihrer SAP-Transformation, die Stabilität Ihrer Geschäftsprozesse und die Fähigkeit Ihres Unternehmens, zukünftige Innovationen effizient umzusetzen.

Ein strukturierter Auswahlprozess, klare Bewertungskriterien und ein langfristiger Blick auf Betrieb und Weiterentwicklung helfen dabei, Projektrisiken zu reduzieren und nachhaltigen Geschäftswert zu schaffen.

Ob Sie die Einführung von SAP S/4HANA, den Einsatz von SAP Business Technology Platform (SAP BTP), die Integration von SAP Business AI oder die Optimierung einer bestehenden SAP-Landschaft planen – entscheidend ist, einen Partner zu wählen, dessen Erfahrung, Methodik und Leistungsportfolio zu Ihren geschäftlichen Anforderungen passen.

Sie planen ein SAP-Projekt?

Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl der passenden SAP-Strategie, einer SAP-S/4HANA-Transformation oder der Weiterentwicklung Ihrer bestehenden SAP-Landschaft benötigen, stehen Ihnen die SAP-Experten von LeverX gerne für ein unverbindliches Erstgespräch zur Verfügung.

Gemeinsam analysieren wir Ihre Anforderungen, diskutieren mögliche Vorgehensweisen und zeigen auf, welche Lösungsansätze für Ihr Unternehmen sinnvoll sein können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie finde ich den richtigen SAP-Partner in Deutschland?

Der richtige SAP-Partner sollte sowohl fachlich als auch organisatorisch zu Ihrem Unternehmen passen. Achten Sie auf nachweisbare Erfahrung mit vergleichbaren Projekten, Branchenkompetenz, SAP-Zertifizierungen, ein strukturiertes Projektvorgehen sowie die Fähigkeit, Implementierung, Integration und langfristigen Support aus einer Hand anzubieten. Eine objektive Bewertungsmatrix hilft dabei, verschiedene SAP-Dienstleister systematisch zu vergleichen.

Woran erkenne ich einen guten SAP-Dienstleister?

Ein guter SAP-Dienstleister verfügt über Erfahrung mit ähnlichen Projekten, kennt die Anforderungen Ihrer Branche und arbeitet nach einer klaren Projektmethodik, beispielsweise SAP Activate. Darüber hinaus sollte er moderne SAP-Technologien wie SAP S/4HANA, SAP Business Technology Platform (SAP BTP) und SAP Business AI beherrschen sowie auch nach dem Go-live Support und Application Management Services (AMS) anbieten.

Welche Kriterien sind bei der Auswahl eines SAP-Partners besonders wichtig?

Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören Projekterfahrung, Branchenkompetenz, SAP-Zertifizierungen, technologische Expertise, Integrationskompetenz, Projektmethodik, transparente Kostenstruktur, langfristiger Support und die Fähigkeit, zukünftige Erweiterungen der SAP-Landschaft zu begleiten. Je nach Projekt können einzelne Kriterien unterschiedlich stark gewichtet werden.

Sollte ich einen lokalen oder internationalen SAP-Partner wählen?

Das hängt von Ihrem Projekt ab. Für nationale Projekte mit begrenztem Umfang kann ein lokaler SAP-Dienstleister ausreichend sein. Unternehmen mit mehreren Standorten, internationalen Rollouts oder langfristigen Transformationsprogrammen profitieren häufig von einem internationalen SAP-Partner, der globale Projekterfahrung, skalierbare Teams und mehrsprachige Unterstützung bietet.

Welche SAP-Zertifizierungen sollte ein SAP-Implementierungspartner besitzen?

Neben offiziellen SAP-Zertifizierungen einzelner Berater ist vor allem die praktische Erfahrung mit den eingesetzten SAP-Lösungen entscheidend. Prüfen Sie außerdem, welche Spezialisierungen der Partner besitzt und ob er bereits vergleichbare SAP-Projekte erfolgreich umgesetzt hat. Zertifizierungen sollten immer zusammen mit Referenzen und Projekterfahrung bewertet werden.

Kann ein SAP-Partner sowohl die Implementierung als auch den langfristigen Support übernehmen?

Ja. Viele Unternehmen bevorzugen einen SAP-Partner, der den gesamten Lebenszyklus einer SAP-Lösung begleitet – von der Beratung und Implementierung über Integration und Datenmigration bis hin zu Application Management Services (AMS), Optimierungen und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Dadurch bleibt wichtiges Projektwissen erhalten und zukünftige Anpassungen können effizient umgesetzt werden.

Welche Rolle spielen SAP Business Technology Platform (SAP BTP) und SAP Business AI bei der Auswahl eines SAP-Partners?

Moderne SAP-Projekte umfassen häufig mehr als die Einführung eines ERP-Systems. Technologien wie SAP Business Technology Platform (SAP BTP) und SAP Business AI ermöglichen Integrationen, individuelle Erweiterungen, Prozessautomatisierung und KI-gestützte Funktionen. Wenn diese Themen Teil Ihrer Digitalisierungsstrategie sind, sollte Ihr SAP-Partner nachweisbare Erfahrung in diesen Bereichen mitbringen.

Wann sollte ein Unternehmen auf SAP S/4HANA umsteigen?

Ein Umstieg auf SAP S/4HANA ist insbesondere dann sinnvoll, wenn bestehende ERP-Systeme modernisiert, Geschäftsprozesse standardisiert oder Cloud-Strategien umgesetzt werden sollen. Auch steigende Anforderungen an Echtzeitdaten, Automatisierung, Analysen oder Künstliche Intelligenz sprechen häufig für eine Transformation auf SAP S/4HANA.

Welche Rolle spielt SAP Activate bei einer Implementierung?

SAP Activate ist die von SAP empfohlene Implementierungsmethodik für SAP-S/4HANA-Projekte. Sie kombiniert bewährte Projektphasen, vorkonfigurierte Best Practices und agile Vorgehensweisen. Ein erfahrener SAP-Implementierungspartner nutzt SAP Activate, um Projektrisiken zu reduzieren, die Transparenz zu erhöhen und eine strukturierte Umsetzung sicherzustellen.

Wie lange dauert ein SAP-S/4HANA-Projekt?

Die Projektdauer hängt vom Umfang und der Komplexität der Transformation ab. Kleinere Cloud-Einführungen können innerhalb weniger Monate umgesetzt werden, während internationale SAP-S/4HANA-Programme deutlich mehr Zeit benötigen. Entscheidende Faktoren sind unter anderem die Anzahl der Standorte, Datenmigration, Integrationen, individuelle Anpassungen und organisatorische Veränderungen.

Welche Fragen sollte ich einem SAP-Implementierungspartner vor Vertragsabschluss stellen?

Fragen Sie nach vergleichbaren Referenzprojekten, Branchenkenntnissen, der eingesetzten Projektmethodik, den verantwortlichen Beratern, Erfahrungen mit den benötigten SAP-Lösungen, dem Support nach dem Go-live sowie der Vorgehensweise bei Risiken, Datenmigration und Integration. Ein transparenter Auswahlprozess erleichtert den objektiven Vergleich verschiedener Anbieter.

Wie bereite ich eine Ausschreibung (RFP) für ein SAP-Projekt vor?

Eine erfolgreiche SAP-Ausschreibung sollte klare Projektziele, den gewünschten Leistungsumfang, technische Anforderungen, Zeitpläne sowie Bewertungskriterien enthalten. Definieren Sie außerdem frühzeitig, welche SAP-Lösungen eingeführt oder erweitert werden sollen und welche Erwartungen Sie an Projektmethodik, Support, Governance und langfristige Zusammenarbeit haben. Eine strukturierte RFP erleichtert den objektiven Vergleich verschiedener SAP-Partner.

Welche Vorteile bietet ein SAP-Partner gegenüber einer internen Implementierung?

Interne Teams kennen die eigenen Geschäftsprozesse sehr gut, verfügen jedoch häufig nicht über die Erfahrung aus zahlreichen SAP-Projekten. Ein SAP-Partner bringt bewährte Methoden, Branchen-Know-how, technologische Expertise und Best Practices aus unterschiedlichen Implementierungen ein. Dadurch lassen sich Projektrisiken reduzieren, Entscheidungen beschleunigen und typische Fehler vermeiden.

Was kostet die Zusammenarbeit mit einem SAP-Partner?

Die Kosten hängen unter anderem vom Projektumfang, den eingesetzten SAP-Lösungen, der Unternehmensgröße und der Komplexität der bestehenden Systemlandschaft ab. Statt ausschließlich auf Tagessätze zu achten, sollten Unternehmen den Gesamtwert eines Angebots bewerten – einschließlich Projekterfahrung, Methodik, Supportleistungen und langfristiger Zusammenarbeit.